Bali: Trekking-Tour auf den Vulkan Mount Batur

Ein Reisebericht von unserem Redakteur Dennis

Ihr plant eine Reise nach Indonesien und wollt Bali besuchen? Die kleine Insel ist sehr touristisch und dicht besiedelt, aber auch dort gibt es noch unberührte Plätze, an denen man die Natur bewundern kann. Vor etwa einem Jahr wanderte ich den Vulkan Mount Batur bis zum Gipfel hinauf. Ein unglaubliches Erlebnis, welches ich mit euch teilen möchte. Wenn ihr die Chance habt diese Tour zu machen, lasst euch das nicht entgehen!

Start der Tour zum Vulkan Mount Batur

Nach etwa 2 Stunden Fahrt erreichten wir den Fuße des Vulkans Mount Batur und dort wurde nicht lange überlegt. Es war ca. 2 Uhr nachts. Wir gingen um die Zeit los, um den Sonnenaufgang zu bewundern. Wir bekamen jeder eine Taschenlampe und los ging es. Unser Team bestand aus vier Leuten: Einem älteren Australier aus Tasmanien, dem einheimischen Führer und meiner Freundin und mir. Diese Tour wird wie jede andere Touristentour am Schalter ohne groß zu reden verkauft und somit hatten wir nicht damit gerechnet, was uns erwartete. Schon nach wenigen Minuten merkten wir, dass dieser Marsch ein wenig mehr Schweiß kosten würde als wir dachten. Ein strammer 2-Stunden-Marsch über Steine und Felsvorsprünge stand uns bevor. Das Wandern war teilweise wirklich eher Bergsteigen als alles andere und wir waren natürlich (wie immer) mal wieder bestens vorbereitet mit unseren stinknormalen Turnschuhen ohne jegliches Profil.

So kämpften wir uns bis zu Spitze des 1700 Meter hohen Vulkans hervor. Meine Freundin zu 90 Prozent an der Hand unseres Guides, welcher ihr ein bisschen mehr Stabilität verlieh. Da wir nachts los gegangen waren, war es natürlich absolut finster und bis auf den Lichtkegel der Taschenlampe vor seinen Füßen sah man nicht sonderlich viel. Gefühlte Stunden später erreichen wir unseren Aussichtspunkt und unsere Schweißperlen trockneten in Sekundenschnelle. Man war das kalt. Zum Glück gab es warmen Tee und Frühstück. Als sich dann die Wolken verzogen und man die ersten Blicke auf die knallrote Sonne, die anderen Vulkane und den See werfen konnte, war die Tortur der Stunden zuvor schnell vergessen. Ein unglaublicher Ausblick.

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Der Sonne ganz nah: auf dem Gipfel des Mount Batur

Entlang am Kraterrand

Unser Führer offerierte uns dann noch eine Tour, direkt am Krater entlang. Wir hatten von dieser Tour in einem Reiseführer gelesen, indem stand, dass diese eher für Waghalsige wäre. Also waren wir nicht sonderlich begeistert, aber entschlossen uns dann aber doch diese mitzumachen… wenn man eh schon mal hier oben ist 😉 Es war die beste Entscheidung die wir treffen konnten. Es war unglaublich. Der Weg war abenteuerlich; teilweise nur gute 30 cm breit und links ging es in den Krater und rechts den Bergrücken hinunter. Zu sehr vertiefen durfte man sich in die Gedanken, was passieren könnte, wirklich nicht.

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Der schmale Weg um den Krater herum

Aber es war ein tolles Gefühl. Wir spazierten am höchsten Punkt des Vulkans durch die Wolken und schlitterten mit unseren Schuhen die Erde entlang und versuchten irgendwie das Gleichgewicht zu halten. Es gab kein Sicherungsseil, keine Zäune und keine Netze. Das Gefühl dieser endlosen Freiheit, war eines der schönsten Dinge, die ich je erlebt habe. Von Wolken umgeben tastete man nach dem Gestein des Vulkans, welches angenehm warm war, da es von innen heraus erhitzt wird. Aus dem Krater heraus dampften Wolken, da dieser noch immer aktiv ist. Am Berghang entlang sah man die Muster, welche Lava im Boden hinterlässt und vor uns war der noch größere Nachbarvulkan Gunung Abang mit dem davor gelagerten See. Was für ein Ausblick und was für ein Gefühl. Das war definitiv das absolute Highlight meiner 9-monatigen Reise und wahrscheinlich das Schönste, was ich je in meinem Leben gesehen habe. Wenn es nach mir gegangen wäre hätte ich ein Zelt gekauft und wäre ein paar Tage oben geblieben. Leider war es dann doch schneller vorbei als mir lieb war und wir erreichten nach etwa 6 Stunden wieder den Fuß des Vulkans. Die Beine waren mittlerweile sehr schwer geworden und so waren wir froh als wir endlich den Parkplatz erreichten. Aber ich kann es nur nochmal sagen: Was für ein Ausflug!

Kosten und Fazit der Bali Trekking-Tour

Die Tour (inklusive Hin- und Rückfahrt aus Lovina mit dem PKW) kostete etwa 60 Euro pro Person. Handeln nicht vergessen 😉 Wir gaben dem sehr netten Guide noch etwas Trinkgeld. Dort ist es meistens besser aufgehoben als bei den Reiseagenturen.

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Manchmal musste man wirklich klettern…

  2 Kommentare

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  1. Chris sagt:

    Hi,
    interessanter Bericht, ich habe in auf indojunkie entdeckt, ich bin im August auch auf Bali und würde gerne die gleiche Tour buchen, gibt es evtl noch Kontaktdaten oder Tipps? Der Button oben führt mich ins leere.

    Viele Grüße

    Chris

    1. Dennis sagt:

      Die Tour lässt sich meines Wissens nicht online buchen, sondern nur bei Veranstaltern und Touristen-Informationen vor Ort. Ich weiß leider nicht mehr wie der Veranstalter hieß, bei dem wir gebucht haben…

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