Reisebericht: Perhentian Islands, das Inselparadies an der Ostküste Malaysias

Weiße Strände, kristallklares Wasser und Regenwald kann man auf den östlichen Inseln Malaysias zu genüge finde und das zu teilweise sehr günstigen Preisen. Die Perhentian Islands bestehen aus einer großen und einer kleineren Insel. Generell ist die kleinere Insel (Perhentian Kecil) etwas günstiger, es gibt Bungalow Anlagen und die Insel wird oft von Backpackern ausgesucht. Hier gibt es dementsprechend auch gute Partys am Abend. Auf der großen Insel (Perhentian Besar) findet ihr größere (und auch luxuriösere) Resorts, es ist alles etwas ruhiger und es gibt mehr Familien. Zu beachten ist allerdings, dass die Inseln nur von Mai bis Mitte Oktober bereist werden können, da danach der Monsun beginnt und die Inseln nur noch schwer zugänglich sind.

Die Anreise:

Die Anreise von Kuala Lumpur, Singapur, Cameron Highlands oder Penang ist am bequemsten per Bus oder Flugzeug. Da es auf den Inseln keinen Flughafen gibt, muss das letzte Stück auf jeden Fall per Boot zurückgelegt werden. Bei der Planung der Anreise ist es daher gut, vorher die Bootzeiten nachzuschauen, da man eventuell bei einer späten Ankunft mit dem Flugzeug keine Fähre mehr bekommt und man dann eine Nacht auf dem Festland verbringen muss.

Für uns hat sich die Anreise mit dem Nachtbus aus Kuala Lumpur meistens als die beste Anreisemöglichkeit erwiesen. Man kann Tickets von diversen Busanbietern entweder online kaufen oder am Busterminal, wo es auf Grund der Vielzahl an Unternehmen auch spontan (außer vielleicht an Feiertagen) noch Tickets geben sollte. Mit dem Nachtbus verliert man keinen Tag und kann morgens mit dem ersten Boot auf die Insel übersetzen.

Bei Fahrten über den Tag gibt es keine Garantie, dass man das letzte Boot noch erreichen kann. Es gibt zahlreiche Busunternehmen die von verschiedenen Punkten in Kuala Lumpur abfahren. Hierbei handelt es sich um moderne Reisebusse,  Achtung hier nur vor der Klimaanlage. Nehmt auf jeden Fall warme Kleidung oder eine leichte Decke mit, da die Busfahrer die Busse teilweise auf 18°C herunter kühlen. Die Fahrt mit dem Bus kostet meistens zwischen 8 und 15 Euro, das Speedboot auf die Insel kostet ca. 19 Euro (Hin- und Rückfahrt zusammen). Insgesamt ist der Trip sehr einfach und leicht zu organisieren.

Ankunft auf den Perhentians:

 

 

Die Boote fahren nacheinander beide Inseln an. Perhentian Kecil hat zwei Hauptstrände. Am Long Beach halten sich die meisten Backpacker auf. Hier gibt es auch etwas Nightlife, dafür tagsüber keinen Schatten und ein Hotel/Bungalow Anlage an der nächsten.

Auf der anderen Seite der Insel befindet sich der Coral Bay. Ein ca. 20 minütiger Fußmarsch durch die tropische Pflanzenwelt einmal quer über die Insel verbindet beide Strände, motorisierte Fahrzeuge gibt es auf der Insel nicht. Außerhalb der Feiertage ist es nicht nötig vorher eine Unterkunft zu buchen, man sollte eventuell nur vorher überlegen, an welchen Strand man zuerst möchte, da der Fußmarsch über den kleinen Berg bei meist vorherschenden 35°C und 90% Luftfeuchtigkeit mit Gepäck und nach einer langen Anreise nicht gerade angenehm ist.

Unterkünfte auf Besar und Kecil:

Wie bereits erwähnt, gibt es auf der kleineren Insel (Kecil) hauptsächlich Bungalow Anlagen und Backpacker Unterkünfte und nur wenige luxuriösere Resort, dafür sind die Unterkünfte hier sehr günstig. Auf der größeren Insel (Besar) befinden sich die größeren und teureren Resorts. Aber auch hier kann man im Vergleich zu Deutschland auch in etwas gehobeneren Anlagen durchaus Schnäppchen finden.

So gut wie alle Unterkünfte befinden sich direkt am Strand. Wir haben auf der kleinen Insel im Senja Bay Resort gewohnt. Hier gibt es saubere, einfache Bungalows und einen freundlichen Service. Liegen am Strand sind inklusive.

Auf der großen Insel haben wir im Perhentian Island Resort gewohnt. Hier ist der Standard etwas gehobener, die Zimmer sind in gut ausgestatteten Bungalows die sich in einem großzügig angelegten Garten befinden. Hier gibt es einen Pool und auch einen kleinen Fluss in dem durchaus der ein oder Waran wohnt. Da die Tiere ziemlich groß werden, haben wir uns bei der ersten Begegnung doch etwas erschrocken. Die Warane sind aber harmlos und meistens schreckhaft, so dass sie meistens schnell weg laufen.

To do:

Das Wasser ist an den meisten Stränden ziemlich flach. Am Long Beach gibt es nicht so viel zu sehen, aber am Coral Bay kann man direkt vom Strand aus los schnorcheln und einige schöne Korallen und viele bunte Fische sehen.

 

 

Auf der größeren Insel ist das Highlight der Turtle Bay. Vom Privatstrand des Perhentian Island Resorts kann man einfach losschwimmen und riesen Meeresschildkröten sehen. Auch Schnorchel Touren die man überall auf den beiden Inseln buchen kann halten hier. Die Touren gehen den ganzen Tag und kosten zwischen 6 Euro (kleine Insel) und 10 Euro (große Insel) inklusive Equipment. Der Ausflug zu verschiedenen Schnorchel Spots lohnt sich in jedem Fall, da man rund um die Perhentian Islands schon beim Schnorcheln eine unfassbare Unterwasserlandschaft sehen kann. Hier gibt es bunte Korallenriffe, Nemos, kleine Haie und Meeresschildkröten. Hier sollte unbedingt darauf geachtet werden, in keinem Fall auf die Korallen zu treten, damit diese auch weiter erhalten bleiben.

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