Mit der Dachbox verreisen: Tipps zum Kauf und zur richtigen Beladung

Wer mit dem Auto auf Urlaubsreise geht, kann dank einer Dachbox vor allem unhandliches und sperriges Gepäck überaus komfortabel unterbringen. Insbesondere Skiboxen und Skiträger gehören inzwischen zur Standardausrüstung zahlreicher Alpinisten und Wintersport-Ausflügler. Damit eine Dachbox jedoch in extremen Fahrsituationen sicher und fest auf dem Fahrzeugdach sitzt und dabei das Gepäck zuverlässig vor Wind und Wetter schützt, sollten Autobesitzer beim Kauf eines Modells auf aussagekräftige Prüfsiegel achten. Zudem ist vor dem Antritt einer Reise die Beladung den Anforderungen von Fahrzeug und Dachbox sorgfältig anzupassen.

Prüfsiegel und Testberichte beachten

Damit eine Dachbox allen notwendigen Anforderungen der allgemeinen Produktsicherheit entspricht, sollte sie das GS-Prüfzeichen („Geprüfte Sicherheit“) tragen. Die GS-Zertifizierung ist europaweit das einzige gesetzlich geregelte Prüfsiegel für Produktsicherheit.

Unabhängige Organisationen wie die GTÜ oder die Stiftung Warentest geben zudem regelmäßig Testberichte heraus, in welchen aktuelle Dachboxen unterschiedlicher Größen, Einsatzzwecke und Hersteller auf ihre Qualität hin untersucht werden. Pünktlich zur diesjährigen Wintersaison hat auch der ADAC einen solchen Prüfbericht veröffentlicht. Acht Modelle der „Mittelklasse“ (320 bis 590 Liter Volumen) mussten sich in den Kategorien „Gestaltung“, „Handhabung“, „Fahrsicherheit“ und „Crash-Festigkeit“ beweisen. Am Ende erreichte mit der Thule Motion 800 nur eine der Boxen das Prädikat „sehr gut“.

Beim Schlusslicht, der „Jetbag 70“, brachen dagegen beim Test-Crash mit 30 km/h die hinteren Halteklammern, wodurch die Box nicht über die Note „ausreichend“ hinauskommt. Alle Testergebnisse im Detail lassen sich hier nachlesen.

Die richtige Beladung der Dachbox

Um das Kurvenverhalten eines Fahrzeugs nicht negativ zu beeinflussen, sind schwere Gepäckstücke stets unten im Kofferraum (und möglichst weit in Richtung der Rücksitzlehne) zu verstauen. Eine Dachbox dagegen sollte nicht zu schwer beladen werden. Denn neben der Verschlechterung der Kurvenstabilität kann eine Überladung auch Schäden am Dachgepäckträger oder dem Dachaufbau selbst verursachen.

Deshalb ist beim Beladen der Dachbox unbedingt die maximale Dachlast zu berücksichtigen. Diese findet sich in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs und setzt sich aus dem Gewicht des Dachgepäckträgers, dem Eigengewicht der Dachbox und dem Gewicht der Zuladung zusammen.

Neben der Dachlast spielt auch das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs eine Rolle. Alle Angaben hierzu finden sich in der Zulassungsbescheinigung. Damit das Fahrzeug auch bei hoher Zuladung sicher in der Spur bleibt, ist außerdem der Reifendruck dem Gesamtgewicht des Autos anzupassen. Welcher Befülldruck der richtige ist (Volllastdruck), lässt sich der Betriebsanleitung des Fahrzeugs entnehmen.

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