Reisebericht Arugam Bay – Tropische Ruhe zwischen Wellen und Safari
Ein Reisebericht von unserer Reiseexpertin Denara
Wer sich ein wenig mit Sri Lanka beschäftigt hat, der wird sicherlich auch schon einmal von Arugam Bay gehört haben. Das ist quasi das Zentrum im Osten, wo sich während der Ostküstensaison die Vielzahl der Reisenden aufhalten. Es war auf meiner Sri Lanka Reise meine liebste Gegend und ist ein Traum für alle Surfer, Natur- und Tierliebhaber.
Anreise nach Arugam Bay:
Grundsätzlich ist der einfachste und bequemste Weg die Fahrt mit dem Taxi. Oftmals findet man auch noch andere Reisende, die dasselbe Ziel ansteuern, so dass man sich die Kosten teilen kann. Seid ihr aber sehr low-budget unterwegs, kann man auch mit dem Bus fahren. Dies kann ein ziemliches Abenteuer und eine lange, stickige Fahrt werden. Von Colombo z.B. gibt es in der Hauptsaison allerdings etwas komfortablere und sehr günstige Nachtbusse.
Ich bin damals gemeinsam mit anderen mit dem Taxi vom Süden aus in ca. 6 Stunden in den Osten gefahren und auf dem Rückweg mit dem Nachtbus zum Flughafen. Beides war super unkompliziert, schnell und komfortabel! Die Anreise mit dem Taxi war hier definitiv die richtige Entscheidung, denn so konnten wir einen kleinen Umweg über die „Jungle Road“ fahren und Elefanten am Straßenrand beobachten!
Unterkunft in Arugam Bay:
Ich habe in mehreren Unterkünften in Arugam Bay übernachtet und kann hier ganz klar das Agra empfehlen. Es ist ein kleines Hostel mit einem super lieben Besitzer, sauberen Mehrbett- und Privatzimmern und dem absoluten Highlight: kostenloses, unfassbar leckeres Frühstück! Man kann jeden Morgen zwischen drei verschiedenen Frühstücksvarianten wählen und lernt somit im Essbereich auch leicht andere Reisende kennen, wenn man möchte.
Auf dem Grundstück befinden sich außerdem ein paar Hängematten, wo man super entspannen und z.B. ein Buch lesen kann. Generell ist es hier sehr ruhig und perfekt zum entspannen. Außerdem ist man in weniger als 10 Gehminuten am Strand. Ich habe es hier sehr genossen und kann einen Aufenthalt nur empfehlen!

Die ruhigen Seitenstraßen von Arugam Bay
Aktivitäten in Arugam Bay:
Als ich in Arugam Bay angekommen bin, hat die Saison gerade erst begonnen. Ich habe meine Zeit hier hauptsächlich mit Surfen, Strand und gutem Essen verbracht, da es die letzten Tage meines Sri Lanka Aufenthalts waren und ich nochmal richtig entspannen wollte. Falls ihr auch am Surfen interessiert seid, ist ein guter Spot für Anfänger-Fortgeschrittene hier beispielsweise „Peanut Farm“.
Es gibt zahlreiche Surfshops und Surfschulen im Zentrum, bei denen man Surfstunden nehmen oder einfach Boards leihen kann. Seid ihr auf der Suche nach gutem Essen, ist mein Geheimtipp definitiv Dosa Station. Hier gibt es eine Vielzahl typischer srilankanischer und indischer Gerichte für einen kleinen Preis. Dazu sind die Mitarbeiter super herzlich und haben mir jeden Tag Samahan heiß gemacht, als ich krank geworden bin. Samahan ist ein traditionelles ayurvedisches Kräutergetränk, welches als natürliches Heilmittel eingesetzt wird

Vegetarisches Dosa und Samahan, meine tägliche Mahlzeit
Es besteht aus Ingwer, Zimt, Kardamom, schwarzem Pfeffer und Nelken, schmeckt aber definitiv nicht so verrückt wie es vielleicht klingen mag! Ayurveda, die traditionelle indische Heilkunst ist generell tief in der Kultur Sri Lankas verankert. Wer sich dafür interessiert, kann in Sri Lanka einiges darüber lernen. Es werden ayurvedische Massagen, Beratungen oder Retreats angeboten.
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Für die Naturliebhaber gibt es einige wunderschöne Ausflugsziele hier in der Region, beispielsweise „Elephant Rock“ oder „Crocodile Rock“, welche etwa 7-8 km südlich von Arugam Bay liegen. Beim Elephant Rock muss man einen kleinen Aufstieg in Kauf nehmen, aber es lohnt sich! Ihr bekommt einen atemberaubenden Ausblick auf die Küstenlandschaft geboten und wenn ihr Glück habt, könnt ihr sogar einige Tiere wie Wasserbüffel oder sogar Krokodile in den umliegenden Lagunen beobachten. Der Elephant ist außerdem ein beliebter Surfspot, welcher für Anfänger und Fortgeschrittene beidermaßen geeignet ist.
Wer für einen wunderschönen Sonnenuntergang keinen langen Weg in Kauf nehmen möchte, sollte zur Brücke im Ortskern gehen.
Ihr habt im Osten außerdem die Gelegenheit den Kumana Nationalpark zu besuchen. Hier werden Safaris angeboten, bei denen ihr Krokodile, Elefanten, Wildschweine, Wasserbüffel, Rehe sowie eine Reihe an verschiedenen Vögeln beobachten könnt. Selbst Leoparden könnt ihr hier sehen! Die Besonderheit dieses Nationalparks ist, dass er im Gegensatz zu den anderen Nationalparks weniger erschlossen ist, wodurch eine authentischere Erfahrung und nachhaltige Erfahrung auf euch wartet.
Fazit:
Arugam Bay war aufgrund seiner diversen Natur mein Favorit in ganz Sri Lanka. Man fühlt sich quasi, als würde man mitten im Dschungel leben. Außerdem war es überschaubar und nicht so voll wie die Orte im Süden! Für mich war es die perfekte Kombination aus Entschleunigung, Natur, Sport und Erlebnis. Ich lege euch wirklich ans Herz, dieser Gegend einen Besuch abzustatten, würde aber unbedingt die Saison beachten! Außerhalb der Saison ist hier wetterbedingt das meiste geschlossen und die Möglichkeiten sind begrenzt.


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