Reisebericht Dänemark: Nordseeland – die dänische Riviera

Reisebericht Dänemark: Nordseeland – die dänische Riviera

Reisebericht unserer Leserin Ilka

Nordseeland ist wohl der Geheimtipp schlechthin, denn hier trifft man nur auf sehr wenig deutsche Urlauber. Die meisten Urlauber sind nämlich Dänen. Mal ehrlich: Wenn ihr an Dänemark denkt, denkt ihr doch wahrscheinlich zuallererst an Blavand, oder? Ich unterstelle an dieser Stelle auch mal, dass ihr bestimmt wisst, dass die Hauptstadt von Dänemark Kopenhagen ist. Aber wo genau liegt denn Kopenhagen? Grob gesagt, kann man Dänemark in Jütland (das Festland mit Blavand etc.) und Sjaeland (Seeland) unterteilen. Seeland ist die größte dänische Insel, auf der Kopenhagen liegt. Den nördlichen Teil von Seeland nennt man deswegen Nordseeland.

Und schon sind wird dort, wo ich mit euch hin möchte. Hier ist die Landschaft sehr schön hügelig mit weiten Feldern, Wäldern und den schönsten Naturstränden von Dänemark. Hier könnt ihr Schlösser besichtigen oder einen Shoppingtrip nach Kopenhagen unternehmen. Von hier aus könnt ihr sogar mit der Fähre nach Schweden übersetzen.

Ich nehme euch in diesem Bericht mit auf (m)eine Reise von Hundested nach Helsingör. Aufgrund der Vielfältigkeit der Region Nordseeland wird es mir leider nicht möglich sein, euch alles zu erzählen, denn das würde den Rahmen dieses Berichtes bei Weitem sprengen. Aber ich berichte euch von den für mich schönsten Orten.

Bevor ich weitererzähle, hier noch ein paar kurze Infos zur Währung:

In Dänemark bezahlt man in dänischen Kronen. Der Umrechnungskurs liegt zurzeit bei 7,4445 Kronen für 1 Euro. In Dänemark könnt ihr fast überall mit der einfachen EC-Karte bezahlen.

Da Dänemark kein billiges Land ist, habe ich für mich als einfache Faustregel herausgefunden, dass hier alles ungefähr drei Mal so teuer ist, wie bei uns. Aber keine Sorge, ich erzähle euch später noch, wie ihr trotzdem nicht euer gesamtes Hab und Gut in Dänemark loswerdet.

Ein letzter kleiner Tipp vorweg: Wenn ihr die Möglichkeit habt, eure eigenen Fahrräder mitzunehmen, dann macht das unbedingt! Es gibt in Nordseeland schöne Fahrradtouren.

Nun kann die Reise losgehen:

Anreise:

Es gibt zwei Möglichkeiten nach Nordseeland zu gelangen:

Die erste Möglichkeit besteht darin, über die 18 km lange Große Belt Brücke zu fahren. Eine einfache Überfahrt kostet euch 34 Euro mit einem Pkw bis 6 Meter Länge.

Die zweite (und für mich schönste) Möglichkeit ist die, mit dem Schiff von Puttgarden nach Rödby zu fahren. Durch die Überfahrt mit dem Schiff wird die Reise so schön geteilt und ihr seid nicht nur die ganze Zeit über im Auto. Wenn ich auf das Schiff fahre, beginnt an dieser Stelle der Urlaub…

Die Überfahrt dauert 45 Minuten und kostet in der Hauptsaison 67 Euro bei einem Economy-Ticket. Von Bremen nach Puttgarden braucht ihr ohne Stau 3 Stunden. Dann 45 Minuten Überfahrt mit dem Schiff nach Rödby und ab dort noch einmal zwei Stunden bis nach Nordseeland. Die Strecke bis nach Puttgarden finde ich ganz schön, weil Puttgarden auf Fehmarn liegt. Um die Insel Fehmarn zu erreichen fahrt ihr über die kostenlose Fehmarnsundbrücke und habt von dort einen tollen Ausblick auf das Meer und einen kleinen Teil der Insel.

Tipp: Unter www.scandlines.de könnt ihr die Abfahrtzeiten der Fähre nachsehen und die verschiedenen Arten der Tickets. Im Grunde reicht es völlig aus, wenn ihr einen Platz auf einer bestimmten Fähre eurer Wahl reserviert. Wenn ihr zu spät zum Auffahren erscheint, müsst ihr halt auf die nächste Fähre warten. Alle anderen Tickets sind reine Geldverschwendung und bringen euch nicht wirklich einen Vorteil (haben wir alles schon getestet).

Wenn ihr nun in Rödby angekommen seid, heißt es ACHTUNG: Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h Außerorts und auf Schnellstraßen bzw. 130 km/h auf Autobahnen bitte unbedingt einhalten, auch wenn die schönen breiten Straßen zum Rasen einladen und sich die Dänen selber nicht an die Vorgaben halten. Die dänische Polizei macht mit Vorliebe Jagd auf ausländische Verkehrssünder!

Lasst euch dadurch jetzt bitte nicht abschrecken, in anderen Ländern gibt es schließlich auch strenge Vorschriften.

Wohnen

In Dänemark wohnt ihr natürlich in einem “hyggeligen“ (gemütlichen) Ferienhaus.

 

 

Ferienhäuser gibt es für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Und hier kommt auch schon der entscheidende Vorteil eines Ferienhauses in Dänemark: Es ist vergleichsweise immer noch deutlich günstiger als z.B. ein Ferienhaus auf einer deutschen Insel oder im Süden. Und das macht den Urlaub, auch wenn alles andere teuer in Dänemark ist, immer noch gut bezahlbar.

Ich wohne immer in der Region Halsnaes, das liegt im Nordosten von Seeland, und dort in dem kleinen Küstenort Liseleje. Ich liebe diesen Ort aus mehreren Gründen: Liseleje hat den schönsten Strand! Die “City“ von Liseleje besteht nur aus einer nicht sehr langen Straße mit süßen kleinen Geschäften. Es gibt nur höchstens eine handvoll Restaurants bzw. Imbisse und einen sehr leckeren Eisladen. Die City verläuft direkt parallel zum schönen Strand. Ein großer Parkplatz befindet sich gleich hinter den Dünen. Dort gibt es auch einen großen Wald mit einem tollen Waldspielplatz für Kinder (und Kind gebliebene Erwachsene). Er ist wirklich außerordentlich schön gemacht. Ansonsten hat Liseleje auch noch eine romantische Küstenstraße (etwas eng für Autos). Liseleje versprüht einen ganz besonderen Charme, den ich nur schwer beschreiben kann.

 

 

Ich buche unser Ferienhaus immer über die Agentur www.feriepartner.de/liseleje. Die ist nämlich direkt in der City von Liseleje ansässig. Dort spricht man neben dänisch auch deutsch und englisch. Weitere Angebote findet ihr mit unserer Ferienwohnungssuche, bei airbnb oder Traum-Ferienwohnungen.

Einkaufen und Essen gehen

An dieser Stelle möchte ich euch auf eine Besonderheit in Dänemark hinweisen:

Es ist üblich, dass man auf den Parkplätzen der Supermärkte NUR mit Parkscheibe parken darf. Bitte IMMER darauf achten! Ansonsten wird es sehr teuer für euch. Der Bußgeldbescheid kommt garantiert zu euch nach Deutschland. Und denkt nicht, dass ihr nicht zahlen müsstet, nur weil ihr in Deutschland wohnt. Es besteht ein entsprechendes Strafverfolgungsabkommen zwischen Dänemark und Deutschland, wonach ein dänisches Bußgeld in Deutschland gerichtlich eingetrieben werden darf.

Lasst euch davon aber jetzt nicht den Urlaub vermiesen. Denkt einfach dran, dann könnt ihr euren Urlaub entspannt genießen 🙂

Wie schon zuvor erwähnt, sind die Lebenshaltungskosten in Dänemark sehr hoch. Glücklicherweise gibt es aber auch hier Lidl und Aldi! Dort solltet ihr fast ausschließlich einkaufen, um euer Urlaubsbudget nicht zu sehr zu strapazieren. Die anderen Supermärkte sind auch nicht uninteressant und ihr solltet unbedingt mal hineingehen. Kaufen dürft ihr natürlich auch etwas… 🙂

Die Sache mit den Brötchen: In Dänemark schmecken die Brötchen bei den meisten Bäckereien einfach nicht so gut wie bei uns. Dafür sind sie aber sehr teuer. Wir essen zum Frühstück am liebsten die dänische Flut (gesprochen: Flüt). Flut sieht wie ein Baguette aus, schmeckt aber ein wenig anders. Eher so wie bei uns ein gutes krosses Brötchen. Eine Flut kostet sehr viel weniger als Brötchen, schmeckt aber dafür sehr viel besser.

Den dänischen Kuchen aus der Bäckerei solltet ihr auch unbedingt probieren, denn der ist wirklich toll. Kostengünstige Alternative ist der Kuchen von Lidl aus dem Backshop.

In Dänemark liebt man auch den Hotdog. Die Zutaten für einen Hotdog könnt ihr prima im Supermarkt besorgen. Die Hotdog-Brötchen schmecken in Dänemark besonders gut. Und probiert unbedingt die roten Hotdogwürstchen aus. Auch sie schmecken hier viel besser als bei uns.

Das sind nur ein paar kleine Tipps für den Anfang gewesen. Testet es einfach selber nach eurem persönlichen Geschmack aus.

Zum Thema Essen gehen in Dänemark: Ich brauche glaube ich nicht groß zu erwähnen, dass auch das Essengehen hier sehr teuer ist. In ein dänisches Restaurant gehen wir niemals, denn die Küche ist bei weitem nicht so gut, wie in Deutschland oder anderen Ländern. Natürlich gibt es auch in Dänemark sehr gute Restaurants, aber das hat seinen Preis… An den Häfen könnt ihr gut Fisch essen oder ihr sucht euch ein italienisches Restaurant.

Grillen:

Die Dänen lieben das Grillen – und ich auch 🙂

In den Ferienhäusern gibt es (fast) immer einen Grill. Gutes Grillfleisch könnt ihr in jedem Supermarkt kaufen. Ich finde, es schmeckt hier sehr gut. Aber Achtung: Wenn ich oben erwähnt habe, dass in Dänemark die roten Hotdogwürste sehr gut schmecken, so gilt das nicht für dänische Bratwürste. Die kommen an unsere deutschen Bratwürste nämlich nicht heran. Das ist nur meine persönliche Meinung und daher nehmen wir uns immer unsere Lieblingsbratwürste mit in den Urlaub. Auch das Hackfleisch, z.B. für Frikadellen, schmeckt hier nicht so gut und ihr solltet darauf verzichten (auch wieder nur meine persönliche Meinung).

Wie wäre es denn mal mit Grillen direkt am Strand? Sehr romantisch…

Die Strände oder warum Nordseeland die dänische Riviera genannt wird:

Die Strände hier oben im Norden (von Hundested bis Helsingör) nennt man deshalb dänische Riviera, weil es hier besonders schöne weiße Sandstrände gibt und die Wasserqualität sehr gut ist. Die Strände führen entlang der wunderschönen Küste mit Dünen, Wäldern und Steilküsten. Jeder Strand hat seinen eigenen Charme. Die Strände sind Naturstrände. Soll heißen, hier gibt es keine Kurtaxe zu zahlen und es befinden sich durchaus auch mal Steine am Strand. Hier findet ihr alles, was das Meer so anspült. Die Strände sind vergleichsweise schmal, wenn man sie mit den Stränden z.B. in Blavand vergleicht. Dort sind sie sehr breit und geebnet. Hier sind sie natürlich gehalten und wurden nicht künstlich verschönert, denn was gibt es schöneres als wild romantische Naturstrände…

Mein Tipp: Klappert mit dem Auto die Küstenstraße von Hundested bis Helsingör ab und entdeckt euren persönlichen Lieblingsstrand! Sie sind so unterschiedlich und spannend, dass dieser Bericht nicht ausreichen wird, um euch die faszinierende Schönheit dieser Strände zu beschreiben.

Die Region Halsnaes:

Wie schon zuvor erwähnt, liegt diese Region im Nordosten von Seeland. Die “Hauptstadt“ von Halsnaes ist Frederiksvaerk. Sie ist eine alte Industriestadt und ist wegen ihrer einzigartigen Geschichte zum nationalen Kulturerbe ernannt worden. Frederiksvaerk nennt man auch “klein Venedig“ wegen der vielen Brücken und dem Kanal, der durch die Stadt fließt.

Es gibt ein Einkaufszentrum und entlang dem Kanal eine kleine Fußgängerzone, die sehr hübsch gemacht ist.

Von Liseleje aus sind es bis hier ca. 10 Autominuten.

Einen Hafen hat die Region auch: Hundested. Hundested ist ein hübscher kleiner Ort mit einem kleinen Hafen.

 

 

Hier kommen wir fast täglich im Urlaub her. Wir kaufen hier im Supermarkt ein oder frischen Fisch direkt am Hafen. Es gibt auch einen tollen kleinen Eisladen in der Nähe des Hafens mit selbstgebackenen Waffeln. Ein MUSS! Direkt am Hafen gibt es nette kleine Restaurants bzw. Fischimbisse. Besonders hervorheben möchte ich das Bryghus. Hier könnt ihr lecker essen und das Bier vom Bryghus wird dort direkt hergestellt. Im Sommer gibt es tolle Open-Air-Konzerte am Hafen vor dem Bryghus. Ansonsten hat sich die dortige Tourismuszentrale etwas Besonderes ausgedacht: Sie hat den Charme des Hafens mit dem Kunstgewerbe verbunden. Soll heißen, entlang des Hafenbeckens gibt es ein Kunstgewerbe nach dem anderen. Hier werden Bilder, Kunstobjekte etc. zum Kauf angeboten. Eine Glasbläserei ist das Highlight. Hier könnt ihr sogar zuschauen, wie die Glasobjekte entstehen.

Für Kinder ist direkt am Hafenbecken eine Forscher-Plattform eingerichtet worden. Hier können die Kinder in separaten kleinen Becken Fische und Krabben beobachten oder mit einer kleinen Angel die Krabben hochheben. Die Kinder (und auch die Erwachsenen) können hier sogar ein Krabbenrennen veranstalten. Unsere Kinder lieben es hier, weshalb wir schon deswegen fast jeden Tag herkommen müssen.

 

 

Von Liseleje aus fahrt ihr bis hier ca. 15 Autominuten.

Gleich hinter Hundested kommt Lynaes. Lynaes ist das Surfparadies in Nordseeland. Hier gibt es einen flachen Strand, der auch ideal für Kinder ist. Einen kleinen Segelboothafen mit einem schönen Spielplatz gibt es hier auch. Wir kommen immer gerne nach Lynaes, schauen uns den Segelboothafen an, besuchen den schönen Spielplatz direkt am Hafen und setzen uns zum Abschluss in die flachen Dünen am Strand und schauen den Kitesurfern zu.

 

 

Arresö

Der Arresö ist mit seinen 39,87 qm der größte See Dänemarks und befindet sich östlich von Frederiksvaerk. Es gibt einen schönen Fahrradweg entlang dem Ufer, wir haben es allerdings nie geschafft, den kompletten See zu umrunden. Mit dem Auto geht es aber auch.

Die Landschaft um den Arresö ist natürlich auch wunderschön. Es gibt versteckte kleine Anglerstege, an denen ihr prima Picknicken könnt.

Ein Sonnenuntergang am Arresö an einem romantischen Anglersteg hat übrigens auch seinen Reiz…

Asserbo Plantage

Ich könnte auch sagen: Asserbo Wald. Es ist nämlich ein riesiger (und ich meine wirklich ein riiiiiiiiiiesiger) Wald, der sich von Asserbo über Liseleje bis nach Tisvildeleje erstreckt. In Asserbo befindet sich ein Ferienhausgebiet mitten im Wald. Es gibt natürlich auch eine Hauptstraße entlang des Waldes. Dort gibt es einen Bäcker, ich glaube 2 Restaurants (das ändert sich aber immer mal wieder) und einen kleinen Supermarkt.

Wenn ihr ein Ferienhaus in Asserbo habt, könnt ihr mit dem Fahrrad durch die Asserbo Plantage direkt durch den Wald bis an die Dünen zum Strand fahren. Auch sehr toll, weil ihr dann an einem Strandabschnitt landet, wo weit und breit kein Parkplatz ist. Und wo kein Parkplatz, dort auch wenig Leute am Strand…

Eine schöne Fahrradtour durch Asserbo Plantage geht auch von Asserbo bis direkt nach Tisvildeleje.

In Asserbo Plantage könnt ihr auch die alten Schlossruinen besichtigen. Besonders bei Kindern sehr beliebt.

 

 

Tisvildeleje

Ein weiterer Lieblingsort von mir ist Tisvildeleje. Von Liseleje aus gesehen, liegt Tisvildeleje in der entgegengesetzten Richtung von Hundested. Es ist ein sehr romantischer kleiner Küstenort direkt am Strand. Ich liebe die Steilküste dort! Hier reicht Asserbo Plantage sogar bis zum Strand von Tisvildeleje. Die City hat wie Liseleje nur eine kleine Einkaufsstraße. Hier gibt es ein sehr empfehlenswertes kleines italienisches Restaurant (auch nicht zu teuer), sehr schöne, aber teure Restaurants, einen Strandimbiss, süße kleine Geschäfte und romantische kleine Häuser mit schönen verwunschenen Gärten.

 

 

 

Mein Tipp: Fahrt mit dem Auto durch Tisvildeleje auf der einzigen Hauptstraße bis zum Ende am Strand durch. Parkt dort auf dem großen Parkplatz und lauft anschließend zu Fuß wieder zurück durch den Ort. Geht auch ruhig mal in die kleinen Gassen Richtung Strand und Steilküste. Von oberhalb der Steilküste habt ihr einen grandiosen Ausblick auf den Strand und das Meer!!!

Heatherhills

Auf eurem Weg auf der Küstenstraße weiter Richtung Helsingör kommt ihr an den berühmten Heatherhills in der Nähe von Rageleje vorbei. Die Heatherhills könnt ihr nicht übersehen. Sie liegen gegenüber dem Campingplatz auf der Seeseite. Haetherhills bedeutet Heideberge. Man nennt sie so, weil es eine große Heidelandschaft aus Dünen ist. Ihr könnt und solltet einen Spaziergang durch diese Landschaft unternehmen.

Gilleleje

Und weiter geht unsere Fahrt. Als nächstes möchte ich euch den kleinen Hafenort Gilleleje näher bringen. Hier könnt ihr einen Bummel durch die Einkaufsstraßen unternehmen. Oder ihr schaut euch den Hafen an. Wenn ihr Glück habt, findet gerade in einer der Hallen eine Kunstausstellung statt. Essen könnt ihr auch sehr gut am Hafen.

 

 

Wenn ihr auf der Küstenstraße kurz vor Helsingör seid, könnt ihr von hier aus Schweden sehen. Helsingör ist eine relativ große Hafenstadt. Von hier aus könnt ihr mit der Fähre nach Schweden übersetzen. Wir kommen hier meistens her, um ein wenig in der Fußgängerzone zu bummeln. Bei der Gelegenheit schauen wir auch gerne noch kurz am Hafen vorbei.

Mein Tipp: Wenn wir einen Tagesausflug nach Helsingör planen, nehmen wir für die Hinfahrt die schnellste Route durch das Landesinnere (fragt euer Navi diesbezüglich). Von Liseleje bis Helsingör auf dieser Strecke benötigt ihr ca. 40 Autominuten. Für die Rückfahrt nehmen wir dann die schöne Küstenstraße, die gleich hinter dem Hafen beginnt und über die ich vorhin schon geschrieben habe.

Shopping und Kultur:

Hilleröd und Schloss Frederiksborg:
Zum Shoppen eignet sich die Stadt Hilleröd sehr gut. Sie hat eine charmante Fußgängerzone, die an den See von Schloss Frederiksborg angrenzt. Mit der M/F Frederiksborg könnt ihr eine Bootsfahrt über den Schlosssee machen, und das Schloss vom See aus bewundern.

Die Ablegestelle für die Bootsfahrt liegt an dem Stück des Sees neben dem Marktplatz. Dort auf der Ecke befindet sich auch ein sehr nettes italienisches Restaurant, in welchem wir immer essen, wenn wir in Hilleröd sind.

 

 

Schloss Frederiksborg solltet ihr auch unbedingt besuchen. Ich habe dieses Schloss als Kind auf “Schloss Krötinhall“ (ist von Kröte hergeleitet) umgetauft, weil es meine kindliche Phantasie so beflügelt hat. Es gibt nämlich einen Kinderroman „Der Wind in den Weiden“, in dem das Schloss Krötinhall vorkommt. Genauso wie das Schloss Frederiksborg habe ich mir Krötinhall vorgestellt. Wer weiß, zu was für Phantasien das Schloss eure Kinder beflügelt…

Schloss Fredensborg
Schloss Fredensborg (Burg des Friedens) gilt als Sommerresidenz der königlichen Familie. Hier werden sowohl offizielle Besuche abgehalten als auch Familienfeiern ausgerichtet.

Erwähnenswert ist hier die wunderschöne riesige Gartenanlage mit ihren Alleen, die sternförmig vom Schloss hinausgehen. Ihr könnt hier prima einen langen Spaziergang durch die Gartenanlage unternehmen.

 

 

Bei unserem letzten Besuch, staunten wir nicht schlecht, als wir das Schlossgrundstück und die Gartenanlage nicht betreten durften. Wachen marschierten vor dem Schloss auf und ab, weil anscheinend die königliche Familie zugegen war. Es war schon beeindruckend und meine kleine Tochter konnte sich ein „Hallo Herr König“ zu den Wachen nicht verkneifen, was bei den Wachen aber wenig Eindruck hinterließ.

Roskilde
Wenn ihr Kinder habt, kann ich euch das Wikingermuseum sehr empfehlen. Achtung: Die Bastelaktivitäten für Kinder auf dem Außengelände müsst ihr extra bezahlen! Es lohnt sich aber. Unsere Kinder hatten hier viel Spaß.

Das Beste kommt zum Schluss: Kopenhagen!

Wenn ihr nach Kopenhagen fahren wollt, nehmt am besten den Zug von Hundested (Hafen) oder Frederiksvaerk aus. Dann erspart ihr euch die nervenaufreibende Parkplatzsuche.

Um es vorweg zu nehmen, Kopenhagen könnt ihr nicht an einem Tag erkunden. Nachfolgend gebe ich euch einige Tipps, was ihr unbedingt gesehen haben solltet:

Die Ströget
Die Ströget ist die berühmte 1,1 km lange Fußgängerzone in Kopenhagen. Sie beginnt beim Rathausplatz und endet beim Königlichen Neuen Markt. Die Ströget verströmt einen ganz besonderen Charme aus quirliger Multi-Kulti-Weltstadt und dänischer Gelassenheit. Hier trifft Nobel-Boutique auf Dänisches Porzellan und mitten drin verzaubern euch immer wieder Straßenkünstler. I love it!!!

Mein persönlicher Geheimtipp: Das Illums Bolighus. Es ist ein großes Einrichtungshaus, wo ihr nur Möbel, Haushaltsgegenstände und Deko im dänischen Style kaufen könnt. Nicht zu verwechseln mit dem Kaufhaus Illums, wo ihr auch Mode, Bücher, Speisen etc. kaufen könnt. Wir gehen immer ins Illums Bolighus, lassen uns inspirieren und kaufen auch gerne etwas. Denn hier gibt es die alltäglichen Dinge des Haushaltes “in schön und besonders“.

Kanalrundfahrt ab Ved Strand
Wenn ihr ziemlich am Ende der Ströget angekommen seid, befindet sich auf der rechten Seite am Ved Strand der Ablegeplatz für die einstündige Kanalrundfahrt. Die solltet ihr unbedingt machen und Kopenhagen von der Kanalseite bestaunen. Es lohnt sich!!!

Nyhavn
Nyhavn ist der beliebte Hafen nach der Ströget. Er besticht durch seine stets quirlige Atmosphäre. Die hübschen alten, bunt angestrichenen Häuser sind begehrte Fotoobjekte für Touristen. Die meisten Häuser sind noch immer Wohnhäuser, in denen sich Cafés, Bars und Restaurants befinden.

Hans Christian Andersen hat hier ebenfalls mehrfach gewohnt.

Ich persönlich liebe es, hier draußen in einem Café zu sitzen, die vielen Menschen zu beobachten und die Hafenatmosphäre zu genießen. Und ich bin mir sicher, ihr werdet es auch tun…

Schloss Amalienborg
Nach dem Nyhavn kommt ihr an Schloss Amalienborg vorbei. Das ist die Stadtresidenz der dänischen Königin Margarethe II. Wenn die königliche Familie zugegen ist, findet täglich um 12:00 Uhr die Wachablösung statt.

Kleine Meerjungfrau
Last but not least gelangt ihr nach dem Schloss Amalienborg zu der kleinen Meerjungfrau (lille havfrue) am Langelinie Kai. Sie ist mit ihren nur 125 Centimetern wohl die bekannteste Dänin, was wohl auch die Königin neidlos eingestehen muss. Als ich die kleine Meerjungfrau zum ersten Mal besuchte, bin ich glatt daran vorbeigelaufen, weil sie eben doch viel kleiner ist, als erwartet.

Wenn ihr schon mal in Kopenhagen seid, solltet ihr der kleinen Meerjungfrau auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

Tivoli
Der Tivoli ist ein weltberühmter Vergnügungspark für Jung und Alt und befindet sich gegenüber dem Rathausplatz auf der anderen Straßenseite, also sehr zentral gelegen. Neben zahlreichen Fahrgeschäften und Restaurants begeistert der Park mit seinen Attraktionen sowie Kultur- und Musikprogrammen. Besonders schön: Abends, wenn es dunkel wird, wird der Park durch viele, viele Lichter romantisch erleuchtet. Ein Schauspiel für sich! An den Wochenenden finden auch Feuerwerke statt.

Ob mit Kindern oder ohne, der Tivoli bietet für jeden etwas.

Mein persönlicher Tipp: Bleibt auf jeden Fall dort, bis es dunkel wird. Ihr verpasst sonst wirklich etwas Besonderes!

Fazit: Keine Region Dänemarks ist so abwechslungsreich und landschaftlich so atemberaubend schön wie Nordseeland. Ein Motto für Nordseeland könnte lauten: Hier bin ich Mensch, hier kann ich sein…

 

 

Farvel, hej hej og vi ses i Nordsjaeland!

Hilfreiche Links

  2 Kommentare

Artikel bewerten:

(5 Bewertungen, Durchschnitt: 4,80 von 5)
Loading...
  1. Katja Kopf sagt:

    Besten Dank für Deinen Bericht, den ich heute entdeckt habe. Wir sind gerade mit der Familie in Nordseeland und an einem Regentag wie diesem ist es genau richtig, in Berichten wie Deinem zu stöbern, um die sonnigen Tage zu planen! Die Sache mit den Parkuhren auf Einkaufsmarkt-Parkplätzen kann ich nur bestätigen. Gestern hat es uns erwischt, als wir im Vorbeifahren kurz bei Netto reingesprungen sind und aus deutscher Gewohnheit (Parkplätze an ländlichen Supermärkten ohne Parkuhr) nicht auf die Parkschilder geachtet haben: 780 Kronen! Heute hat sich meine Wut schon wieder gelegt und ich freue mich auf schöne Ausflüge mit Deinen Tipps. Viele Grüße!

  2. Katrin sagt:

    Danke für den ausführlichen Bericht!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.