Backpacking in Thailand – Reisebericht und nützliche Tipps

Ein Tagebuchauszug von unserer Redakteurin Anna


Frankfurt → Peking → Bangkok (Flug Air China 630€)
Bangkok → Kho Samui (Nachtbus und Fähre 26€)
Kho Samui → Kho Phangan (Fähre 7€)
Kho Phangan → Donsak → Krabi (Fähre, Bus 22€)
Krabi → Kho Phi Phi (Fähre 11€)
Kho Phi Phi → Phuket (Fähre 10€)
Phuket → Khao Sok Nationalpark (Bus 5€)
Khao Sok Nationalpark → Suratthani (Bus 2€)
Suratthani → Bangkok (Flug AirAsia 30€)
Bangkok → Frankfurt

Samstag, 04.01.2014/ Sonntag, 05.01.2014

Um 15.00 saßen meine Freundin und ich im ICE von Siegburg Richtung Frankfurt Flughafen. Um 19.15 Uhr saßen wir dann endlich im ersten Flieger von Air China in Richtung Peking. Der Flug ging dank guten Filmen schnell vorbei.

In Peking angekommen hatten wir erst mal einen kleinen Kulturschock… die Chinesen sind wirklich alles andere als freundlich. Lachmuskel haben die irgendwie alle nicht, und Englisch gesprochen haben sie auch nicht. Wir haben uns ein bisschen verloren gefühlt, weil und keiner so genau sagen konnte, wo wir eigentlich hin müssen.

Irgendwie haben wir dann doch den richtigen Schalter gefunden und saßen dann nach einem erneuten Sicherheitscheck und kurzem Warten im nächsten Flieger Richtung Bangkok. Ca. 4,5 Stunden später (18 Uhr Ortszeit) sind wir endlich in Bangkok gelandet. Die Flüge hatten wir im Mai über Opodo für 630€ gebucht.

Als wir in Bangkok durch die Passkontrolle waren, kamen auch schon unsere Rucksäcke auf dem Gepäckband auf uns zu gerollt. Jetzt mussten wir nur noch irgendwie zum Hotel. Für 1€ sind wir mit dem Airport Express Zug in die Stadt gefahren und von dort zu Fuß weiter zum „Asia Hotel Bangkok“, wo wir für die ersten beiden Nächte bei booking.com ein Zimmer gebucht hatten. Für ca. 22€ pro Nacht pro Person hatten wir echt ein tolles Zimmer. Panoramablick über die Dächer Bangkoks, TV, Badewanne, Kingsize-Bett, Wasserkocher mit Tee und Kaffee, Obstteller etc.

Montag, 06.01.2014

Dank des Jetlages waren wir schon um 7.00 Uhr wach, also haben wir uns auf den Weg zum Frühstücksbuffet gemacht. Wir waren echt positiv überrascht: frisches Obst, Joghurt, Cornflakes, Toast, Reis, Hähnchen, Salat, Suppe, jegliche Sorten von Ei, Croissants und sogar frische Pancakes!

Nach dem ausgiebigen Frühstück sind wir Richtung Siam Center, ein riesiges Shoppingcenter, gelaufen. Dort gab es auch ein Madame Toussaus Wachsmuseum. Da wir Beide noch nie in einem gewesen sind, haben wir uns den Spaß mal gegönnt. Ob ein Küsschen an Justin Bieber, auf der Bühne mit Michael Jackson, mit Marilyn Monroe Perrücke und weitem Faltenrock neben ihr auf dem Luftschacht, auf der Couch mit Oprah oder am Espresso trinken mit George Clooney – alles war möglich!

Wachsmuseum Bangkok

Nach dem Besuch des Central World Center sind wir zum Erawan Shrine. Das ist ein riesiger Schrein, wo den ganzen Tag ein ununterbrochenes Kommen und Gehen herrscht. Kostümierte Tänzerinnen, Gläubige die den Schrein mit Blumenkränzen, Obst und anderen Gaben überhäufen und anbeten…eine ganz andere Welt einfach.

Von dort sind wir mit der Bahn zum Central Pier gefahren, um von da aus für 1€ mit einem Boot zu Bangkoks Chinatown (Yaowarat) zu gelangen. Riesige Lagerhallen mit Gewürzen, Stoffen – die Bürgersteige übersäht mit Türmen aus Obst und Gemüse, Garküchen, Kisten und Körben; Läden vollgestopft von Tupperdosen über Kinderspielzeug und Schmuck (Ohja wir waren im Paradies!)…also mit Allem, was man nicht braucht…

Nach langem Herumgestöber haben wir uns erst mal einen Iced Coffee gegönnt un uns dann mit unserem Lebensretter Namens „Tripadvisor App“ auf Weg zum Hua Lamphong Hauptbahnhof gemacht, um von dort zurück zum Hotel zu gelangen. Nach unserem ersten Abendessen in der Garküche haben wir uns und den platten Füßen eine schöne Thai Massage gegönnt. Eine Stunde von Kopf bis in die Zehenspitze für ca.5€! Später haben wir uns eine Cabarett Show mit richtigen Ladyboys in unserem Hotel angeschaut und sind dann auch tot ins Bettchen gefallen. Die ganzen Eindrücke von heute mussten erst mal verarbeitet werden.

Dienstag, 07.01.2014

Pool Bayantree BangkokNach dem ausgiebigen Frühstück hieß es: Bikini an, Sonne tanken und schwimmen – und das im 12. Stock mit Blick auf Bangkok! Kann man sich einen besseren Start in den Tag vorstellen?!

Nachdem wir um 12 Uhr ausgecheckt hatten, sind wir mit dem Taxi in unser nächstes Hotel gefahren. Das „Bhiman Inn“ ist näher an den ganzen Sehenswürdigkeiten und der Khao San Road (Backpackerviertel) gelegen und kostet uns nur ca. 16€ pro Nacht pro Person. Von dort sind wir zum Southern Bus Terminal, wo wir uns die Bus-und Fährtickets nach Kho Samui (Kho=Insel) holen wollten,  damit am Donnerstag nicht alles ausgebucht ist.




Online haben wir leider keine Möglichkeit gefunden, diese zu reservieren. Der Terminal liegt ziemlich weit außerhalb (ca.30 Minuten), man ist also auf ein Taxi angewiesen. Die Tickets (Donnerstag um 19 Uhr VIP Bus nach Donsak, von dort morgens mit der Fähre weiter nach Kho Samui) haben uns jeweils 26€ gekostet.

Nach einer kleinen Stärkung haben wir uns wieder ein Taxi genommen, das uns zum Wat Suthat (Wat=Tempel) bringen sollte…der Taxifahrer konnte – wie die meisten hier – kein Wort Englisch und hat einfach irgendwann angehalten und meinte „okay?“ Da wir dachten, dass wir angekommen wären sind wir ausgestiegen. Unser Navi wusste nicht, wo wir waren… beste Voraussetzung! Zum Glück hat uns dann eine super nette Japanerin angesprochen, die ein funktionierendes Navi hatte.

Man kann sich in Thailand für ganz wenig Geld eine SIM Karte mit ca. 2GB Datenvolumen holen. So hat man immer die Möglichkeit, falls man verloren geht zu checken, wo man ist. Die Offline Karte von der Tripadvisor App funktioniert zwar fast immer, aber eben nur fast! Nachdem uns bewusst geworden ist, dass wir am komplett anderen Ende der Stadt waren (Danke Taxifahrer!) sind wir mit der Japanerin zur nächsten Bahnstation gelaufen, von wo wir zum Wat Saket gefahren sind. Das ist ein riesiger Tempel, von dem man 318 Stufen auf den „Golden Mount“ hinaufsteigen kann. Von dort hat man eine fantastische Aussicht auf die Skyline Bangkoks – Dank unseres perfekten Timings sogar mit Sonnenuntergang.

Abends sind wir zur Khao San Road, da ist auf jeden Fall immer was los! Bars, Shops, Musik, Hostels, Restaurants, Garküchen und natürlich Backpacker. Wir haben gemütlich unseren Cocktail geschlürft, Shisha geraucht und haben Leute beobachtet. Hier laufen Thais mit Spießen, wo ca. 6cm große schwarze frittierte Skorpione dran stecken rum…sieht sehr appetitlich aus…

Naja probiert haben muss man es ja mal! Schmeckt eigentlich gar nicht sooo schlimm, ein bisschen wie Chips. Um 2 Uhr müssen alle Bars schließen, dann kommen die Ladyboys aus ihren Ecken, um sich die beschwipsten Touristen zu schnappen – äußerst amüsant zu beobachten.

Mittwoch, 08.01.2014

Nach dem Frühstück im Hotel (hier kann man zwischen Pancakes, Müsli oder Toast mit Rührei auswählen) sind wir zumWat Pho – ein Tempel in dem ein 44 Meter langer vergoldeter Buddha liegt. Die Anlage an sich war auch wunderschön, alles bis ins kleinste Detail mit bunten Steinen besetzt. Danach sind wir los zum Fluss, von wo wir nach einer kleinen Kaffeepause mit dem Longtailboot eine Tour zu den schwimmenden Märkten und durch ein paar Kanäle gemacht haben. Echt krass zu sehen, wie manche Menschen da wohnen bzw. wie sich die Häuser oder besser gesagt die Holzbuden auf den nicht sehr stabil aussehenden Pfählen halten.

Anschließend sind wir am Wat Arun vorbei (Tempel der Morgenröte) – auch wunderschön. Zum Dinner gab es frische Frühlingsrollen und Thai Gemüse mit Hähnchen bzw. Sea Food für ganze 3€ und als Dessert eine schöne Massage. Nach einem kleinen Verdauungsschläfchen haben wir uns fertig gemacht, heute wollten wir endlich in die berühmte Skybar! Das ist die, wo einige Szenen aus dem Film „Hangover 2“ gedreht wurden – im 64. Stock vom Skytower. Man kann sich ja denken, was man von dort oben für einen spektakulären Ausblick hat.

Da wir keinen Eintritt gezahlt haben, dachten wir uns, gönnen wir uns mal einen Cocktail. Der hat uns ganze 15€ gekostet und war mit der schlechteste, den ich in meinem Leben getrunken habe. Also- Finger weg und lieber dort die Aussicht genießen und später woanders etwas trinken… Zum Beispiel in einem der Flying Bars. Das sind alte VW Busse, die zu Bars umgebaut wurden und auf den Straßen im Party-Viertel Sukumvith stehen. Danach sind wir im Club „Levels“ noch eine Runde das Tanzbein schwingen gegangen- eine super coole Location und gute Musik!

Donnerstag, 09.01.2014

Nach einer doch etwas kurzen Nacht mussten wir schnell frühstücken und auschecken, unsere Rucksäcke konnten wir zum Glück im Hotel zwischenlagern. Aus dem Plan erst in den letzten Tagen in Bangkok zu shoppen wurde leider nichts – das Angebot ist einfach zu verlockend. Zwei Tops, ein Kleid und zwei Hosen für weniger als 20€. Ein bisschen Kultur war aber auch noch drin. Mit dem Tuk Tuk sind wir zum Big Buddha (Luang Pho To) (32 Meter hoch und 11 Meter breit) gefahren, sehr spektakulär! Er steht beim Wat Indrawihan, wo wir Vögel frei fliegen lassen haben– das soll Glück bringen.

Später waren wir noch gemütlich auf der Khao San Road ein Eis essen. Gegen 17 Uhr haben wir uns dann wieder auf den Weg ins Hotel gemacht und sind von da aus dann mit dem Taxi zum Busbahnhof. Dort haben wir noch schnell etwas gegessen – also an die Schärfe müssen wir uns echt noch gewöhnen- und kurze Zeit später saßen wir dann in unserem VIP Bus. Dieser hatte eine Klimaanlage und nur 24 Sitze, die auch extra groß waren.

Man hat sogar eine Decke, Wasser, ein Trinkpäckchen, Nüsse und ein süßes Brötchen mit einer undefinierbaren Füllung bekommen. Als wir bei unserer ersten Pause von der Toilette (wenn man es so nennen kann) kamen, hat uns erst mal der Schock getroffen: der Bus war weg!!! Zum Glück waren wir nicht die einzigen und nach 30min kam er dann auch wieder…das wäre es noch gewesen, dass der mit unseren Rucksäcken davon fährt und wir irgendwo mitten in der Nacht in der Pampa feststecken…

Freitag, 10.01.2016

Um 6 Uhr sind wir in Donsak angekommen, wo wir direkt weiter auf die Fähre sind. Um kurz vor acht haben wir dann schon in Koh Samui angelegt. Vom Pier sind wir mit dem Minibus zu „Nids Bungalow“ gefahren, das wir zuvor über booking.com für drei Nächte gebucht hatten.

Hier gibt es 20 Bungalows, einen kleinen aber sauberen Pool mit Liegen, Frühstück (inklusive), und es ist ca. 10 Minuten zu Fuß zur Zivilisation, und ca. 20 Minuten vom Strand entfernt. Wir konnten zum Glück sofort einziehen, haben nur kurz unsere Sachen abgelegt und uns auf den Weg in die „Stadt“ gemacht. Dort haben wir gefrühstückt (um 9 Uhr morgens ist hier echt tote Hose), den Strand abgecheckt und auf dem lokalen Markt frische Mango und Ananas gekauft.

Dann haben wir uns an den lang ersehnten Strand gelegt. Wir lagen allerdings keine 15 Minuten, als es sich auf einmal richtig zugezogen hat. Die Wellen wurden immer höher und es wurde super windig… und schwup die wupp fing es an zu regnen. Also haben wir ganz schnell alles zusammengepackt und sind in das nächst gelegene Café geflüchtet. Dort haben wir uns erst mal einen frischen Kokosnuss-Milchshake gegönnt. Als es aufgehört hatte zu regnen, haben wir uns auf den Weg zu unserem Bungalow gemacht und uns dort an den Pool gelegt.

Zu Abend gegessen haben wir in einem richtig leckerem Restaurant bzw. es ist eigentlich eher eine riesige Garküche mit einem Dach und ausreichend Sitzgelegenheiten. Für nur 7.50€ haben wir Cashew-Frühlingsrollen, Mangosalat und Reis mit Hähnchen süß- sauer und ein Kürbiscurry verspeist…hier kann man es aushalten! Anschließend sind wir noch ein bisschen durch die Straßen geschlendert und letzendlich in der Cha-Cha-Moon-Bar gelandet, wo zufälligerweise an diesem Tag ein DJ aufgelegt hat. Die Location ist der Hammer; direkt an Strand mit Liegen, überall Lichterketten und Lampen, Shisha und leckere Drinks.

Samstag, 11.01.2014

Nach dem Frühstück (Kaffee, Tee, Toast, frisches Obst, Joghurt und Rührei) haben wir uns auf die Suche nach einem Roller gemacht. Wir beide sind zwar noch nie einen gefahren, aber irgendwann ist ja bekanntlich immer das erste Mal… no risk, no fun! Wir wollten ja auch schließlich etwas von der Insel sehen, wenn wir schon mal da sind.

Für 4,50€ haben wir uns also einen kleinen Flitzer für einen Tag gemietet… Wir mussten unsere Reisepässe als Pfand hinterlegen. „Helm“ bzw. Eierschüssel auf und los ging unsere kleine Spritztour. Erster Halt waren der Grandfather and Grandmother Rock (Hin Ta und Hin Yai), die befinden sich auf einem Felsplateau am südlichen Ende des Lamai Beach. Ihre Form ähnelt einem weiblichen und einem männlichen Geschlechtsteil, sie werden von den Einheimischen als Fruchtbarkeitssymbole verehrt. Die Legende besagt, dass einst gestrandetes Pärchen an dieser Stelle zu Stein geworden sein soll.

Weiter ging es auf Koh Samuis höchstem Berg Khao Pom (635 Meter) zum „Tarnim Magic Garden“. Die Straße ging teilweise echt steil nach oben, aber unser Flitzer hat uns nicht im Stich gelassen und es war echt angenehm durch die Dschungellandschaft zu fahren. Wieder zurück auf der Hauptstraße gings weiter zum Hin Jad Wasserfall – hochmotiviert sind wir dem Schild „Way to the waterfall“ gefolgt. Nach 20 Minuten bergauf über einen halb zugewachsenen Trampfelpfad mit glitschigen Steinen fing es dann richtig schön an zu schütten und als uns dann Leute entgegenkamen, die meinten es dauert noch ca. 30 Minuten dachten wir uns : Ne! Pitschenass haben wir uns also unten ins Café gesetzt und eine Milchshake-Pause gemacht, bis der Regen aufhört hatte.

Gegen 18 Uhr waren wir zurück, schnell duschen und essen, sodass wir pünktlich um 21 Uhr auf unseren reservierten Plätzen im Chaweng Boxstadium saßen. Dort haben wir uns einen richtigen Muay Thai (Thaiboxen) Kampf angeschaut. Muay Thai gilt als härteste Sportart der Welt; erlaubt sind Schläge mit Fäusten und Ellebogen, Tritte mit Füßen und Stöße mit den Knien. Jeder Kampf ist mit zeremoniellen Regeln verbunden und dauert fünf Runden; die meisten waren allerdings bereits in der dritten zuende. Drei von zehn Verlierern mussten mit der Trage aus dem Ring geholt werden…es ging teilweise wirklich brutal zu. Sollte man sich aber auf jeden Fall mal live angesehen haben!

Sonntag, 12.01.2014

Morgens haben wir nach dem Frühstück ein Stündchen am Pool gechillt und sind anschließend dann noch ein bisschen mit dem Roller rumgecruist, den hatten wir ja schließlich 24 Stunden gemietet! Dann hieß es Beach Time… zum Glück heute ohne Regen sondern mit Sonne und richtig coolen Wellen. Nach dem Abendessen haben wir uns mal wieder eine Massage gegönnt und später noch einen Drink am Strand genommen und im „The Green Mango Club“ ein bisschen getanzt.

Montag, 13.01.2014

Um 12h hat uns das Taxi zur Fähre gebracht, von dort sind wir ca. 50 Minuten übers Meer nach Kho Phangan gefahren. Zu Fuß sind wir vom Pier zum „Palio Hostel“ gelaufen, das direkt in Haad Rin liegt. Unser Bungalow ist sehr dunkel, hat nur eine Steckdose (unter der Decke!), viele Mücken, die Klimaanlage funktioniert nicht und die Möbel haben auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel…aber die Lage ist sehr gut und immerhin funktioniert das Wifi.

Sonnenuntergang Kho Phangan

Pro Person Pro Nacht zahlen wir 20 Euro, ohne Frühstück. Das ist für den Service echt viel aber es ist genau während der Full Moon Week weg und zu dieser Zeit im Monat ist alles immer viel teurer! Wenn man die Full Moon Party auf Kho Phangan erleben möchte, sollte man sich auf jeden Fall frühzeitig um ein Hostel in Haad Rin kümmern, die sind super schnell ausgebucht! Wir sind den ganzen Tag in den Straßen rumgelaufen, haben in den Shops gestöbert und den Inselguide gelesen.

Für die Insel gibt es sogar eine eigene App! Bis jetzt gefällt es uns hier (abgesehen von Unterkunft) viel besser als auf Kho Samui. Hier ist alles viel näher beieinander und man muss nicht immer Jahre irgendwo hin laufen. Abends sind wir an den Strand gegangen, denn dort ist alles voll von kleinen Buden, die Getränke verkaufen. Die Thais machen Feuershows, alle sind gut drauf und es wird fleißig zu guter Musik barfuß im Sand getanzt. Zudem gibt es überall Stände, wo man sich mit Neonfarbe anmalen lassen kann, die im Schwarzlicht leuchtet. Hier hängen am Strand überall Schwarzlichtlampen… sehr cooles Feeling, obwohl noch nicht mal Vollmond ist!

 

Dienstag, 14.01.2014

Nach einem Frühstück mit wunderschönem Blick aufs Meer sind wir los zum Strand. Ziemlich genau war es der Strand vom „Cocohut Village Beach Resort & Spa“, aber im Bikini fällt man da ja nicht auf… Es war dort wirklich wie im Paradies. Thailand, wie wir es uns die ganze Zeit vorgestellt haben: weißer Sand, türkisblaues Wasser, blauer Himmel und Palmen wohin das Auge sieht reicht…

Wir haben den ganzen Tag bis zum Sonnenuntergang dort verbracht, dann fing es leider wieder an zu regnen, also sind wir schnell ins Bungalow und dann los, um etwas zu essen. Zu unserem Hostel gehört ein Thai Boxing Stadium, dessen „Fitnessstudio“ wir kostenlos mitbenutzen dürfen. Also haben wir dort vorbildlich eine Bauch-Beine-Po-Session gemacht und nach dem duschen sind wir wieder zum Strand eine Runde tanzen.

Mittwoch, 15.01.2014

Heute haben wir uns nochmal einen Roller gemietet. Erst mal die Hauptstraße zu finden, war gar nicht so einfach, aber nach mehrmaligem Nachfragen konnten wir endlich die Westküste entlang nach Thongsala, der Hauptstadt der Insel, durchstarten. Der Weg war echt abenteuerlich; es ging immer richtig steil nach oben und dann genauso steil wieder abwärts…. naja ein Bisschen Achterbahn Feeling hat ja noch nie jemandem geschadet!

Die Strecke an sich war aber wunderschön: die Küste auf der einen und der Palmendschungel auf der anderen Seite. In Thongsala angekommen haben wir uns auf die Suche nach dem PAC (Phangan Animal Center) gemacht. Das ist eine Auffangstation für verlorene Tiere, hauptsächlich Hunde. Meine Freundin hat darüber in dem Inselguide gelesen und uns via Email angemeldet. Sie überlegt im März / Mai für zwei Monate dort Freiwilligendienst zu machen.

Weiter ging unsere Tour in Richtung Nordküste, wo wir in Choklum Halt gemacht haben und dort das beste Mangoeis unseres bisherigen Lebens gegessen haben… mit Blick auf einen trauhaften Strand! Weiter ging es zu Kho Ma, eine klitze kleine Insel, die über eine Sandbank mit Kho Phangan verbunden ist. Dort kann man wunderbar schnorcheln. Der Rückweg war auch eine super schöne Strecke durch den Kokospalmendschungel, vorbei an ganz vielen Kokosnuss-Farmen (ich habe noch nie so viele Kokosnüsse auf einem Haufen gesehen!)

Kokosnussfarm Kho Phangan

 

Gegen 18 Uhr waren wir zurück und dann erst mal duschen und fertig machen für die Fullmoonparty!!! Wie bereits erwähnt ist das ein mega Ding hier auf der Insel jeden Monat. Die Insel ist komplett ausgebucht und von den Nachbarinseln kommen Fähren mit bis zu 10.000 weitere Leute für die Nacht, um am Strand den Vollmond zu feiern. In unserem Hostel ging es um 20 Uhr mit einer Pre-Party los. Es gab kostenloses Bodypainting, Drinks und ein super leckeres thailändisches Buffet.

Die Stimmung war super und es waren echt ein paar lustige Leute aus der ganzen Welt dabei. Als die Teller und Becher leer waren und alle fertig angemalt, sind wir gemeinsam weiter zum Strand gezogen. Und dort war echt die Hölle los! Es wurden noch mehr Buden,Stände, Bühnen und sogar Rutschen aufgebaut, überall war Musik und Menschen in Neonklamotten mit Bodypainting in Partylaune…krasse Erfahrung!

Donnerstag, 16.01.2014

Nachdem wir schön ausgeschlafen hatten, haben wir den Tag am Strand des „Cocohut Village Beach Resort & Spa“ verbracht. Nach einem typisch thailändischen Abendessen – es gab ein Masala mit Kartoffeln, Hähnchen und Gemüse – haben wir in der Bar „Secret Garden“ noch einen leckeren Cocktail genommen.

Diese Bar ist, wie der Name schon sagt, sehr außergewöhnlich. Sie wird von einem schwulen Pärchen betrieben und ist ganz gemütlich und ein bisschen spacig eingerichtet. Zurück im Bungalow wollten wir eigentlich nach dem Backpack-Packen direkt ins Bett…geendet sind wir dann doch am Strand, um noch ein bisschen das Tanzbein zu schwingen…ist einfach zu verlockend hier!

Freitag, 17.01.2014

Nach ganzen drei Stunden Schlaf klingelte der Wecker. Unser Pickup hat uns nach Thongsala gebracht, von wo wir über Kho Samui mit der Fähre nach Donsak auf dem Festland gefahren sind. Von dort hat uns ein Bus um 10.00 Uhr weiter nach Krabi gebracht. Die Fahrt hat drei Stunden gedauert und danach waren wir echt durch. Unser Fenster ging nicht zu und ihr könnt euch ja denken, wie unsere Haare nach drei Stunden Busfahrt über die „Autobahn“ aussahen…

Da die Bushaltestelle irgendwo im Nirgendwo außerhalb von Krabi war, mussten wir uns von da aus noch ein Taxi nach Krabi Town suchen. Zum Glück waren wir nicht die einzigen und nach kurzem warten saßen wir zu 9. auf der Ladefläche von einem Pick-Up auf dem Weg in die „Innenstadt“. Endlich angekommen mussten wir noch weiter nach Ao Nang, wo wir auf Raten eines Kumpels unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte gebucht hatten.

Aber vor dem nächsten Marsch haben wir mit einem anderen Backpacker erst mal eine kleine Pause im Café gemacht. Dank WLAN konnten wir nochmal genau unsere Route checken. Kurze Zeit später sind wir endlich im „The Krabi Forest Homestay“ angekommen, wo wir pro Person 15 Euro pro Nacht zahlen. Wir hatten ein Kingsize Bett, super großes Badezimmer, Kühlschrank, Fernseher…nach unserem kleinen Fail auf Kho Phangan war das einfach nur der pure Luxus für uns!

Nachdem wir unsere Wäsche an der Rezeption abgegeben haben (1kg kostet 1€), haben wir uns direkt auf den Weg zum Strand gemacht, von dem wir dann leider etwas enttäuscht waren. Es war gerade Ebbe und alles war relativ dreckig und dazu kam, dass es bewölkt war… Also sind wir zurück und haben uns nach der Dusche auf den Weg zur Massage gemacht. Heute mal mit Öl…das hatten wir uns nach dem anstrengenden Transfer-Tag auch wirklich verdient. Tiefenentspannt haben wir ein leckeren Abendessen verspeist, noch kurz unsere Tour für morgen gebucht und uns dann in unser Kingsize Bett gechillt.

Samstag, 18.01.2014

Heute stand die Vier-Inseltour auf dem Programm, dessen Pick-Up uns mit nur 45 Minuten Verspätung endlich aufgegabelt hat. An das Warten muss man sich echt einfach versuchen zu gewöhnen und immer mit einem Buch o.Ä. zum Zeitvertreib ausgestattet sein. Die Fahrt war sehr abenteuerlich; eigener Platz mit Anschnallgurt? Pustekuchen! Hier sitzt man mit ca. 10 weiteren Gästen auf der Ladefläche eines Pick-Ups, über welche eine Plane gespannt ist und an dessen Außenseiten Bretter zum Sitzen festgenagelt sind. Also war eine Runde kuscheln und schaukeln angesagt…warum nicht!

Railay BeachAm „Pier“ angekommen wurden wir dann auf die Longtail-Boote aufgeteilt und nach erneutem Warten sind wir dann endlich losgefahren. Erster Stop war der berühmte „Railay Beach“. Weißer Sand, türkisblaues Wasser, Palmen, Felsen…einfach nur traumhaft! Wären da nicht die 1000 anderen Touristen inklusive Longtail-Booten gewesen. Naja, ist halt der berühmteste Strand der Umgebung, da kann man nichts anderes erwarten.

Nach kurzem Aufenthalt sind wir zum Lunch und schwimmen zu einer einsamen Bucht gefahren. Dort gab es dann Reis mit Hähnchen (was auch sonst?! :D). Passend zu unserem Lunch ging es weiter zur Chicken Island (Kho Kai); ja, sie sieht wirklich aus, wie ein Hähnchen! Dort haben wir Anker geworfen und mit Schnorchel-Ausrüstung ging es ab ins Wasser. Für mich war dies das erste Mal so richtig Schnorcheln…es war einfach unbeschreiblich! Soooo viele Fische in sooo vielen verschiedenen Formen, Farben und Größen…Wow!

Nächster und letzter Stop war dann Tub Island (Kho Tub). Wenn Ebbe ist verbindet eine 300 Meter lange Sandbank die zwei Teile der Insel. Als wir in der Mitte der Sandbank angelegt haben, ging uns das Wasser noch bis über die Knie. Nach ca. 20 Minuten auf dem Rückweg nur noch bis zu den Knöcheln. Auch hier war der Strand einfach nur paradiesisch!




Die Fahrt zurück zum Pier war dann leider etwas unamüsant…das Meer war sehr rau und das Boot war dementsprechend fleißig am schaukeln. Einigen ist dies nicht ganz zu gut bekommen…weiter ausführen will ich das jetzt mal nicht. Wir waren auf jeden Fall froh, als wir endlich im „Bus“ saßen. Dieses mal haben wir uns die beiden Plätze neben dem Fahrer gesneaked… jetzt hatten wir auch einen Sitz und sogar einen Anschnallgurt…man muss nur wissen wie! Mit einem kühlen Getränk haben wir uns an einem anderen Strand eher Richtung Krabi abliefern lassen, wo wir dann noch einen wunderschönen Sonnenuntergang genossen haben. Nach dem Dinner haben wir uns eine Pediküre gegönnt und später waren wir noch Shisha rauchen…ein sehr spektakulärer Tag!

Sonntag, 19.01.2014

Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, wollten wir eigentlich nur auschecken und entspannt unsere Wäsche abholen… die hat leider aber noch in der Waschmaschine gesteckt. Gut, dass unser Pick-Up zur Fährt nach Kho Phi Phi in einer Stunde kommen sollte. Mach das mal einer thailändischen Rezeptionistin klar, die nur brockenweise Englisch spricht. Nach langer Diskussion haben wir dann jeder 10 Euro Entschädigung bekommen…unsere Klamotten werden wir wohl nie wieder sehen. Gut, dass dort mein Lieblingskleid und noch viele andere Klamotten dabei waren…

Also merkt euch – bevor ihr Wäsche abgebt, checkt, ob die auch wirklich zeitig fertig sein wird! Naja, immerhin hatten wir nun mehr Platz im Backpack…SHOPPEN 😀 Unsere Laune war nach dem erneut verspäteten Pick-Up und der ungemütlichen Fahrt definitiv nicht auf dem Hochpunkt. Aber sobald wir mit unserem Iced Coffee im Bikini auf dem Deck der Fähre Richtung Kho Phi Phi waren, hat sich das schleunigst geändert.

Nach zwei Stunden sind wir in den Hafen eingelaufen… es war genauso wunderschön, wie uns alle erzählt hatten. Nach einem kleinen Irr-Lauf durch die kleinen Gassen des Dorfes haben wir endlich unser Hostel „Kho Phi Phi Dreams“ gefunden. Dort hatten wir zunächst zwei Nächte im Doppelzimmer mit Bad ohne Frühstück bei agoda reserviert. Von dem Rezeptionisten haben wir eine kleine Inselinstruction bekommen, jetzt waren wir bestens informiert, wo abends die Party geht, der schönste Strand ist, der tollste Aussichtspunkt ist und, wo gute Restaurants sind.

Unsere Unterkunft könnte keine bessere Lage haben und ist für 23€ pro Nacht für zwei Personen perfekt. Wir sind auch direkt los zum Strand gelaufen, um die letzten Sonnenstrahlen genießen. Als wir dann auf dem Rückweg noch ein bisschen in den 1000 Shops am rumstöbern waren, hörte ich auf einmal nur ein „Nicht so viel shoppen, Mädels!“ von der Seite. Ich dreh mich um und auf einmal steht dort eine Kollegin aus meiner Reiseleiterzeit auf Kos! Ich wusste, dass sie zur Zeit in Thailand unterwegs war , aber dachte, sie wäre schon lange nicht mehr auf Kho Phi Phi. Tja, so klein ist die Welt! Wir haben uns also für abends verabredet. Nach dem Dinner sind wir zusammen zum Strand in die Stone Bar, um dort die Fireshow anzugucken. Danach haben wir in der „Reaggy Bar“ ein Paar Touristen, die sich im Boxring beim Thai Boxen versucht haben, zugeschaut und anschließend ab an den Strand eine Runde das Tanzbein schwingen. Um drei Uhr muss hier die Musik ausgemacht werden, also haben wir den Abend noch gemütlich in der Stone Bar auf den Sitzsäcken im Sand ausklingen lassen.

Montag, 20.01.2014

Eigentlich wollten wir ausschlafen, aber wir waren beide früh wach…zu warm und zu hell! Nach dem Frühstück sind wir direkt zum Strand und da waren wir auch wirklich den ganzen Tag. Zwischendurch haben wir uns einen leckeren Fruchtshake (1€!!!) zur Erfrischung gegönnt und dann wurde fleißig weiter gebruzzel.

Auf dem Rückweg haben wir noch ein bisschen in den Läden gestöbert und dann ab ins Hostel. Als wir nach dem Abendessen auf Suche nach Nachtisch waren haben wir einfach den besten Stand entdeckt: „create ur own ice cream“. Man sucht sich eine Grundlage aus (Schoko, Vanille oder Joghurt) und zwei von 20 verschiedenen Zutaten (zb. M&Ms, Oreos, Streusel, Cornflakes, Obst etc.). Alle Zutaten werden in einen Becher gemixt und anschließend gleichmäßig auf eine Platte verteilt.

Die sieht aus wie eine Crep-Platte, ist aber kalt, sodass das Gemisch beginnt zu frieren. Sobald dies passiert ist, wird es abgeschabt und in einem Becher drappiert. Oben drauf kommt noch eine leckere Soße und liebevolle Deko und fertig ist das eigene Eis (für nur 2 €). Für mich als absoluter Eis-Fan definitiv die Entdeckung des Tages!

Dienstag, 21.01.2014

Kho Phi Phi View Point

Sportlich haben wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zum Kho Phi Phi View Point gemacht. Die Treppen dort hoch waren echt nicht ohne (für 2,5 Wochen ohne Sport hat sich unsere Kondition definitiv bedankt)… aber der Schweiß hat sich gelohnt. Von dort aus konnte man die zwei Buchten von der Insel sehen… traumhaft!

Um 13.30 Uhr sind wir dann zum Hafen, von dort sind wir mit dem Longtail-Boot zuerst in Richtung Monkey Bay gefahren. Wie der Name vielleicht bereits erahnen lässt, waren dort ganz viele Affen. Diese Tiere sind einfach nur faszinierend und ich könnte sie stundenlang beobachten. Es folgten zwei Schnorchelstopps in wunderschönen Buchten und letzter Halt war der berühmte Maya Bay. In dieser Bucht wurden einige Szenen des Films „The Beach“ mit Leonardo di Caprio gedreht… dementsprechend voll war es dort dann auch. Wir waren etwas enttäuscht, weil wir bei unserer 4-Inseltour in Ao Nang viel schönere Buchten gesehen hatten. Zudem war es bewölkt… aber für eine Stunde Powernap hat es gereicht! Auf der Rückfahrt konnten wir einen traumhaften Sonnenuntergang mitten auf dem Meer genießen. Nach dem Abendessen in einer der leckeren Garküchen sind wir wieder zum Strand losgezogen… da ist einfach immer was los!

Mittwoch, 22.01.2014

Nachdem ich in der Nacht diverse Dates der mit der Kloschüssel hatte – Schuld waren wahrscheinlich meine Stir fried Egg Nudels mit Shrimp – hieß es um 8.00 Uhr Rucksack auf und ab zum Hafen. Mit Cola, trockenem Brötchen und Salzstangen eingedeckt ging es dann mit der Fähre auf nach Phuket, wo wir um 12.00 Uhr angekommen sind. Der Shuttelbus – dieses mal sogar ein richtiger Minivan mit Anschnallgurten – hat uns dann ins ca. eine Stunde entfernte Patong gebracht, wo wir uns für zwei Nächte ein Hostel gebucht hatten (6.50€ pro Nacht in einem 6-er Schlafsaal ohne Fenster).

Im Loungebereich haben wir erst mal eine Runde geschlafen und sind gegen Nachmittag losgezogen, um ein bisschen die Gegend erkunden. Da wir beide nicht sonderlich fit waren haben wir den restlichen Abend im Hostel verbracht. Später haben wir eine unserer Mitbewohner kennengelernt, sie kommt aus Hamburg, studiert in Göttingen, hat ein Auslandssemester in Shanghai gemacht und reist gerade noch für drei Monate durch Asien, bis ihr Studium in Deutschland wieder anfängt.

Donnerstag 23.01.2014

Parasailing Patong BeachGegen 10 Uhr sind wir mit der Hamburgerin erst mal Frühstücken und dann an den Strand gegangen, wo wir auch den ganzen Tag verbracht haben. Der Strand könnte auch auf Malle sein, überall Liegen und Sonnenschirme und sehr viele Agebote für Touristen. Aber wir wussten das ja vorher, also habe ich die Gelegenheit genutzt und Parasailing gemacht – war ein hammer Gefühl!

Hier fliegt man sogar nicht alleine übers Meer sondern ein kleines „Thai-Äffchen“ hängt über dir in den Seilen, lenkt den Schirm und hilft bei Start und Landung…natürlich ungesichert, wir sind ja in Thailand!

Nachdem wir genug Sonne hatten, sind wir noch ein bisschen durch die Läden geschlendert, haben uns unser Busticket zum Nationalpark gekauft und sind dann in einen Food Court was essen gegangen. Abends haben wir auf der berühmten Bangla Road (DIE Straße für Ladyboys und Sextourismus) intensives Leutestalking betrieben – schon krass was dort abgeht – als Typ möchte ich da nicht lang laufen.

In eine Pingpong Show haben wir uns allerdings nicht getraut… Als wir genug geguckt hatten sind wir zurück ins Hostel, wo wir dann mit den anderen den Film „ Hangover 2“ geguckt haben. Das war super cool, weil dieser bekanntlich in Bangkok bzw. Thailand spielt und wir jetzt super viele Sachen wiedererkannt haben.

Freitag, 24.01.2014

Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht mit einem traumhaften Schnarchkonzet unseres englischen Mitbewohners (das ist der Nachteil an Dorms) mussten wir um 7.15 Uhr aufstehen, da um 7.30 Uhr der Minibus kommen sollte. Der kam dann auch (natürlich zu spät) und hat uns dann erst mal eine Stunde zu irgendeiner Busstation gebracht. Eigentlich sollten wir um 12.30 Uhr im Nationalpark ankommen, allerdings wurde uns an der Busstation gesagt, dass der Bus dorthin erst um 11.20 Uhr kommt. Yeah 2,5 Stunden die wir hätten länger schlafen können. Aber warten waren wir ja schon gewohnt…

In der Nähe der vermeidlichen Bushaltestelle war ein Markt, wo es frisches Obst, Gemüse und „frischen“ Fisch und Fleisch gab. Die Erfindung Kühltruhe gibt es hier nicht bzw. ist wahrscheinlich zu teuer. Deswegen wurde das Fleisch und der Fisch einfach gar nicht gekühlt… super Idee bei der Hitze, die Salmonellen freuen sich. Wir haben uns schweren Herzens gegen Fleisch und für ein fettes Stück Melone (ein Hoch auf das Schweizer-Taschenmesser) und einen Iced Coffee entschieden und uns ein gemütliches Plätzchen für unser kleines Picknick gesucht.

Den Rest der Zeit haben wir an der Busstation gewartet, wo dann um 12.00 Uhr endlich der Bus kam. Nach ca.3 Stunden Fahrt sind wir endlich im Khao Sok Nationalpark angekommen. Gerade aus dem Bus ausgestiegen wurden wir auch schon von Thais mit Schildern überfallen, die uns eine Unterkunft anbieten wollten. Im Bus hatten wir zufällig einen deutschen Backpacker aus Kho Phi Phi wieder getroffen, mit dem haben wir uns dann zusammengetan und sind mit einem von den Thais mitgefahren. Dort haben wir für 4€ pro Person pro Nacht in einem 3er Bungalow in einer richtig schönen Anlage mit eigenem Restaurant und chilligen Liegestühlen auf der Veranda bekommen.

Wir haben wir uns direkt über die Touren informiert und für morgen einen Tagestrip zum See bzw. in den Dschungel gebucht. In der Umgebung ist nicht viel außer Palmen, einem Supermarkt, ein paar Restaurants, anderen Resorts und ein paar Massagesalons. Dort haben wir uns dann auch erst mal schön eine Ölmassage gegönnt, die letzte war schließlich schon eine Woche her! Meine Freundin hatte zwar einen Ladyboy als Masseur und wir waren was skeptisch als es hieß „komplett ausziehen und erst mal abduschen gehen“, aber es lief alles super und die Massage war der Hammer…auch ohne Happy End!;) Später haben wir etwas bei uns im Resort gegessen (lecker Kokossuppe mit Hähnchen) und den ganzen Abend mit den anderen Gästen gequatscht, Musik gehört und gechillt.

Samstag, 25.01.2014

Um 7.30 Uhr ging der Wecker – fertig machen für den Dschungel! Wir haben schnell etwas gefrühstückt und dann kam auch schon unser Taxi. Die Fahrt zum See bzw. zum eigentlichen Nationalpark hat ca. eine Stunde gedauert. Beim Local Market haben wir einen kleinen Zwischenstopp gemacht und konnten uns dort mit frischem Obst und Taschenlampen (für die Höhle) ausstatten. Am Pier angekommen sind wir mit dem Longtail-Boot über den See gefahren – eine richtig tolle Landschaft: Berge übersäht mit Palmen und anderen Pflanzen, Felsen etc. Nach einer Stunde sind wir am Resort angekommen. Da standen mitten auf dem See kleine „Floating Houses“, in denen man auch übernachten kann. An dem Steg lagen Kajaks, mit denen man über den See fahren konnte und zum schwimmen war das Wasser einfach nur traumhaft.

Nachdem wir uns ein bisschen ausgetobt hatten, gab es auch schon Lunch. Natürlich Reis aber dazu vier verschiedene Beilagen (Gemüse, Hähnchen, Tofu und sogar einen riesigen Fisch) und frisches Obst. Das war ein richtiges Festmahl, nach welchem wir definitiv gestärkt für unseren Dschungeltrip waren. Mit dem Boot sind wir nochmal ein Stück weiter in den Urwald reingefahren. Ich hab ja auf Grund der Urlaube in Südtirol mit meiner Familie in der Kindheit ein kleines Wandertrauma, aber durch den Dschungel hat das echt Spaß gemacht!

Es gab nur Trampelpfade, übersäht von Wurzeln und Steinen, ab und zum mussten wir mal kurz durch einen Fluss waten oder über irgendwelche Baumstämme klettern. Unser Guide hat uns zwischendurch ein Bisschen was über einige Pflanzen erzählt und nach ca. 2,5 km sind wir auch schon am Eingang der Höhle angekommen… Schnell die ertsachen wasserfest verstaut, Taschenlampe an und los ging es! Als wir an die Decke geguckt haben, haben wir schnell bemerkt, dass wir definitiv nicht alleine waren… ich hab noch nie so viele Fledermäuse auf einem Haufen gesehen!!!

Je weiter es in die Höhle rein gingen, desto tiefer wurde auch das Wasser. Wir mussten sogar teilweise ein ganzes Stück schwimmen. Neben den Riesenspinnen haben wir auch schöne Dinge gesehen: riesige Tropfsteine! So viel Spaß das Rumgekraksel im Dunklen auf den rutschigen Steinen auch gemacht hat – irgendwie war man doch froh, als man heil wieder draußen am Tageslicht war. Das ist auf jeden Fall nichts für schwache Neven! Das Boot hat uns wieder zum Resort gebracht, wo wir nach einer kleinen Stärkung noch eine halbe Stunde die Atmosphäre genießen konnten… dann mussten wir leider zurück. Wir hätten einiges dafür gegeben, dort bleiben zu können.

Wenn man das machen will, sollte man also genug Zeit für den Nationalpark einplanen. Die Tour mit Übernachtung auf dem See dauert drei Tage. Gegen 19 Uhr waren wir zurück am Bungalow. Nach der definitiv notwendigen Dusche haben wir uns auf den Weg zum Abendessen gemacht und es uns dann mit einem leckeren Eis und unseren Büchern, in Autan eingenebelt in den Liegestühlen auf unserer Veranda bequem gemacht.

Sonntag, 26.01.2014

Heute konnten wir zum Glück was länger schlafen. Schnell alles in den Rucksäcken verstaut und auf zun Frühstück. Um 11 Uhr kam unser Taxi zum Elefanten Trekking, dem eigentlichen Grund für unseren Thailand-Trip… ENDLICH!

Elefantenreiten Khao Sok Nationalpark

Nach kurzem Warten durften wir aufsitzen. Eine halbe Stunde ging es auf dem Sitz zum „Wasserfall“. Der war wieder genauso spektakulär, wie die, die wir davor bereits gesehen hatten… Nach kurzer Pause sind wir weiter, jetzt durfte sogar einer vorne auf dem Kopf sitzen. Dort sitzt eigentlich nur der Mahut, der Elefantenführer. Das war eine ziemlich wackelige und borstige Angelegenheit, aber eine tolle Erfahrung.

Zurück im Camp hat unser Elefanti dann zur Belohnung frische Ananas von uns bekommen. Zurück im Bungalow haben wir in Mitten von Palmen noch ein bisschen Sonne getankt, bevor es um 16 Uhr mit dem Minibus nach Suratthani ging. War auch wieder typisch Thai: Der Busfahrer hält 10000 mal an, konnte kein Wort Englisch und wir wussten nicht, wann wir genau in Suratthani Town sind. Zum Glück habe ich durch Zufall ein Schild von unserem Hotel am Straßenrand gesehen, also haben wir uns dort rauswerfen lassen. Da merkt man wieder, wie wichtig eine Offline-Map bzw. eine Handy mit Internet manchmal sein kann.

Das Hotel war super modern, alles in Pink-Grau-Weiß eingerichtet, Hausschuhe, Klimaanlage, Flachbildfernseher, Kühlschrank…wir waren happy! Nach einer kurzen Pause sind wir zum Night Market, der ca. 15 Minuten zu Fuß entfernt war. Dort wurde wieder gebraten, gekocht, frittiert und gegrillt was das Zeug hält. Nach einer Stärkung haben wir uns auf die zahlreichen Klamotten – und Schuhläden geschmissen und waren auch sehr erfolgreich für wenig Geld. An der Rezeption haben wir uns noch ein Taxi zum Flughafen für den nächsten Tag bestellt und dann lagen wir auch zeitig in unserem Kingsize-Bett.

Montag, 27.01.2016

Pünktlich um 7.00 Uhr kam unser Taxi zum Flughafen Suratthani. Ich glaube, ich war noch nie an so einem kleinen Flughafen! Dementsprechend schnell waren wir mit dem Einchecken und Kontrollieren durch… Flüssigkeiten interessieren die hier rein gar nicht. Um 9.40 Uhr sind wir bereits in Bangkok gelandet und um 11.30 Uhr saßen wir mit unserem Begrüßungscocktail in der Lobby des „Banyantree“. Hier zahlen wir 50€ pro Person pro Nacht… man gönnt sich ja sonst nichts !

Pool Bayantree Bangkok

Nachdem die Sonne am Pool im 21. Stock hinter den anderen Hochhäusern verschwunden war, sind wir nochmal los in die City, um unsere letzten Besorgungen zu machen. Auch, wenn der Rucksack eigentlich schon voll war… was nicht passt, wird passend gemacht! Auf Grund der Proteste war die komplette große Hauptstraße für Autos gesperrt und anstatt dessen standen überall Klamotten-/ Schuh-/ Essensstände… für uns war das definitiv von Vorteil. Nach einer erfolgreichen Shoppintour und einem letzten Thai-Dinner haben wir noch eine Exkursion zur „Moonlight-Bar“ von unserem Hotel gemacht, um von dort nochmal die Skyline von Bangkok zu bewundern.

Dienstag, 28.01.2016

Den Vormittag haben wir am Pool verbracht, bis wir uns dann auf den Weg zum Flughafen machen mussten. Bye bye Thailand!!!

Fazit und Tipps

  • Hilfreiche Apps: MapsMe, Tripadvisor, Tripadvisor City Guide
  • Von Bangkok nach Kho Samui/ Kho Phangan/ Kho Tao auf jeden Fall Flug nach Kho Samui oder Suratthani buchen, so vermeidet man sie nervige lange Busfahrt
  • Kho Samui und Phuket eher meiden; zu viel Sextourismus und keine lohnenswerten Strände
  • Fullmoon-Party auf Kho Phangan: auf jeden Fall!! Zeitig Hostel in Haad Rin buchen
  • Nationalpark: genug Zeit einplanen, um eine Nacht in den Floating Houses zu verbringen
  • Nur das nötigste in den Backpack einpacken, damit genug Platz zum Shoppen ist
  • Kauf einer Action Cam bzw. einer Unterwasserkamera und ein schnell trocknendes Mikrofaserhandtuch lohnen sich
  • Wenn ihr Wäsche waschen lasst: stellt sicher, dass sie zeitig fertig ist
  • Keine Angst vor dem Roller fahren haben: nur so kommt man an die coolsten Spots
  • Genug Lesestoff, Kartenspiele oder sonstige Dinge zur Beschäftigungstherapie einpacken… warten werden ihr genug müssen
  • …ganz viel Iced Coffee und Fruchtshakes trinken, das ist das beste am Tag!
  Ein Kommentar

Artikel bewerten:

(1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...
  1. Anja Knippschild sagt:

    Da habt ihr ja richtig was von Thailand gesehen! Hut ab …das volle Programm in so kurzer Zeit! Aber das ist eben Thailand… irgendwie kommt man immer überall hin!… Und im voraus buchen ist (wenn nicht gerade Weihnachten + Sylvester ist) nicht nötig!
    Ich war auch schon 8 mal als Backpacker dort. Immer wieder schön, doch der Tourismus hat über die Jahre drastisch zugenommen…und auch die Preise! Aber es ist nirgends anders in der Welt einfacher durch das Land zu reisen als in Thailand!
    Früher haben die Bungalows am Strand gerade mal 3 Euro gekostet, jetzt sind Preise von 25,- bis 100,- keine Seltenheit. Gerade auf beliebten Inseln wie Samui ist es extrem voll und teuer geworden…. nix mehr mit Inselidylle!!!
    Es gibt wirklich nicht mehr viele „Geheimtips“!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *