EU-Parlament will Flugreisende besser entschädigen

Die bisherige Regelung über Fluggastrechte in der EU stammt aus dem Jahre 2004. Diese bietet jedoch nach Ansicht von Verbraucherschützern den Airlines zu viele Schlupflöcher, so dass Reisende bei Verspätungen oder anderen Unannehmlichkeiten oft keinen Anspruch auf Entschädigungsleistungen haben.

Jetzt hat das EU-Parlament einen neuen Gesetzentwurf in erster Lesung verabschiedet: Dieser sieht unter anderem vor, dass Passagiere bei einer Reisedistanz unter 1.500 Kilometern bereits bei einer Verspätung von drei Stunden eine Entschädigungszahlung von 300 € von der Fluggesellschaft erhalten.

Bei Langstreckenflügen von mehr als 3.500 Kilometern sollen die Airlines verpflichtet werden, bei einer siebenstündigen Verspätung den Betroffenen 600 € zu zahlen. Des Weiteren fordert der Gesetzentwurf des EU-Parlaments, dass Passagiere bei Flugausfällen wahlweise fünf Hotelnächte oder 125 € pro Nacht von der Fluggesellschaft verlangen können.

Die Vorschläge des Parlaments, die weit über die Forderungen der EU-Kommission hinausgehen, werden nun in den Europarat eingebracht. Dort wird wahrscheinlich noch vor der Ende Mai stattfindenden Europawahl eine Kompromisslösung erarbeitet.

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