Reisebericht Hawaii: Aloha Maui – (m)ein kleines Paradies

Maui ist eine schöne und abwechslungsreiche Insel. Wunderbare Landschaften, Strände, tropische Vegetation, über 3.000 m hohe Berge mit Vulkankratern und sehr schöne Rundfahrtmöglichkeiten. Alles ist sehr gepflegt, Hochhäuser gibt es nicht, dafür noble Villen, nette kleine Städtchen und viel Natur. Ein wahres Paradies eben.

Ein kleiner Traum wurde wahr als ich dieses Flugschnäppchen zum Ende meines Auslandssemesters in Vancouver gefunden habe. 300€ Roundtrip Flüge von Vancouver nach Maui. Meiner Freundin und mir war sofort klar, dass wir uns diese Chance nicht entgehen lassen konnten. Spontan und komplett planlos haben wir dieses Schnäppchen einfach genutzt und sind einfach mal im Dezember drauf losgeflogen. Ganz im entspannten Espirit von Maui „Wird schon alles irgendwie gut gehen“.

Nach einem 6 stündigen Flug haben wir dann die ersten Ausläufer der Insel aus dem Fenster des Fliegers betrachten können. Gelbe Strände und kristallklares Wasser erkennt man schon aus luftiger Höhe. Am Flughafen in Maui ging alles ganz flott, denn die Einreise hatten wir glücklicherweise schon am Flughafen in Vancouver hinter uns gebracht. Der Flughafen auf Maui ist zugegebenermaßen nicht der schönste oder modernste – aber ihr werdet direkt mit Sonnenschein, ganz viel Aloha und Palmen begrüßt (und eventuell von einem Hahn oder einer Henne, die auf dem Fluggelände sich sehr wohl zu fühlen scheinen).

Transportmittel auf Maui

Unser und der fast aller anderer Urlauber erster Anlaufpunkt war die Mietwagenstation. Die meisten wussten anscheinend schon warum und auch wir wurden schnell aufgeklärt. Wenn ihr kein Hotel mit Transfer gebucht habt eure einzige Möglichkeit den Flughafen einigermaßen kostengünstig zu verlassen und auch später die beste Möglichkeit Maui wirklich zu genießen.

Der öffentliche Nahverkehr am Flughafen nimmt euch nämlich nicht mit, wenn ihr einen Koffer dabei habt und die Taxifahrer sind dessen sehr bewusst. Da kann euch eine 20 minütige Fahrt vom Flughafen zum Hotel oder Apartment schon mal so an die 150$ kosten.

Wir hatten Glück im Unglück – den Mietwagen den wir angemietet haben gab es zu dem Preis nicht mehr und auch sonst waren so kurz vor Weihnachten keine Mietwagen mehr verfügbar. So haben wir für einen Tag einen Ford Mustang bekommen und haben erst am nächsten Tag auf einen Kompaktwagen gewechselt. Und wann bekommt man schon mal die Chance mit einem Ford Mustang über Maui zu cruisen. Genau – nie! Voller Freude sind wir also losgedüst in Richtung unseres Apartments in Kihei. So richtig nutzen kann man die ganzen PS auf der 15 minütigen Fahrt nicht, da die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Maui bei um die 100 km/h liegen, aber das hat unserer Freude keinen Abbruch getan. Natürlich haben wir den Abend und den nächsten Morgen genutzt um unser Baby ein wenig auszuführen und die Insel einfach ganz entspannt zu erkunden.

Selbst wenn euer Hotel einen Transfer anbietet, solltet ihr euch wirklich überlegen einen Mietwagen zu nehmen. Maui ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht wirklich gut erkundbar und einige der Touristenattraktionen wie die Road to Hana braucht man einfach ein Auto. Es gibt zwar Touren in kleinen Bussen, aber der halbe Spaß ist die Fahrt an sich.

Kleiner Tipp: Zumindest die Mietwagenfirma Alamo schließt Strecken auf Maui aus, die ihr mit einem Mietwagen nicht befahren dürft. Das sind aber meiner Meinung nach mit die schönsten Fahrstrecken Maui‘s.

Unser kleines Heim

Wir hatten uns ganz bewusst für ein Apartment entschieden, weil wir ursprünglich gerne selbst kochen wollten. Fündig geworden sind wir nicht auf den klassischen Hotelwebsites, denn diese waren so kurz vor Weihnachten entweder ausgebucht oder extrem teuer. Fündig geworden sind wir nach langer Suche dann doch auf vbro.com. Privater Parkplatz, Wifi, eigener Pool und Whirlpool haben uns überzeugt. Unser Apartment war auch sehr gut ausgestattet und wir hatten sogar eigene Strandstühle und ein Boogie-Board.

Natürlich gibt es auf Maui zahlreiche Möglichkeiten zu übernachten. Resort- oder Golfhotels gibt es zu Genüge und auch viele Apartmentkomplexe ähnlich unserem findet man überall entlang der Küste.
Unser Apartment lag in zweiter Strandreihe in Kihei an der Westküste Mauis. Wir hätten uns keinen besseren Ausgangspunkt für die Woche wünschen können, denn von Kihei seid ihr super schnell überall und die Atmosphäre ist sehr relaxed.

Ursprünglich war unser Plan um Geld zu sparen selbst zu kochen. Dabei haben wir natürlich irgendwie nicht daran gedacht das Maui mitten im Pazifik liegt und quasi alles außer Ananas einfliegen lassen muss. Nach dem ersten Preisschock im Supermarkt sind wir also ganz schnell darauf umgestiegen unterwegs zu essen. Besonders empfehlenswert und vergleichsweise günstig ist das „Fork and Salad“ in Kihei. Herrliche Auswahl an Salaten, Sandwiches und Suppen für nur 10$ und genau das Richtige, wenn es so warm draußen ist. Ansonsten gibt es überall kleine lokale Frucht- und Grillstände, an denen wir uns bedient haben. Wasser kann man hier übrigens beruhigt aus dem Hahn trinken, frisch gefiltertet durch Vulkangestein quasi.

Lahaina und der Nordwesten Mauis

Da wir am ersten Tag zumindest bis zum Nachmittag noch den Ford Mustang hatten war für uns ganz klar ein Roadtrip auf der Agenda. Wir sind also am Morgen von Kihei einfach mal ohne Plan in den Norden gefahren. Der Highway hier führt direkt entlang der Kueste und zahlreiche Stopps erlauben schöne Erinnerungsfotos. Während rechts von euch einer der beiden Vulkan emporragt, habt ihr nach links Ausblick auf den Pazifik – ein Panorama von dem wir nicht genug bekommen konnten. Gemäß aller Empfehlungen die wir im Internet so gefunden hatten, haben wir uns mit Wasser und Snacks ausgestattet. Hätten wir aber ehrlich gesagt nicht gemusst, man kommt immer wieder an kleinen Foodtrucks und lokalen Ständen vorbei, die einem die Vielfalt von Mauis tropischen Früchten, frisch gepresste Säfte oder Kokusnüsse und kleine Snacks anbieten. Wir sind immer wieder ausgestiegen und haben einfach die Aussicht genossen, ein paar Bilder geknipst und sind dann weiter gefahren.

Wenn ihr einmal an Kapalua vorbei gekommen seid, braucht ihr als Autofahrer starke Nerven. Die Strasse hier wird rechts von Steilhängen begrenzt und links geht es direkt in den Abgrund und das Meer. Spiegel solltet ihr hier einklappen, denn die Strasse ist so eng, dass zwei Autos nebeneinander ohnehin keinen Platz haben. Wenn euch ein Auto unerwartet entgegen kommt auf der kurvigen Strecke, muss einer von euch rückwärts zur nächsten breiteren Durchfahrt fahren. (Deswegen schließt Alamo auch hier Mietwagen aus) Die Strecke ist nicht besonders lang, durch das langsame Tempo, das man bei den vielen Kurven aber braucht dauert die Rundroute jedoch. Hier sind kaum Touristen unterwegs und man bekommt mit die schönsten Ausblick auf Maui und den Urwald. Allein deswegen war es uns die  kleinen Schreckmomente, wenn doch mal ein Auto auftauchte, wert. Die Locals hier fahren die Strecke ohnehin quasi blind und weichen auch oft mit einem Laecheln aus, sodass ihr nicht unbedingt rückwärts den kurvigen Berg wieder nach oben muesst. Nachdem wir mittags dann unser Auto abgegeben haben, sind wir noch schön an den Strand vor unserem Haus – schließlich wollten wir ja ein wenig Sommerbräune aus dem Urlaub mitbringen.

Lava Trails and Big Beach Waves

Weil wir in der Nebensaison auf Maui waren, gab es eigentlich täglich Regenschauer. Wichtig um dem auszuweichen ist es einfach flexibel zu sein. Es regnet nie auf der gesamten Insel. Höchstens an einem Teil und dann muss man eben ganz spontan woanders hinfahren. So haben wir das auch heute gemacht. Ursprünglich wollten wir auf den Haleakana Vulkan zum Sonnenaufgang, aber nachdem es beim Aufstehen um 5 schon so geschüttet hat, haben wir uns für entschieden das auf den nächsten Tag zu legen. Nach ein paar Stunden extra Schlaf haben wir dann das Tagesprogramm für den nächsten Tag vorgezogen und uns auf den Weg zum King Trail im Süden der Insel gemacht.

In den meisten Reiseberichten werden Wanderschuhe empfohlen, sowie viel Wasser und Sonnenschutz. Letzteres hatten wir ebenfalls eingepackt. Für unseren Strandurlaub hatten wir aber allerhöchstens Sneaker dabei. Lasst euch sagen, man kann auch mit Sneakern gute 3-4 Kilometer wandern, da der Weg sehr gut ausgetreten ist. Die erste Bucht an der ihr vorbei kommt eignet sich sehr gut zum Schnorcheln – hier könnt ihr Schildkörten live beobachten. Vorbei an kleinen wundervollen Buchten mit schwarzem und weißem Lavagestein haben wir immer wieder angehalten um ein paar Fotos zu knipsen und das Meeresrauschen zu genießen. Mit dabei waren immer wieder wild lebenden Ziegen, die sich hier zu Hause fühlen. Rechts von einem überragt der ehemalige Vulkan Haleakana alles und man sieht noch die Schneise dunkler Lava, die sich irgendwo in den Wolken verliert. Hier kann man sich wirklich vorstellen wie die Insel mal voller glühender Lava gewesen sein muss, die langsam ins Meer fließt. Besonders da das dunkle Lavagestein die Wärme der Sonne speichert und vervielfacht.Ich kann nur empfehlen den Trail am Morgen zu machen, denn ich kann mir nicht einmal vorstellen wie warm es in der glühenden Mittagshitze im Sommer sein muss. Nachdem wir einmal den gut ausgetreten Weg verlassen haben, konnten wir die Warnungen der meisten Blogs nachvollziehen. Ohne festes Schuhwerk ist hier leider Schluss, denn es liegen nur noch lose Lavabrocken aufeinander und man braucht guten Gripp um nicht in die scharfkantigen Felsen zu stürzen. Auf unserem Rückweg nach Kihei wollten wir dann noch den berühmten Big Beach ausprobieren. Viele Parkplätze gibts hier nicht, aber auf Maui kann man auch ganz entspannt am Straßenrand parken. Feiner goldener Sandstrand soweit das Auge reicht und sehr klares Wasser erwarten euch nach einem kurzen Waldstück. Unser Nachmittagsprogramm war dementsprechend fertig. Da wir im Dezember gereist sind, waren wir zur Zeit der Walwanderung gerade da. Mit viel Glück sieht man vom Ufer aus die Wale aus dem Meer auftauchen.

Zum Abends weggehen empfehlen sich die ganzen Happy Hours sehr. Cocktails sind bis 18 Uhr sehr viel günstiger und im Prinzip müsst ihr sie nur bis 17:59 bestellt haben. Außerdem könnt ihr so den Sonnenuntergang vom Restaurant aus genießen, während ihr eure Pina Colada schlürft.

Vulkan Haleakana

Heute war es endlich so weit – es ging schon richtig früh für uns los, denn nachdem es gestern so geregnet hatte sind wir heute zum Vulkan Haleakana zum Sonnenaufgang schauen und wandern gefahren. Also ging es um 5 in Richtung Aussichtspunkt – schließlich sollte die Sonne um kurz vor 7 schon auftauchen. Kleiner Sparttipp: Das Ticket für den National Park Halekana ist 3 Tage lang gültig. Ihr könnt also innerhalb der drei Tage die Road to Hana machen und euch so einmal den Eintritt sparen. Somit hatte es doch etwas gutes, dass wir den Sonnenaufgang verschoben hatten. Oben angekommen war noch alles ziemlich nebelig und wir beschlossen nochmal so 20 Minütchen die Augen zu schließen, weil wir natürlich viel zu früh dran waren. Leider meinte es der Wettergott nicht zu gut mit uns und es began zu regnen und der Nebel schien sich nicht zu verziehen. Da wir aber vorhatten den Sliding Sands Trail zu machen, wollten wir uns in der Touristenzentrale informieren. Auf dem Weg vom Auto zur Touri-Info (ca. 300 Meter) haben wir den Plan aber ganz schnell wieder verworfen. Wir waren offen gestanden nicht ganz wetterfest für eine 10 Kilometer Wanderung in dieser Kälte und Nässe.

Davon haben wir uns aber nicht die Laune verderben lassen. Wir sind wieder ein bisschen in Richtung Fuß des Vulkans gefahren und auf einmal klarte der Himmel auf und man hatte einen spektakulären Ausblick auf die gesamte Insel. Zeit für ein Frühstück mit Ausblick also. Wir haben hier weiter unten zwei kleine Trails inmitten eines Waldes gemacht und sind somit nicht ganz umsonst so früh aufgestanden.

Für den Nachmittag hatten wir uns dann noch den Regenwald Trail von Iao Valley vorgenommen. Wir hatten schon gehört, dass der Trail auf einem „Private Property – No Trespassing“ liegt, aber dass das weder Hawaiianer noch Touristen davon abhält regelmäßig den Track zu laufen. So richtig ernst nimmt das hier anscheinend keiner, deswegen wollten wir es zumindest probieren. Nach einer 30 minütigen Fahrt kamen wir an ein Tor an dem uns ein Wachmann aber bedauernd mitteilte der gesamte Park würde renoviert, da es viele Überflutungen gab und wir sollten bitte umkehren. Also haben wir uns am Mittag wieder dem Sonnenbräunen am Strand vor unserem Haus gewidmet. Erholung und Entspannung kam bei unserem Urlaub obwohl wir viel sehen wollten auf keinen Fall zu kurz ;).

Auf Maui gibt es zur Bewahrung der Traditionen jeden Freitag in einem anderen Dorf ein kleines Fest. In der Hoffnung einmal das klassische Luau zu sehen sind wir also Richtung der Feier gefahren. Auf der Straße fanden sich dann ein paar Stände mit Essen, eine Band und viele lokale Künstler. Wir sind leider nur mit Handgepäck verreist weswegen wir uns wohl oder übel gegen die meisten handwerklichen Meisterleistungen entscheiden mussten. Trotzdem war es toll zu sehen, dass noch viele Handwerkgeschicke von den Bewohnern Mauis gepflogen werden und die Stücke selbst waren wunderschön. Mit Musik und gutem Essen ließen wir den Abend in dem kleinen Dorf ausklingen.

Molokini Schnorcheltrip

Ein paar Tage zuvor hatten wir uns auf Tripadvisor nach einem Schnorcheltrip umgeschaut um nach Molokini zu fahren. 5 Stunden Schnorchelvergnügen im ehemaligen Vulkankrater und in Turtle Town plus Bordverpflegung erwarteten uns. Das hieß wieder früh aufstehen, denn die Tour ging schon um 7 in Lahaina los. Nach einiger Verwirrung und Zusammenlegung von zwei Touren ging es dann auch endlich los. (Wer sich die Parkgebühren im Hafen sparen möchte – kann am National Aquarium parken und 5 Minuten zum Hafen laufen). Da es in der Nacht mal wieder geregnet hatte war das Meer sehr unruhig während wir auf dem Weg zu unserem ersten Stopp waren. Uns hat das nicht gestört, schließlich wollten wir ja ohnehin ins Wasser und ob wir da vorher schon ein bisschen nass wurden oder nicht, war uns ganz egal. Die meisten Gäste mit uns hatten einen nicht ganz so festen Magen wie wir und es gab leider viele, die sich mehrfach übergeben mussten.

Einmal am Molokini Crater angekommen hatten wir auf einmal das beste Wetter. Strahlender Sonnenschein und klare Sicht. Wir wurden komplett ausgestattet mit Schnorchelausrüstung und wenn gewünscht Wet Suits. Also wagte ich mich das erste Mal in meinem Leben ans Schnorcheln. Kurze Einführung und rein ins Wasser. Meine anfängliche Angst zu ersticken war in dem Moment vergessen als ich das erste Mal meinen Kopf unter Wasser gesteckt habe. Das Wasser war so klar, dass man ganz entspannt bis auf den Grund schauen konnte. Zahlreiche kunterbunte Korallen gab es soweit das Auge reicht. Unzählige neugierige Fische tummelten sich um uns und ließen sich gar nicht davon stören, dass auf einmal 50 Menschen um sie herum waren. Mithilfe einer Schwimmnudel konnte ich mich ganz entspannt eine Weile von den Wellen treiben lassen und einfach nur den Ausblick genießen.

Da es in Turtle Town, unserem zweiten Stop, zu stürmisch zum Schnorcheln war, beschloss unser Kapitän kurzerhand eine Whale Watching Tour anstelle des zweiten Schnorchelstops zu machen. Wir konnten auf der 1,5-stündigen Fahrt mit Umwegen zum Hafen auch  tatsächlich mehrere Wale aus dem Wasser auftauchen sehen. Gegen späten Nachmittag waren wir dann wieder zurück in unserem Apartment. Ziemlich müde vom frühen Aufstehen der letzten beiden Tage und dem vielen Schwimmen beschlossen wir an diesem Nachmittag mal unseren Pool auszukundschaften und bis zum Abend nicht mehr viel zu unternehmen.

Leider gibt es von diesem Tag nicht allzu viele Bilder, da wir beschlossen haben unsere Handys und Kamera zu Hause zu lassen, um der Gefahr zu entgehen sie auf dem Grund des Meeresboden wieder aufzusammlen.

Road to Hana

Auf den heutigen Tag haben wir uns tatsächlich ein bisschen vorbereitet. Wir sind eine der bekanntesten Straßen auf der Welt gefahren – die Road to Hana. Berühmt berüchtigt für all die Kurven und steilen Abhänge entlang der Küste, umgeben von Dschungel. Ganze 617 Kurven, 56 Brücken und 3 Stunden reine Fahrtzeit bietet euch die Strecke – denn um die geht es an diesem Tag, nicht unbedingt darum in Hana anzukommen.

Kleiner Tipp: Tankt voll auf, denn es gibt keine Tankstellen auf der gesamten Strecke. Dasselbe gilt für Snacks und Wasser – lieber mehr dabei haben als zu wenig  . Auch Schwimmsachen und ein Handtuch sind sehr empfehlenswert, falls man mal in einen der Wasserfälle oder ins Meer möchte. Wir hatten auch eine Rolle Klopapier dabei, denn mit Toiletten gibt es ebenfalls nicht.

Wir sind früh losgefahren um den Massen zu entgehen und waren bereits um 8 Uhr auf der Strecke. Ein toller Stop bevor es überhaupt losgeht ist der Ho’okipa Beach (kurz nach Paia)– so früh morgens kann man hier zahlreiche Surfer beobachten, denn der Strand ist einer der besten für hohe Wellen und mit viel Glück sehr ihr auch einige Schildkröten.

Unser erster Stopp war direkt am Meilenmarker 2. Ein relativ großer Parkplatz macht es möglich in einen der umgebenden Bambuswälder einzutauchen. Hier findet ihr die Twin Falls. Nach einer kurzen schlammigen Wanderung (anscheinend hat es hier gestern geregnet) findet man verschiedene Wasserfälle. Ganz am Ende die Twin Falls, die diesem Stop den Namen geben. Man erreicht sie nur, wenn man durch einen kleinen Bach und Pool watet. Unsere Sneaker haben wir also kurzerhand ausgezogen – denn so wasserdicht waren die dann doch nicht.

Unser nächster Stop war bereits der Meilenmarker 10 – dadurch dass es geregnet hatte entsteht hier einer der schönsten 30 Meter hohen Wasserfälle auf Maui.

Der Waikamoi Nature Trail ist einer der Trails, die anscheinend nicht so viel genutzt werden. Dabei ist der Pfad hier gut ausgebaut mit einigen Stufen und man kommt durch spannende Pflanzenwelten und hat einen tollen Ausblick auf den Dschungel. Als wir da waren, hatte es ja leider geregnet und der Pfad hat sich in ziemliches Schlammloch verwandelt. Hier lohnen sich Flip Flops und mitgebrachtes Wasser zum Füße waschen wirklich. Ich hatte leider keine dabei und musste mit meinen Sneakern durch den Schlamm (so ganz wohl ohne Schuhe in die dreckigen Löcher zu treten war mir nämlich nicht). Danach waren meine Schuhe offen gestanden reif für die Tonne. Die zentimeterdicke Schlammschicht trocknet zwar über den Tag – fängt aber leider furchtbar an zu stinken (und selbst gründliches Waschen und ein Waschmaschinengang haben nicht geholfen).

Keanae Peninsula am Meilenmarker 17 bietet ein beeindruckendes Schauspiel – gerade bei nicht so gutem Wetter. Hohe Wellen krachen an schwarzes Vulkangestein während Palmen im Wind wehen. Hier gibt es übrigens die einzige Toilette die wir auf dem ganzen Weg gefunden haben.

Unser letzter Stopp war der Waianapanapa State Beach– der berühmte schwarze Strand von Maui. Die Farben hier sind so lebendig. Dank des regnerischen Klimas wachsen hier grasgrüne Pflanzen und der schwarze Strand und die dunklen Klippen sind ein toller Kontrast für das türkisblaue Wasser. Wir sind nach dem Strand noch einfach etwas über die Klippen gewandert um von den Massen zu entkommen. Hier spürt man die ganze Macht des Ozeans.

Die meisten Besucher fahren die Road to Hana wieder in umgekehrter Reihenfolge zurück, weil das nächste Straßenstück mit Mietwagen meistens nicht erlaubt ist. Glücklicherweise hatten wir keine Einschränkungen und haben beschlossen lieber die Insel zu umrunden. Nach der Road to Hana kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, warum das Stück vom Mietwagenverleih ausgenommen ist. Die Straße hier ist gerade und viel besser in Schuss als auf der Road to Hana. Während links von einem der Ozean zu sehen ist, ragt rechts der Vulkan Haleakana auf und prägt das imposante Landschaftsbild.

Zugegebenermaßen hatten wir nicht das beste Wetter an diesem Tag, allerdings hat das unserer Freude keinen Abbruch getan.

Insgesamt waren wir etwa 9 Stunden unterwegs – mit zahlreichen Stops und dem Roundtrip um die Insel. Da die Straße sehr viel Aufmerksamkeit und Vorsicht braucht war mit uns am Abend auch nicht mehr viel los.

Seaturtles and Goodbye

Für unseren letzten ganzen Tag auf Maui wollten wir noch einmal versuchen den Schlidkröten näher zu kommen. Der Schildkrötenstrand in Ka‘anapali war also unser Ziel für den heutigen Tag. Die Gegend hier ist um einiges gehobener als in Kihei und geprägt von hochklassigen Hotels und Golfanlagen. Wir sind zum Strand durch eine dieser Anlagen gefahren und dann dem Pfad am Strand gefolgt um einen windgeschützten Platz zu finden. Dabei sind wir irgendwann in einer Bucht gelandet, die offensichtlich zu einem 5*Hotel gehörte. Liegestühle, Sonnenschirme und Schnorchelverleih inklusive. Da es offiziell ein öffentlicher Strand ist konnten wir es uns hier also bequem machen (er ist für die Öffentlichkeit zugänglich, allerdings muss man erst durch das Hotelgelände, was wohl die meisten Nichtgäste abschreckt). Die Bucht ist windgeschützt und sehr sonnig. Ein kleines Riff direkt am Strand lockt die Schildkröten an und wir konnten sie endlich beim Schnorcheln sehen und am Strand beobachten. Wir haben den gesamten Tag am Strand verbracht und sind abends noch ein letztes Mal traditionell in unser Lieblingsrestaurant „Fork &Salad“ – so zum Abschluss eines wunderschönen, erholsamen und ereignisreichen Urlaubs.

Am Ende des Urlaub sind wir beide nicht nur ein bisschen bräuner als vorher, sondern auch verliebt in das kleine Inselparadies im Pazifik.

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