Boston Reisebericht – Entdecke Beantown an der Ostküste der USA


Rund vier Stunden nördlich von New York City liegt die Stadt Boston. Die Metropole an der Ostküste der USA ist für mich persönlich einer der schönsten Städte der USA. Vom ersten Moment an hat mich die Stadt verzaubert; zahlreiche Aufenthalte in Boston haben seit 2008 meine Liebe zu dieser Stadt wachsen lassen. Boston, als einer der ältesten Städte der USA, versprüht einen ganz besonderen Charme – ein wenig modernes Großstadtflair vereint mit historischen Sehenswürdigkeiten der amerikanischen Geschichte. Es gibt so viele tolle Sachen in Boston zu entdecken. Heute teile ich meine persönlichen Empfehlungen und Geheimtipps in meinem Reisebericht mit euch. Eines ist sicher: Ein Besuch ist Boston auf jeden Fall immer wert – egal zu welcher Jahreszeit.

Vielen Dank für diesen Beitrag an unsere Gastautorin Jennifer Ofenloch! :)

Fun Facts

  • Boston wird auch Beantown genannt.
  • Boston zählt mit rund 650.000 Einwohnern ungefähr so viele Bewohner wie Washington D.C.
  • In Pubs und Bars in Boston gibt es keine Happy Hour.  Sie sind seit 1984 gesetzlich verboten.
  • An St. Patrick’s Day trinken alle grün gefärbtes Bier.
  • 1950 öffnete der erste Dunkin‘ Donuts in Quincy, MA, einem Vorort von Boston (Neu Engländer lieben Dunkin‘ Donuts).

Anreise und Unterkunft

Meine Flüge nach Boston variierten preislich von 400 bis 800 Euro (Roundtrip) pro Person, je nach Jahreszeit und Zeitpunkt der Buchung. So hab ich im Sommer 2010 beispielsweise nur 400 Euro gezahlt. Jedoch war es ein Flug mit zwei Zwischenlandungen (Düsseldorf – Madrid –  New York – Boston), was sich als ziemlich anstrengend herausstellte. Die meisten Flüge lagen zwischen 500 und 600 Euro. Wer zeitig bucht, kann auf jeden Fall einen günstigen Flug in die Hauptstadt von Massachusetts finden. Durch bekannte Flugsuchmaschinen wie skyscanner.de oder Google Flights habe ich den ein oder anderen günstigen Flug gefunden. Dabei zahlt sich aus, wenn man beim Abflughafen sowie Buchungszeitraum flexibel ist.




Da ich durch Auslandsaufenthalte Freunde und Gastfamilien in Boston und Umgebung habe, musste ich mich persönlich nie um eine Unterkunft kümmern. Wenn ich in anderen Städten auf dieser Welt unterwegs bin, nutze ich jedoch oftmals Airbnb, womit ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe.

Folge den roten Pflastersteinen: Der Freedom Trail

Ich empfehle jedem, der das erste Mal in Boston ist, einen Spaziergang auf dem sogenannten „Pfad der Freiheit“.  Der ungefähr vier Kilometer lange Freedom Trail führt zu 17 historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt und ist ideal, um sich einen ersten Eindruck von Boston zu machen. So führen die rot markierten Pflastersteine vom Boston Common über das Old State House und Faneuil Hall (auf dem Quincy Market) bis hin zum Bunker Hill Monument in Charlestown (Ladet euch eine Karte des Freedom Trails herunter). Nicht nur Geschichtsbegeisterte kommen hier auf ihre Kosten, wenn sie etwas über den Freiheitskämpfer Paul Revere erfahren und in die Geschichte des Unabhängigkeitskriegs der USA eintauchen. Allein der Spaziergang durch die Straßen Bostons, vorbei an historischen Gebäuden und Plätzen, ist es wert, den Pfad abzulaufen.

Boston Common

Mitten im Herzen von Boston lädt der älteste öffentliche Park der USA zum Flanieren und Entspannen ein. Zahlreiche Open-Air-Veranstaltungen wie Free Shakespeare On The Common, Konzerte und Festivals finden hier über das ganze Jahr verteilt statt.

Boston-Common

Im Sommer liegen Menschen auf den grünen Hügeln des Parks, schlürfen Iced Coffee und genießen die beeindruckende Skyline von Boston. Slacklines sind zwischen Bäumen gespannt, Kinder kühlen sich an heißen Tagen im Frog Pond ab, während Yoga-Gruppen sich zum gemeinsamen Dehnen treffen; im Sommer zieht es jeden in die grüne Oase von Boston. Im Winter sorgt Schnee für eine romantische Kulisse.

Boston’s North End – Little Italy

Wenn man den Freedom Trail abläuft, verschlägt es einen unter anderem ins North End, dem Little Italy in Boston. Ein wunderschönes Viertel, das man eigentlich nie mit einem leeren Magen verlässt. Zahlreiche, erstklassige Restaurants bieten authentisches, italienisches Essen an; Patisserien locken mit verführerisch duftenden Törtchen und Cannolos. Hier empfehle ich einen Abstecher zu Mike’s Pastry, wo ich schon den einen oder anderen Oreo Cake oder Cannolo verputzt hab. Aber Achtung, zu bestimmten Stoßzeiten reicht die Warteschlange bis zum Bordstein der Hanover Street.

Für ein romantisches Essen im North End empfehle ich euch das Restaurant Giacomo’s. Auch wenn es nicht das günstigste Restaurant ist: Die Butternut Squash Ravioli sind die besten Ravioli, die ich je hatte. Am besten reserviert ihr rechtzeitig ein Tisch, da Giacomo’s so gut wie immer ausgebucht ist. Bringt immer Bargeld mit, denn das Zahlen mit Karte ist in dem Restaurant nicht möglich. Kleiner Tipp am Rande: Falls Giacomo’s im North End ausgebucht ist, gibt es einen zweiten Standort im South End.

Harvard University in Cambridge




Jenseits von Boston über den Charles River hinweg liegt Cambridge: Heimat der Eliteuniversitäten Harvard University und MIT. Ein kleiner Spaziergang oder eine kurze Fahrt mit der Red Line der T (Bostonians nennen das öffentliche Transportsystem “the T“)  bringen euch direkt zum Harvard Square. Dort angekommen, könnt ihr den Campus der Ivy League School erkunden, in alten Book Stores stöbern oder bei einem guten Buch in einem Coffee Shop die dortige Atmosphäre genießen.

john-harvard-statue-1Ein populärer Anziehungspunkt des Harvard Yards ist die Statue des John Harvard. Auffällig ist der Schuh des John Harvard, der sich durch ein leichtes goldenes Schimmern vom Rest der Statue absetzt. Grund dafür ist, dass Studenten und Touristen traditionell den Schuh des John Harvard berühren und daran reiben; das ganze soll Glück bringen. Die Statue trägt aber auch den Beinamen „Statue of three lies“ – Statue der drei Lügen. Auf dem Sockel der Statue steht eingraviert: „John Harvard – Founder – 1638“. Doch auf der Statue soll nicht John Harvard zu sehen sein; eine andere Person soll damals für die Statue posiert haben. John Harvard war zudem nicht der Gründer der Harvard University, sondern ein finanzieller Unterstützer in den Anfängen der Gründung, der Harvard die Hälfte seines Erbes und seine Büchersammlung vermachte. Die dritte Lüge verbirgt sich hinter dem Jahr der angeblichen Gründung 1638. Die Gründung der Universität geht jedoch auf das Jahr 1636 zurück und ist damit die älteste Universität der USA.

Die Harvard Library (Widener Library) ist für Besucher leider nicht zugänglich. Jedoch hat mir ein Vogel gezwitschert, dass es trotzdem eine Möglichkeit gibt, einen Besucherausweis zu bekommen: Als Studieninteressierter der Universität Harvard erhält man kostenlos ein Besucherticket, wodurch man einen Blick ins Innere der Bibliothek erhaschen kann.

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