Reisebericht Costa Rica – Pura Vida

Reisebericht Costa Rica – Pura Vida

Tagebuchauszug unserer Redakteurin Anna

Sonntag, 11.12.2016: Ankunft

Nachdem wir am Samstag noch einen sehr schönen Tag in Mexiko Stadt verbracht haben, saßen wir am nächsten Morgen um 8 Uhr im Uber Richtung Flughafen. Dort angekommen musste ich erst mal eine halbe Weltreise zu meinem Check-In machen, denn bei Interjet ist der internationale woanders als der nationale… In der richtigen Halle angekommen war ich froh, dass ich drei Stunden vor Abflug da war – die Schlange war unglaublich lang.

Nachdem ich endlich mein Ticket in der Hand hatte (mein Koffer hatte exakt 25kg – Punktlandung) haben Gerda und ich uns noch bei Oxxo unseren letzten Kaffee gegönnt, bis sich unsere Wege getrennt haben. Für sie ging es nach Cancún und für mich nach San José (Costa Rica). Mit meinem überteuerten Sandwich in der Tasche saß ich gegen 11.20 Uhr auf meinen Fensterplatz und war bereit für den Abflug, der eigentlich in 20 Minuten sein sollte. Um 12.40 Uhr sind wir endlich auf die Startbahn gerollt…Hasta luego, México!

Am Flughafen angekommen ging es mit dem Taxi zu meinem Hostel. Dazu muss man wissen, dass der Flughafen in San José nicht direkt in der Stadt, sondern in dem ca. 30 Minuten entfernten Alajuela liegt. Ich habe für meine ca. 15-Minütige Taxifahrt 3000 Colones gezahlt (ca. 6€)… ziemlich teuer. Nach einem öffentlichen Bus hatte ich gefragt, es hieß jedoch es wäre sehr kompliziert und mein Hostel hatte mir leider auf meine Email nicht geantwortet. Jetzt bin ich schlauer und weiß, dass es einen Bus gibt, der für 500 Colones (1€) vom Flughafen ins Zentrum von Alajuela fährt.

Auf Grund des starken Verkehrs bin ich gegen 16 Uhr endlich im Hostel Cortez Azul angekommen (12€ pro Nacht im 6er Dorm). Ist wirklich sehr sehr Basic, aber ja zum Glück nur für eine Nacht. Gerade angekommen hat es angefangen zu regnen und auch nicht mehr aufgehört… jetzt hieß es wieder Koffer packen, mit meinen 25kg wollte ich nämlich nicht durch ganz Costa Rica reisen. Mein Daypack mit 30l muss da reichen, wozu gibt es das gute Rei in der Tube. Als ich fertig gepackt hatte, habe ich eine kleine Exkursion zum Supermarkt gemacht und meine Vorahnung hat sich bestätigt – alles ist sehr teuer. Man zahlt z.B. 0,80€ für einen 125g Joghurt, 1,40€ für zwei Äpfel, 1,50€ für 1l Milch… gut, dass ich genug Müsliriegel und eine Packung Haferflocken eingepackt habe! Am Abend habe ich noch ein bisschen mit meinen Zimmergenossen geschnackt und dann auch relativ früh (versucht) zu schlafen. Hat sich in einem 6er-Dorm ohne Fenster mit zwei Schnarchern und einem Menschen mit Käsefüßen recht schwer gestaltet…

Sonntag, 12.12: Nebelwald Monteverde

Um 5.30 Uhr ging der Wecker, meinen Koffer konnte ich im Hostel lassen (drückt die Daumen, dass noch alles da ist, wenn ich wiederkomme!). Um 6 Uhr saß ich im Taxi zur Parada Vila Bonita, von wo der Bus nach Monteverde abfährt.

Um 6.30 Uhr startet dieser in San José und sollte dann gegen 7 Uhr in Alajuela sein. Ich war anfangs etwas skeptisch, aber nach einer Stunde Warten im Regen (zum Glück hatte ich ein kanadisches Pärchen kennengelernt, also hatte ich Unterhaltung) kam wirklich der Bus. Für 2.700 Colones (für die 10-Minütige Taxifahrt zur Station hatte ich 2000 Colones bezahlt) ging es auf in den Nebelwald Monteverde, wo wir bereits nach 3 Stunden Fahrt angekommen sind. Zuvor hatte ich mir bereits 2 Nächte im Sleepers Sleep Cheaper Hostel reserviert (ca.10€ mit Frühstück im 3er-Dorm mit eigenem Bad).

Von der Busstation war dieses nur einen Katzensprung entfernt. Nachdem ich meine Sachen auf dem Zimmer einigermaßen verstaut hatte, habe ich mich auf den Weg zum Supermarkt gemacht (3 Minuten zu Fuß). Entdeckung des Tages: Mango!!! Zurück im Hostel habe ich es mir also auf einem der Schaukelstühle mit meinem Mangomüsli und den Tour-Info Zettel gemütlich gemacht. Um 14 Uhr wurde ich zur Selvatura Park Tour abgeholt (14.000 Colones). Neben einem Insekten- & Kolibrihaus und einen Schmetterlingsgarten gibt es einen 3km langen Rundweg durch den Urwald über 13 Hängebrücken.

Zu meinem Erstaunen war ich mit die einzige dort. Anscheinend hatte der vorherige Regen abgeschreckt… besser für mich! Es war wirklich Hammer – man hat nichts gehört außer den Geräuschen der Tiere und die restlichen Regentropfen, die von den Blättern getropft sind. Die Hängebrücken haben eine Höhe von ca.12m – 50m und sind zwischen 50m und 170 Meter lang und teilweise ziemlich wackelig. Nach einer guten Stunde war ich durch und habe im Besucherzentrum auf den Shuttle zurück gewartet. Zum Glück war ich nicht die einzige, habe mich ziemlich nett mit einem Pärchen aus California und einem Mädel aus Australien unterhalten.

Zurück im Hostel habe ich etwas mit meinem neuen Zimmernachbarn aus Belgien geschnackt und mir dann was Leckeres gekocht. Um 18 Uhr war es bereits stockfinster und es hat erneut angefangen zu regnen. Also habe ich im Aufenthaltsraum noch etwas für meine nächsten Tage gegoogelt (das WLAN ist echt super, gibt für jede Etage ein eigenes Netz) und mich dann nach einer ausgiebigen heißen Dusche (ich glaube das war die Beste, seitdem ich aus Deutschland weg bin) ab ins Bett gemacht.

Montag, 13.12: Wie Tarzan durch den Nebelwald und Nachtwanderung

Nach dem ich knapp 10 Stunden (diesmal ohne Schnarcher und Käsefüße) wie ein Baby geschlafen hatte, ging es schnell zum Supermarkt Wasser kaufen (1,75l für 2€ – deren Ernst?!). Zurück im Hostel habe ich mich darüber erstmal bei meinem Belgier beschwert und er hat mir dann eröffnet, dass man hier das Leitungswasser trinken kann – good to know!

Wir haben dann zusammen gefrühstückt (gibt es von 7-9 Uhr). Es gab einen Früchteteller, Cornflakes, Kaffee oder Tee und Rührei mit Toast – also ziemlich ausgiebig! Zähne geputzt, Nikes zugeschnürt, Bauchtasche umgeschnallt … um 9.50 Uhr saß ich abholbereit in meinem Schaukelstuhl, denn ich hatte mich für die „Original Canopy Tour“ angemeldet. Mit gerade mal 40 Minuten Verspätung kam dann auch mein Shuttle – mittlerweile bin ich das Warten ja gewohnt. Im Wald angekommen bin ich mit der sehr attraktiven Kletterausrüstung ausgestattet worden (not!) und dann ging es auch schon los. Der erste Stopp war die Tarzan Swing, dort ist man von einem ca. 6m hohen Turm gesprungen und dann eine Runde wie Tarzan (oder Jane :D) durch den Nebelwald geschwungen.

Das war echt ein super cooles Gefühl. Auf der gesamten Tour gibt es insgesamt 14 Seilrutschen, dann mal los! Nach einem kleinen Marsch durch den Wald und einer kurzen Einweisung, wie man sich wann wo festhalten bzw. hängen soll ging es auch schon los. Ich war ja in Deutschland schon mal im Hochseilgarten aber die Seilrutschen dort kann man wirklich einfach nicht vergleichen. Wir standen teilweise mitten in den Bäumen auf Plattformen von bis zu 60m Höhe, als ein bisschen Wind aufkam war sogar mir etwas mulmig. An einer Plattform hatten wir die Möglichkeit uns 50m über ein Rappel abzuseilen (Aufzuggefühl hoch 100) und dann durch einen Hollow Tree und über eine Strickleiter wieder hochzuklettern. Hollow Trees sind besonders, da in diesen Bäumen ein anderer Baum wächst, der den Baum von innen aufisst. Deswegen sind diese Bäume von innen hohl (hollow).

In der letzten viertel Stunde hat es leider angefangen zu regnen aber trotzdem war dieser Teil einer der spektakulärsten. Eine 800m und eine 500m lange Seilbahn einmal über die Dächer des Nebelwaldes…bis zu 100m über dem Boden. Ich kann das Gefühl gar nicht beschreiben … Hammer 😀

Zurück im Shuttle zum Hostel war mein Herz immer noch am pumpen … darauf erst mal eine schöne Portion Mango-Müsli. Schnell habe ich Gesellschaft von zwei Australierinnen bekommen, die mich auf einen Tee eingeladen haben. Zusammen haben wir beschlossen um 17.30 Uhr die Nachtwanderung zu machen (11.200 Colones). Ich hatte zuvor sehr unterschiedliche Meinungen gehört, aber Tiere sind nun mal Tiere also bewegen sie sich und man hat keine 100%-Garantie, dass man was sieht.

Naja no Risk – no Fun! Und wir hatten Glück 😀 mit Taschenlampen ausgestattet ging es mit unserm Guide Donald auf in den Wald. Erster Stopp Tarantelhöhle! Auf der ganzen Welt gibt es 700 Arten von Vogelspinnen aber nur zwei davon essen wirklich Vögel (Australien und Südamerika), in Costa Rica gibt es 54 Arten. Obwohl die Spinnen acht Augen haben sind sie trotzdem blind und reagieren nur auf die Vibration, die sie über ihre Haare spüren.

Nächster Fund war ein Roter Augen Frosch, glaube der kleinste den ich bis jetzt gesehen habe! Auf einmal hat unser Guide über das Walkytalky eine Nachricht bekommen, dass ein Two Toed Sloth (Faultier) gesichtet wurde – hin da! Nach kurzem Sprint durch den Wald haben wir es gesehen, wie es da so ganz faul oben im Baum hing und sich am Kratzen war. Faultiere sind nach den Koalas die faulsten Tiere der Welt, was an ihrer niedrigen Körpertemperatur (ca. 22-30 Grad) liegt. Sie schlafen zwischen 18 und 20 Stunden am Tag, sind bis zu 60cm lang, werden ca.30 Jahre alt, die Verdauung dauert bis zu einem Monat und die Schwangerschaft 11,5 Monate … ganz schön langsam alles. Zudem sind sie einige der wenigen Lebewesen, wo das Männchen genauso aussieht wie das Weibchen. Aus Ice Age kennen wir sie ja alle aber in live sind die echt nochmal eine Runde putziger!

Genug geguckt, weiter ging die Suche. Nicht lange hat es gedauert bis wir auf eine „Side-Striped Palm Pitviper“ gestoßen sind und das sogar ganz nah am Boden. Normalerweise findet man sie nur ganz ganz oben in den Baumkronen, aber da es in den letzten Tagen so viel geregnet hat gibt es dort nichts zu essen – gut für uns 😀 Diese Schlangen sind giftig, wenn man gebissen wird hat man ca. 2 Stunden Zeit ins Krankenhaus zu kommen, bis es zu spät ist. Sie sind ca. 100cm lang und können mit 60km/h über ihre Beute herfallen. Schon kam der nächste Anruf: ein seltener Kinkajou wurde gesichtet! Das ist ein so genannter Wickelbär. Normalerweise bleiben diese nicht lange an einem Platz, weswegen wir uns sehr beeilen mussten: wir hatten jedoch Glück, unserer schien ein bisschen faul gewesen zu sein und hat gemütlich auf seinem Ast gechillt. Also die Wanderung hat sich definitiv gelohnt und von unserem Donald haben wir sehr sehr viel gelernt.

Zurück im Hostel ging es nach dem Rucksack packen und einer erneuten heißen Dusche auch schnell ins Bett, denn am nächsten Morgen sollte es früh nach Puntarenas gehen.

Dienstag, 14.12:

Mein Wecker ging um 4.30 Uhr, um kurz vor 5 saß ich mit Sack und Pack and der Bushaltestelle. Zum Glück nicht alleine, das amerikanische Pärchen aus dem Hängebrückenwald hatte das gleiche vor wie ich. Im Office noch schnell mein Ticket gekauft (1450 Colones) und um 5.30 Uhr saßen wir auch schon auf unseren Plätzen. Vor uns saßen noch zwei Jungs aus Belgien und somit gingen die 2.5 Stunden Fahrt schnell vorbei.

Vom Busterminal aus mussten wir dann 30min zum Hafen laufen (gar nicht mal so schwitzige Angelegenheiten mit den Backpacks), von wo um 9 Uhr die Fähre nach Paquera (810 Colones) ausgelaufen ist. Die Reaggeton-Musik volle Kraft aufgedreht – los gings! Um 10.20Uhr sind wir bereits angekommen und 20 Minuten später saßen wir schon im Public Bus nach Cóbano (1300 Colones). Dort sind wir um 12 Uhr angekommen und ich bin dann direkt in den Bus Richtung Santa Teresa (1000 Colones) umgestiegen, die anderen konnten sitzen bleiben und direkt nach Montezuma fahren, wo ich aber erst in ein paar Tagen hinmöchte.

Nach ca. 8.5 Stunden Reise bin ich endlich im Hostel angekommen. Das Hostel Seven Gingi House ist eine sehr große Anlage mit großen Garten mit Hängematten, Kicker, PlayStation, Surfboards, Billiardtisch etc. Also allem, was das Backpackerherz begehrt. Hier zahle ich 14€ pro Nacht im 4er-Dorm mit Gemeinschaftsbad ohne Frühstück. Gerade angekommen habe ich direkt Bekanntschaft mit meinen Zimmergenossen gemacht. George aus Kanada, Olga aus Köln und Nithan aus Israel.

Wir sind dann auch direkt zusammen in dem chilligen Café Zelda einen Mango-Smoothie trinken gegangen und dann an den Strand. Der ist wirklich sehr schön, der Sand weich und es gibt genug Palmen, falls man ein Schattenplätzchen sucht. Eigentlich wollten wir nur einen kleinen Spaziergang machen, sind dann jedoch in Mal Pais gelandet (ca.3km). Dort haben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang gesehen (hier ist die Sonne leider schon um 17.20 Uhr verschwunden) und sind dann über die Straße zurück zum Hostel gelaufen. Dort haben wir uns was zum Essen gemacht (ist wirklich das billigste hier, wenn man jeden Tag essen gehen würde, wäre man arm). Den Abend haben wir entspannt mit den Anderen aus dem Hostel (Argentinier, Spanier etc.) mit einem Lagerfeuer und Marshmallows ausklingen lassen.

Mittwoch, 15.12 

Um 8.30 Uhr war ich mit der Argentinierin zum Yoga am Strand verabredet. Eigentlich wollte ich im Casa Zen oder im Milarepa Yoga machen (diese Orte wurden auf einigen Blogs weiterempfohlen) aber sie meinte, dass sie Yoga Lehrerin ist und wir gerne mal eine Session am Strand machen können … da sage ich ja nicht nein! Zusammen mit dem Kanadier Jordan haben wir uns einen perfekten Platz unter Palmen, direkt am Meer gesucht. Das war wirklich die coolste Yogastunde, die ich bis jetzt hatte.

Man hört nur das Rauschen der Wellen, spürt den Wind auf der Haut und den weichen Sand unter den Füßen…. Als wir fertig mit. Yoga, Meditation und Dehnen waren ging es erst mal eine Runde schwimmen. Anschließend sind wir im Café Zelda (direkt neben dem Frescura Supermarkt) einen leckeren Smoothie trinken gegangen und dann zurück ins Hostel.

Am Nachmittag sind wir die Hauptstraße entlang geschlendert und haben in den zahlreichen Geschäften gestöbert. Hör gibt es ganz viele kleine Läden, die handgemachten Schmuck und Kleidung verkaufen. Leider auch alle etwas teurer… Gegen 16.30 Uhr sind wir nach einer sehr amüsanten Hitchhikefahrt auf einem Quad im Hotel Vista de Olas angekommen, dort war eine Art Sunset Party angekündigt. Dieses Hotel hat einfach eine unschlagbare Lage; Infinity Pool mit Blick auf das Meer. Man musste zwar 8000 Colones (13€) Mindestverzehr bezahlen, um in den Pool zu gehen, aber da wir eh später dort Essen wollten war das weniger schlimm. Mit einem leckeren Piña Colada haben wir es uns im Pool bequem gemacht und ich habe mit einen meiner schönsten Sonnenuntergänge gesehen. Leider sind die hier schon sehr früh, weswegen es um 19 Uhr – als es endlich Essen gab – bereits etwas frisch war. Der Barbecue war super lecker! Mir hat Hähnchen glaube ich schon lange nicht mehr so gut geschmeckt, weil ich schon länger kein Fleisch mehr gegessen hatte (jaja arme Studentin und ich jammer auf hohem Niveau).

Glücklich mit vollem Magen sind wir zum Duschen und Umziehen zurück ins Hostel, dann ging es gegen 22 Uhr mit dem Rest der Truppe erst mal auf ein Cerveza in die Bar „Kicker“. Diese mussten leider um 24Uhr bereits schließen, weswegen wir dann weiter ins „Llora Amarilla“ gegangen sind, den einzigen Club hier in Santa Teresa. Dementsprechend waren dort glaube ich alle Backpacker aus der Umgebung, richtig cool. Die Musik war leider so semi (der DJ hätte besser mal meine Spotify Playlist angemacht) aber wir haben uns alle trotzdem sehr gut amüsiert. Gegen 2 Uhr haben wir uns und dann auf dem Weg nach Hause gemacht. Da Santa Teresa kein richtiges Zentrum hat, sondern im Prinzip alles an einer ziemlich langen Hauptstraße entlang verteilt ist mussten wir ca. 30 Minuten laufen. Auf dem Weg zurück haben wir noch einen Motorradunfall miterlebt, der zum Glück noch einigermaßen glimpflich ausgegangen ist. Die Straßen hier sind wirklich schrecklich, habe noch nie so viele Schlaglöcher gesehen. Deswegen ist das Hauptfortbewegungsmittel auch das Quad (ATV).

 

Freitag, 16.12.2016

Für heute haben wir uns ein Quad gemietet, um eine kleine Spritztour nach Montezuma zu machen. Dort wollte ich eigentlich nach Santa Theresa mindestens zwei Nächte im Pura Vida Hostel verbringen, jedoch fühle ich mich leider zu wohl in Santa Teresa, also muss ein Day Trip reichen. Von einer Freundin hatte ich ein paar Tipps bekommen, denn sie hatte dort ein paar Monate bei einem Sozialen Projekt mitgearbeitet. Erster Stop war der Wasserfall bzw. die Wassefälle. Schlau wie ich manchmal bin habe ich natürlich meine Sandalen angezogen und meine Nikes schön im Hostel gelassen; auf so einen „Weg“ war ich definiert nicht vorbereitet. Den ersten Wasserfall (35 Meter hoch) erreicht man nach 20 Minuten durch einen Bach und über einige Wurzeln. Von einem Einheimischen (Tico) haben wir erfahren, dass es über diesem aber noch zwei weitere Wasserfälle gibt (12 und 6 Meter hoch). Da der Argentinier aus dem Hostel unbedingt springen wollte, sind wir weitergezogen. Der Weg dorthin ist wirklich Abenteuer pur und es ist ein Wunder, dass ich mir mit meinen Sandalen (nein es waren keine Trekkingsandalen:D) nichts gebrochen habe.

Nach 30 Minuten Wurzeln hochziehen, an Seilen und Bäumen festhalten und einigen Schweißausbrüchen sind wir endlich angekommen … und der Weg hat sich gelohnt! In einem Becken kann man sich super entspannt abkühlen und von entweder 12m oder 6m runterspringen. Als wir wieder heil unten angekommen sind – der Muskelkater morgen ist definitiv vorprogrammiert- sind wir ins Zentrum von Montezuma gefahren (im Gegensatz zu Santa Teresa gibt es dort wenigstens eins) und habe das erste Mal einem Soda einen Besuch abgestattet. Soda heißen hier die kleinen typischen Restaurants mit Localfood. Im empfohlenen Soda Naranja gab es ein Casada (Reis mit Bohnen, Gemüse und Fisch (3000 Colones) und Gallo Pinto (ebenfalls Reis mit Bohnen und für uns mit Ei). Das Essen die Ticos angeblich den ganzen Tag. Zum Nachtisch sind wir in die Eisdiele direkt an der Ecke beim Supermarkt und haben dort auf Anweisung meiner Freundin- den angeblich besten Oreoshake getrunken. Nomnomnomnom Zuckerschock aktiv, aber das hatten wir uns nach der Wasserfallkletteraktion definitiv verdient.

Eigentlich wollten ich noch zum Playa Grande, der sich 30 Minuten außerhalb von Montezuma befindet und nur zu Fuß zu erreichen ist, aber dafür hatten wir leider keine Zeit mehr. Aber nach allem was ich gelesen, gehört und auf Fotos gesehen habe sollte man dort auf jeden Fall hin, wenn man in Montezuma ist. Auf dem Rückweg haben wir in Cabua bei „Nena“ Halt gemacht (von Montezuma kommend direkt hinter der an gelben Brücke rechts) um dort für den Hostelbesitzer Marmerlade und Kokusöl zu kaufen. Die alte Dame macht das alles selber und hätte ich nicht solche Gepäckschwierigkeiten (bis zum Rückflug noch 5kg aus dem Koffer verlieren- danke Condor!), hätte ich sofort etwas gekauft. Zum Beispiel selbstgemachte Ananas-Kokos-Marmelade oder Kokusöl … wer kann dazu nein sagen?!.

Zurück in Santa Teresa sind wir noch an den ca. 7km entfernten Playa Hermosa gefahren, da dort der Sand besonders weich sein soll. Da aber gerade High Tide war, war das Wasser ziemlich hoch und man hat vom Strand nicht viel gesehen. Nachdem wir noch schnell getankt hatten, haben wir die Anderen im Hostel eingesammelt und sind zur Bananabeachbar gegangen (direkt gegenüber vom Supermarkt am Strand). Die Bar hat super viele gemütliche Sitzmöglichkeiten und ist perfekt, um den Sonnenuntergang zu sehen. Dort gibt es wohl mit das beste Essen in der Umgebung (kann ich mir beim Ansehen bereits vorstellen und einen Spanierin aus unserem Hostel arbeitet dort und meinte Sie könnte es nur bestätigen). Außerdem finden dort auch jeden Abend irgendwelche Veranstaltungen (z.B. Feuershow, live Musik). Heute war ab 19.30 Uhr eine Open Jam Session angekündigt und unser argentinisches Pärchen aus dem Hostel wollte dort auch auftreten. Das war wirklich richtig cool und alle Bands haben super tolle Musik gemacht. Als wir gegen 23 Uhr zu Hause waren, haben die Argentinier erst mal angefangen zu kochen (an so einen komischen Essensrhytmus könnte ich mich glaube ich nie gewöhnen)… Ich hab mich noch kurz dazu gesetzt aber bin dann auch hundemüde ins Bett gefallen.

 

Samstag, 17.17

Heute hat offiziell die High Season begonnen, deswegen zahlen wir jetzt 6500 Colones pro Nacht im 4er-Dorm. Nach einem erneuten Obst-Müsli Frühstück bin ich gegen 9.30 Uhr mit Nithan zum Strand aufgebrochen, um mich eine Runde mit dem Sufboard zu versuchen. Einen halben Tag bekommt man im Hostel für 4300 Colones (ca.7€, ein ganzer kostet 11€). Ein 2 Stunden Surfunterricht hätte 45$ gekostet, schon krass in Mexiko haben wir für 3 Stunden 15€ bezahlt… Meine Versuche sind leider fast alle kläglich gescheitert, mir tat nach 2 Stunden einfach alles weh und ich hatte gefühlt das halbe Meer geschluckt.

Gegen Mittag habe ich mein Board zurückgebracht und nachdem ich mich von dem ganzen Sand befreit habe bin ich zurück zum Strand. Später waren wir noch eine Runde Smoothies im Zula trinken (all day every day), dann ging zurück zum Strand Sunset gucken. Abschließend sind wir zum Roonies Supermarkt um für den argentinischen Barbecue einzukaufen (dort ist es billiger als in dem direkt am Hostel und die Mitarbeiter viel freundlicher). Zurück im Hostel haben sich die Argentinier um Grill und Fleisch und wir Anderen um den Rest gekümmert. Nach ca.3 Stunden Vorbereitung waren wir dann endlich fertig und das Warten hat sich definitiv gelohnt. Das Fleisch war sooooo lecker! Vielleicht sollte ich doch ganz bald mal nach Argentinien…

 

Sonntag, 18.12

Lazy day: Beach, Smoothie, Beach, Sunset, Hostel.

 

Montag, 19.12 

Um 6.30 Uhr ging der Wecker – auf zum Cavo Blanco Nationalpark (bzw. Playa Sueco) But First – let us get some breakfast. In „The Bakery“ bekommt man neben frischem Kaffe super leckeres Frühstück (allerdings etwas teuerer) und kann sehr schön sitzen. Dann ging es los, nach ca. 1 Stunde laufen sind wir am Fischmarkt angekommen, wo wir erst mal einen schönen fetten Fisch gekauft haben. Von dort muss man links einen kleinen Pfad entlanglaufen und sobald man an dem Tor zum Nationalpark ankommt rechts den kleinen Pfad zum Strand nehmen. Dieser ist wirklich wunderschön – wir waren fast die einzigen und es lohnt sich auf jeden Fall, dort einen Tag zu verbringen. Auch die Sonnenuntergänge sollen dort wunderschön sein. Den Weg zurück haben wir uns mit Hitchhiken ein bisschen vereinfacht und verkürzt.

Zurück im Hostel war erst mal duschen angesagt. Eigentlich wollte ich um 14 Uhr den Bus zur Fähre nehmen, um dann eine Nacht in Jaco zu schlafen und Dienstagmorgen von dort zum Manuel Antonio Nationalpark zu fahren. Allerdings haben mich alle überredet doch noch eine Nacht zu bleiben und den Bus am nächsten Morgen um 6 Uhr zu nehmen. Also alles wieder ausgepackt und auf ging es an den Strand, wo dann nach und nach alle eingetrudelt sind und wir später einen wunderschönen (letzten in Santa Teresa) Sonnenuntergang gesehen haben. Danach ging es auf zum Supermarkt, um alles für den Fisch zu kaufen (ja vielleicht war der auch ein Grund warum ich länger geblieben bin :D). Ich habe noch nie so richtig einen kompletten Fisch zubereitet (glaube war ein Red Snapper) aber, dass das so viel Arbeit ist hätte ich nie gedacht. Nach langem Zupfen, Schneiden und viel Blut waren wir irgendwann fertig und die Arbeit hat sich definitiv gelohnt – super lecker! Nach einem erneuten Privatkonzert von den Argentiniern und ein paar Runden Ping Pong und Kicker ging es dann auch schnell ins Bett.

 

Dienstag, 20.12

Gegen 5.40 Uhr stand ich an der „Bushaltestelle“ und das Warten konnte mal wieder beginnen. Von Santa Teresa gibt es täglich um 6 und 14 Uhr einen Direktbus nach San Jose (kostet 7000 Colones). Der Bus fährt auch mit auf die Fähre und man muss nicht in Coban umsteigen, also sehr praktisch. Da ich aber nach Quepos bzw. Zum Nationalpark wollte, habe ich zunächst den Public Bus nach Coban genommen (kommt stündlich), der um 6.30 Uhr dann auch endlich kam. In solchen Situationen freue ich mich schon wieder auf richtige Haltestellen, einen Fahrplan und Apps die anzeigen, wenn was zu spät ist… In Coban angekommen ging es für 1300 Colones direkt weiter mit dem nächsten Bus nach Paquera. Leider musste ich die 1,5 Stunden stehen, aber habe mich nett mit einer Belgierin unterhalten (die auch zum Nationalpark will), also ging die Zeit schnell rum. Pünktlich um 9 Uhr hat die Fähre nach Puntarenas abgelegt (810 Colones).

Um 10.30 Uhr waren wir bereits in Puntarenas, auf ging es zum 4km entfernten Busterminal. Laufen wollte ich dieses Mal nicht und der Kanadier und die Belgierin mussten auch dorthin, also haben wir uns ein Taxi geteilt (1500 Colones). Schnell das Ticket nach Quepos gekauft (2300 Colones) und um 11 Uhr ging es schon los. Gegen kurz vor zwei waren wir bereits in Quepos und kurze Zeit später im Selina Hostel (öffentlicher Bus 290 Colones 7 und hält direkt vor der Tür). Ich hatte noch nichts reserviert, aber zum Glück war noch ein Bett im 10er-Dorm frei (20000 Colones für zwei Nächte mit Frühstück und AC). Ist ein bisschen teurer aber es ist auch High High Season jetzt und hier gibt es zwei Pools, eine schöne Dachterrasse und das Hostel hat erst vor einem Monat aufgemacht, also alles noch sehr neu und super stilvoll eingerichtet (die Rezeption besteht z.B. aus einem alten VW-Bus). Kurz Sachen abgelegt und dann ging es ab an den Pool, nach 8 Stunden on the Road konnte ich den wirklich gebrauchen. Dort bin ich dann auch direkt mit Niklas aus Stuttgart ins Gespräch gekommen, der einfach mal mit dem Fahrrad von Argentinien nach Alaska fährt. Er ist seit Januar 2016 und wahrscheinlich noch bis September 2017 unterwegs. 2 Kontinente, 19 Länder, 21 Monate. Ich find das einer super coole Sache und habe ihn erst mal eine Runde ausgequetscht. Falls jemand Interesse hat, hier ist der Links zu seinem Blog: www.oneman-onebike-onedream.de.

Nachdem wir alle auf der Dachterrasse (ich habe mir erst mal den fetten Sitzsack geschnappt :D) einen wunderschönen Sonnenuntergang gesehen haben, ging es erst mal unter die heiße(!!!) Dusche – ein Traum. Danach bin ich mit meiner Belgierin ein bisschen die Gegend erkunden gegangen. Viel gab es da allerdings nicht, ein ATM, einige Restaurants, eine Bar und ein Supermarkt. Aber wir haben eine Free Latin Dance Class entdeckt – immerhin! Zurück im Hostel haben wir uns zu einer Gruppe Kanadier, Amerikaner, Portugiesen gesetzt und sind dann alle zusammen zur Tanzstunde. Es war sehr amüsant und ich muss sagen, es hat auch echt ganz gut geklappt, meine Füße sind noch heile 😀 Zurück im Hostel habe wir ein bisschen geschnackt und dann bin ich auch schnell ins Bettchen.

 

Mittwoch, 21.12.

Um 7.30 Uhr war ich mit der Amerikanerin und der Belgierin zum Frühstück verabredet, unseren Fahrradfahrer haben wir auch noch getroffen, der musste Kräfte tanken weil er sich heute auf den Weg nach San José macht. Das Frühstück war das Beste, was ich bis jetzt in einem Hostel gegessen habe. Es gab Kaffe, Tee, drei Sorten Obst, Müsli, Joghurt, Gallo Pinto (Reis mit Bohnen), leckeres (!!!) Brot, Käse und Bananenbrot – und von allem so viel man will! Ich glaube ich war seitdem ich in Costa Rica bin nicht mehr so satt. Da die Amerikanerin ein Auto gemietet hat, waren wir mal so faul und sind damit gefahren. Der öffentliche Bus bring einen aber auch für 290 Colones zum Park und fährt alle 20/30 Minuten. Das Parken kostet 2200 Colones für den ganzen Tag und der Eintritt in den Park 9000 Colones. Der Park hat von 7-16Uhr geöffnet, montags geschlossen. Wir haben uns gegen eine guided Tour entschieden, da wir auch so Tiere sehen können. In dem Park gibt es verschiedenen Wege, die man laufen kann und alles ist sehr gut ausgeschildert. Es gibt viele schöne Strände, Aussichtspunkte und dementsprechend auch viele Menschen. Aber ich habe es nicht als allzu überfüllt empfunden. Wir haben ein Faultier, eine Gruppe von Waschbären, einige Affen, Echsen, Spinnen, Frösche und Vögel gesehen – also ziemlich erfolgreich. Nachdem wir ca. zwei Stunden durch den Park gelaufen sind – eine ziemlich schwitzige Angelegenheit bei der Luftfeuchtigkeit – haben wir uns an einem Strand niedergelassen. Ich empfehle auf jeden Fall Sportklamotten, die den Schweiß aufsaugen und Nikes oder Trekkingsandalen (jaaaaaa Mama ich weiß, ich habe die Dinger früher gehasst aber hier wünsche ich mir manchmal echt welche) anzuziehen. Während wir so die Seele in der Sonne baumelnd am Strand lagen, hat es nicht lange gedauert, bis wir Besuch bekommen haben. Leider nicht von ein paar netten Jungs sondern von einem Waschbär… Der hat die Tasche von der Belgierin genommen und ist damit in den Wald verschwunden.

Nach einem kleinen Fight hat sie ihn aber wieder zurückbekommen, gar nicht mal so ein Adrenalinkick… Das hat mich ein bisschen an mein Affentrauma als kleines Kind am Bodensee erinnert. Nur hatte ich damals weder mein IPhone noch Geld, Kreditkarte und Ausweis in meinem Rucksack haha. Gegen 14.30 Uhr haben wir uns wieder auf den Weg gemacht und noch einige Pfade und Strände erkundet, pünktlich um 16 Uhr waren wir draußen. Zurück im Hostel wurde dann erst mal eine Runde geduscht und etwas zum Essen gemacht, dann ging es ab auf die Dachterrasse Sonnenuntergang gucken. Dort bin ich schnell mit einer Schwedin und ein paar Amerikanerinnen ins Gespräch gekommen. Nach eine rWeile haben wir uns auf den Weg zur Bar gemacht, von 18-20 Uhr ist nämlich Cocktail Happy Hour zwei für eins, das kann man sich ja nicht entgehen lassen. Einen mojito bekommt man also für 1500 Colones, das ist okay. Nach einer Weile haben wir rausgefunden, dass heute Localnight ist, das bedeutet alle, die in Manuel Antonio oder Quepos z.B. Tour Guides oder in den Hostels arbeiten. Dementsprechend war ziemlich viel los und ich habe mich sehr gut unterhalten. Gegen Mitternacht habe ich mich dann auch auf den Weg Richtung Dorm gemacht – oder besser gesagt Richtung Eistrue. Die Klimaanlage war gefühlt auf 20 Grad gestellt und ich konnte die Fernbedienung nicht finden. Also ab in den Zwiebellook, in mein Schlafsackinlet (eine meiner Must-Haves beim Backpacken) und unter das Bettlaken.

 

Donnerstag, 22.12.

Um 8 Uhr waren wir zum Frühstück verabredet, danach schnell ausgecheckt und los ging es on the road! Auf ins ca. 45km Dominical, einem kleinen Örtchen mit ein paar Hostels, Bars, Restaurants, Cafés, Surfingspots und einem schönen Strand. Das Auto konnten wir direkt am Strand ohne Gebühren parken. Dort war auch ein kleiner Markt, mit Kleidung, Tüchern und Schmuck. Gut, dass ich noch ein paar Dollar loswerden musste hehe. Nachdem wir einmal über den Markt geschlendert sind, haben wir uns am Strand niedergelassen und dort bis 13 Uhr nochmal intensives Tanning betrieben 😀 Denn für Emi und mich geht es bereits morgen zurück ins kalte zu Hause, für Flora am Samstag. In einem kleinen Soda haben wir noch unser letztes Casado verspeist (2500 Colones für eine riesen Portion) und uns dann auf den Weg Richtung San José gemacht. Flora haben wir in Quepos rausgeschmissen, da sie sich noch ein Busticket für den nächsten Tag nach San José kaufen musste. Die pinken Busse fahren ca. 6-mal täglich (4.30 – 17.30 Uhr) und kosten 5000 Colones. Wenn man ein Ticket hat, kann man direkt in Manuel Antonio einsteigen, ohne muss man zunächst mit dem Bus nach Quepos und dann dort einsteigen. Im Auto ist das alles natürlich wesentlich entspannter. Wir haben uns super unterhalten und demensprechend war die ca. 3 stündige Fahrt sehr kurzweilig. Unterwegs haben wir noch an einer Krokodilbrücke gehalten und dort wirklich ein paar riesige Exemplare beobachtet. Emi hatte ein Hostel in San José, ich musste jedoch auf Grund meines Koffers zurück in das in Alajuela, was auf dem Weg liegt. Also wurde ich bis vor die Tür chauffiert, besser hätte es nicht sein können. Im Hostel angekommen, viel mir erst mal ein fetter Stein vom Herzen, als ich meinen Koffer noch unter der Treppe liegen sehen habe. Ich habe mir schon sonst was ausgemalt. Im Zimmer angekommen, war ich froh, dass außer meinem nur ein weiteres Bett belegt war. Also konnte ich in Ruhe meine (zum Glück vorerste letzte) Packsession starten. Nachdem soweit alles verstaut war, habe ich den Abend mit einer (definitiv nötigen) Beautysession, Fotos sortieren, Nachrichten beantworten und Musik hören verbracht. Später habe ich Gesellschaft von meiner Zimmernachbarin bekommen, die den gleich Flug wie ich morgen nach Frankfurt nimmt. Super, denn dann konnten wir uns das Taxi teilen.

Freitag, 23.12.

Den Wecker um 6 Uhr hatte ich definitiv nicht gebraucht, ich lag fast die ganze Nacht wach, weil ich zu aufgeregt war. Außer meinem Freund und meinen Freundinnen zu Hause weiß nämlich keiner, dass ich zurückkomme. Alle denken, dass ich erst am 20. Januar aus Kuba angeflogen komme. Ein kleines Weihnachtsgeschenk für meine Familie J Um 6.45 Uhr waren wir am Flughafen (Taxi nur 2300 Colones) und um 8.30 Uhr hat bereits das Boarding begonnen. Mit etwas verspätung sind wir um 9.40 Uhr endlich gestartet, zunächst in Richtung Santo Domingo. Dort hatten wir ein ca. 1 stündiges Layover bis es endlich weiter Richtung Frankfurt ging, Flugzeit 8,5 Stunden.

 

Fazit

Costa Rica ist ein wunderschönes Land, die Ticos und Ticas super freundlich und ich habe mich in keiner Sekunde unsicher gefühlt. Mit den öffentlichen Bussen von A nach B zu kommen ist definitiv möglich und auch sehr günstig, wenn man jedoch Zeitdruck hat gibt es auch die Möglichkeit (z.B. über Interbus) private Shuttle zu buchen, diese kosten jedoch meistens um die 40-70 Dollar. Ich will auf jeden Fall nochmal zurückkommen und nach La Fortuna auf den Vulkan, nach La Tortugero Schildkröten gucken und nach Puerto Viejo und Cahuita zu den Rasterlocken, Reaggybars und Hängematten an die Karibikküste. Das einzige, was mich sehr gestört hat ist, dass wirklich alles super teuer ist. Nicht umsonst wird Costa Rica auch als die Schweiz Zentralamerikas bezeichnet. Ich habe pro Übernachtung ca.12,50€ ausgegeben und pro Tag ca.10€ für Essen. Jedoch habe ich selten auswärts gegessen und mir meistens etwas selber gekocht. Gerade, weil ich wahrscheinlich mexikanische Preise gewöhnt war, war das für mich eine sehr große Umstellung.

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