Reisebericht Singapur – 3 Tage in der Stadt der Superlative

Langkawi (Malaysia) → AirAsia (47€) → Singapur
Singapur → AirAsia (151€) → Denpasar (Bali)

Dienstag, 01.09.2015

Um 7.15 Uhr sind wir an dem „riesigen“ Flughafen von der malaysischen Insel Langkawi angekommen. Dort haben wir uns schnell etwas zum Frühstück geholt, eingecheckt und dann auf das Boarding gewartet. Eigentlich sollten wir um 8.55 Uhr fliegen…zu der Zeit war aber weit und breit noch kein Flugzeug in Sicht und auf den Tafel war nichts von „Delay“ zu lesen…Naja, dann haben wir uns unseren vorerst letzten Teh Tarik gegönnt. Das ist Schwarztee mit süßer Kondensmilch…manchmal etwas zu süß aber suuuper lecker! Das trinken die Malaysier hier so ziemlich den ganzen Tag…könnte ich mich dran gewöhnen 😀

Um 9.45 Uhr saßen wir dann endlich im Flugzeug und um 11.20 Uhr sind wir schließlich gelandet. In Singapur angekommen ging es erst mal ab durch die Passkontrolle. Die hat mich ein bisschen an die USA erinnert; wir mussten angeben wie lange wir bleiben, was wir importieren und wo wir genau wohnen etc. Auf dem Kofferband lagen unsere Backpacks schon abholbereit. Leider haben wir uns zu früh gefreut…als wir am Zoll vorbei wollten, wurden wir rausgezogen. Unsere Rucksäcke und Taschen mussten nochmal durch den Scanner. „Do you have Pepperspray with you? “ Ja, klar, hatte ich… als Mädel sollte man schon etwas vorsorgen, man kann ja nie wissen! Ich musste den kompletten Rucksack auspacken, es rausholen und wurde damit zum Police Office gebracht. War gar nicht mal so ein angenehmes Gefühl dort zu sitzen und nicht zu wissen, was genau jetzt passiert. Meine ganzen Daten wurden aufgenommen, Reisepass kopiert und ich musste mindestens drei Mal erzählen, wo, wann und wieso ich das Spray gekauft habe, mit welchem Flug wir weiterfliegen etc … Das Einführen von Pfefferspray ist anscheinend genauso, wie E-Shisha, E-Zigaretten und den üblichen Dingen wie Messern usw. in Singapur verboten– na das weiß ich jetzt auch!




Mittlerweile hatten wir einen riesen Hunger und zur Krönung gab es noch einen Systemfehler im Computer…Zwei Stunden, viel Magenknurren und 1000 Unterschriften später saßen wir endlich in der Bahn zu unserem Hostel. Wir haben uns einen 3-Tages-Touristenpass für ca.15 Euro gekauft, damit kann man so viel fahren, wie man möchte – ziemlich guter Deal! Die Bahnen hier sind super modern, man darf dort weder essen noch trinken, geschweige denn Kaugummi kauen. Die kann man auch in Singapur fast nirgendwo kaufen und das Kauen ist sowieso in der kompletten Stadt verboten…ganz schöne Herausforderung für mich kleinen Suchti 😉

Die Fahrt war leider viel länger als gedacht, aber gegen 15 Uhr sind wir endlich im River City Inn angekommen, welches wir vorher über hostelworld.com gebucht hatten. Wir wurden super lieb begrüßt und haben erst mal ein Wasser bekommen. Das Hostel ist echt super.: nur ca. 5 Minuten von der Bahnstation, Personal sehr freundlich, Waschräume super modern, die Küche und die Lobby gemütlich, die Dorms wie immer. Hier zahlen wir 20€ pro Person pro Nacht – naja, ist halt Singapur und noch relativ günstig dafür.

Lau Pa Sat: Ältester Foodcourt Singapurs

Lau Pa Sat: Ältester Foodcourt Singapurs

Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, kam uns auch schon unser persönlicher City Guide abholen. Er ist der Bruder von dem Freund einer sehr guten Freundin, macht gerade sein Auslandssemester hier und hat sich bereit erklärt und ein bisschen die Stadt zu zeigen. Erster Stop: ältester Food Court Singapurs: ESSEN :D. Jetzt waren wir bereit für die City Tour! Zuerst sind wir zum Wahrzeichen der Stadt der Löwenmeerjungfrau am Hafen gelaufen, von wo man das berühmte Hotel Marina Bay Sands sehen kann. Von dort sind wir durch die Lobby des ältesten Hotel Singapurs spaziert und dann erst mal zu Starbucks und haben dort unseren Kaffee mit Blick auf das Marina Bay genossen. Aber nur angucken reichte uns nicht: weiter sind wir also zum Marina Bay gelaufen, um von der Plattform die Aussicht auf die Stadt zu genießen. Eigentlich kostet der Eintritt 20€ aber wir haben einfach gesagt, dass wir zum Dinner hoch möchten – dann kommt man kostenlos hoch.

Für das Dinner hat unser Budget aber dann leider nicht gereicht… Der Ausblick von oben war der Hammer! Alle Gebäude, der berühmte Garten von Singapur waren beleuchtet. Leider war dort eine Absperrung, weswegen man nicht direkt an das Geländer konnte. Zum Glück ist unser Guide genauso wenig auf den Mund gefallen wie ich. Zusammen haben wir die Security Boys beschnackt, ob wir ganz kurz für ein Foto durch dürfen…schwub die wupp waren wir auch schon hinter der Absperrung! Nach unserem kleiner Fotosession sind wir durch das Einkaufszentrum unterhalb der Türme gelaufen, haben uns etwas zum snacken geholt und uns damit auf Liegen direkt am Wasser mit Blick auf Marina Bay und die restliche Skyline gechillt.

ausblick-vom-marina-bay-sands_singapur

Mittwoch, 02.09.2015

Erster Stop war die ION Mall (einer der 10.000 Malls hier). Da wir am Abend mit unserem Guide und dessen Kommilitonen feiern gehen wollten, mussten für meine Freundin noch ein Outfit besorgen. Erstaunlicher Weise ging das ziemlich schnell, also sind wir weiter nach Little India. Dort ist man direkt in einer ganz anderen Welt. Wir sind aus der Bahnstation direkt auf einem riesigen Markt gelandet, wo es endlich mal nicht überteuertes frisches Obst gab…unsere Vitaminspeicher haben sich gefreut!

orchideengarten_singapurMit der Bahn weiter ging’s zum Botanischen Garten, der uns von jedem empfohlen wurde. Er ist sehr gepflegt, es gibt viele außergewöhnliche Blumen und Pflanzen. Wir sind zum Orchideen Garten gelaufen (kostet eig. 4€ Eintritt, aber es gab zu der Zeit ein Student Special weshalb wir selbst ohne Ausweis kostenlos reingekommen sind). Der Garten war wirklich wunderschön, meine Omi wäre da im Paradies gewesen.

Nachmittags waren wir wieder mit unserem Guide verabredet; wir wollten versuchen in den berühmten Infinity Pool vom Marina Bay Hotel zu kommen. Das geht eigentlich nur als Gast, aber wir hatten den perfekten Plan…der dann leider nicht so ganz geklappt hat…man kann ja nicht alles haben! Meine Freundin ist dann zurück ins Hostel und ich mit unserem Guide weiter an den Strand von Singapur gefahren. Ja ihr habt richtig gelesen: Strand! Stellt euch vor, sowas gibt’s hier auch! Man muss von der Harbour Front nochmal mit einem Extra-Zug für 3€ auf die Insel fahren. Dauert ca.10 Minuten, der Strand ist zwar künstlich angelegt, aber man kann dort super unter den Palmen im Sand relaxen und schwimmen. Perfekt, wenn man mal eine Auszeit von dem ganzen Stadt-Trubel braucht!

Zurück im Hostel haben wir uns schnell fertig gemacht und sind dann los Richtung Chinatown. Das wurde uns fürs Abendessen empfohlen, da es relativ günstig und sehr lecker sein soll. Bei uns gab’s chinesische Pizza, gefüllte chinesische Pfannkuchen und irgendwas undefinierbares (haben nachher rausgefunden, dass es Kartoffelsalat und Sojanudeln waren … ).




Gut gestärkt sind wir weiter zu der Studenten-WG von unserem Guide. Er zahlt dort für ein 8 m² großes Zimmer in einer Wohnung mit sechs Mitbewohnern in einem etwas ärmeren Viertel ca. 800€ Miete… aber sie haben immerhin einen Pool im 8.Stock und ein cooles Rooftop, wo wir dann auch unsere Drinks genossen haben. Gegen 24 Uhr haben wir uns auf den Weg zum Club gemacht – natürlich mit dem Taxi, ohne geht hier nichts! ..und mit Chucks feiern gehen geht hier definitiv auch nicht. Die Jungs müssen mindestens ein Hemd anhaben und meist bis zu 20€ Eintritt zahlen, als Mädel kommt man normalerweise kostenlos rein, aber auch nur mit dem entsprechenden Outfit und Schuhwerk. Ist ja eigentlich nicht so mein Ding, aber ab und zu kann man das mal machen.

Die Location und die Musik waren echt gut, nur leider hat man es mit der Klimaanlage ein bisschen zu gut gemeint…es war einfach suuuuper kalt! Ich weiß, ich bin eine Frostbeule aber sogar meiner Freundin war trotz tanzen kalt. Ein Wunder eigentlich, dass die ganzen Asiatinnen nicht erfrieren mit den „Klamotten“ bzw. eigentlich muss man es eher Stoffetzen nennen, die sie alle anhaben. Generell waren die alle aufgetakelt bis zum geht nicht mehr. Auch wenn wir das noch nicht mal ansatzweise waren, stachen wir zwei Blondinen ziemlich raus … teilweise hat man sich gefühlt wie im Zoo. Zum Glück hatten wir unseren Aufpasser 😉 Als sich irgendwann allerseits Hunger bereit gemacht hat, sind wir los zu McDonalds für einen kleinen Mitternachts- bzw Morgensnack (natürlich mit dem Taxi ;)).Dort saßen wir dann noch lange und haben geschnackt, bis wir dann irgendwann müde in unser Bunkbed geplumst sind! Natürlich so ruhig wie möglich, um unsere acht Zimmergenossinnen nicht aufzuwecken…

Donnerstag, 03.09.2015

Um 10.30 Uhr ging der Wecker, dann war frühstücken, packen auschecken angesagt! Anschließend „mussten“ wir nochmal los Richtung Chinatown, da wir leider zu viel Geld abgehoben hatten und das leider noch sinnvoll investieren: Klamotten, was sonst?!… und „Chopsticks for Beginner“…in der Hoffnung auf weniger peinliche Momente in den Food Courts. Denn dort gibt es leider weder Messer noch Gabel und unsere Chopstick-Künste lassen definitiv zu wünschen übrig…

Später sind wir nochmal an den Hafen in eine Mall, wo wir uns erst mal durch jegliche Sorten von Mooncake durchgefuttert haben. Das ist hier eine Spezialität; die Kuchen haben ca.8 cm Durchmesser und sind 3 cm hoch…und kosten nur 50€ für acht Stück – richtiges Schnäppchen! Fragt mich nicht, wer für so etwas so viel Geld ausgibt, aber anscheinend gibt es genug Abnehmer… Uns soll es egal sein, wir haben an jedem Stand fast jede Sorte durchprobiert…das musste reichen 😀 Die 30 km, die wir in dem letzten zwei Tagen hier gelaufen sind und die kurze Nacht machten sich so langsam bemerkbar.

Also sind wir zurück ins Hostel, wo wir noch bis 18 Uhr gechillt haben, bevor es los zum Flughafen ging. Das ist ein richtiger Vorzeige-Flughafen! Es gibt Ladestationen, WLAN und Computer mit Internet und jedes Gate hat seinen eigenen Security Check. Man bekommt dort eine Plastikkarte mit der Nummer seiner Box mit den Sachen drin…das nenne ich mal organisiert! Pünktlich um 20.25 Uhr war Boarding und um 21.15 Uhr gings auf in die Luft!

hafen_panorama_singapur

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