Reisebericht Luang Prabang – Erfahrungen, Tipps und Highlights

Reisebericht Luang Prabang – Erfahrungen, Tipps und Highlights

Ein Reisebericht von unserer Reiseexpertin Denara

Luang Prabang ist wohl der bekannteste Ort in Laos. Er ist geprägt von Kultur und Geschichte, sogar zum UNESCO Weltkulturerbe wurde die Stadt 1995 ernannt. Die Besonderheit an Luang Prabang ist die Abwechslung aus traditioneller laotischer und moderner europäischer Architektur, beeinflusst aus der Kolonialzeit. In diesem Reisebericht Luang Prabang teile ich meine persönlichen Eindrücke, Tipps zur Anreise, Unterkunft und spannenden Aktivitäten vor Ort.

Anreise nach Luang Prabang:

Es gibt mehrere Wege nach Luang Prabang zu gelangen. Da die Stadt einen Flughafen besitzt, ist es möglich zu fliegen. Kommt man von anderen Orten aus Laos, besteht die Möglichkeit mit dem Zug oder Bus anzureisen. Ich habe hingegen einen sehr speziellen Weg gewählt, den ich euch jedoch sehr ans Herz legen kann.

Mit dem Slow Boat nach Luang Prabang – mein persönliches Highlight im Reisebericht

Wer von Thailand aus kommt hat nämlich die Möglichkeit mit dem Slow Boat im Rahmen einer 2-tägigen Bootstour den Grenzübergang nach Laos zu machen. Die Enddestination ist dabei Luang Prabang. Es war eine sehr besondere Erfahrung, 2 Tage mit dem Boot über den Mekong zu fahren. Man bekommt atemberaubende Landschaft zu sehen und hat 2 Tage lang quasi keinen Strom- oder Internetzugang. Super, um mal den Kopf freizubekommen und die ganzen Eindrücke zu verarbeiten!

Da es eine längere Anreise ist, die aus mehreren Stationen besteht, erkläre ich im Folgenden mehr dazu. Am einfachsten und angenehmsten ist es, Chiang Rai als Startpunkt zu wählen. Viele beginnen die Anreise von Chiang Mai aus, wodurch es allerdings länger dauert und man somit nicht die Chance hat, Chiang Rai zu besuchen.

Von Chiang Rai aus kann man über verschiedene Reiseanbieter oder online über 12go.asia, so habe ich es gemacht, die komplette Reise buchen. Man wird Morgens gegen 4 Uhr abgeholt und nach Chiang Khong gebracht, der thailändischen Grenzstadt zu Laos. Dort wird die Einreise und alles, was dazu gehört (Visaangelegenheiten) durchgeführt. Um das Visum zu bezahlen (kostet für Deutsche ca. 40€) ist es notwendig, den passenden Betrag in thailändischer oder laotischer Währung dabei zu haben. Es gibt zwar einen Geldautomaten vor Ort, der aber erfahrungsgemäß nicht funktioniert.

Danach fährt man mit einem Shuttle Bus über die Grenze und wird nach Huai Xay, der laotischen Grenzstadt zu Thailand, gebracht. Von da aus geht es mit einem Shuttle noch einmal zum Pier und somit endlich auf das Boot! Man fährt anschließend ca. 7 Stunden mit dem Boot, bis man in Pak Beng ankommt, wo man eine Nacht verbringt. In Pak Beng gibt es nicht viel zu sehen, allerdings gibt es einige kleine Restaurants mit umwerfendem Blick auf den Mekong bei Sonnenuntergang.

 

Der Ausblick vom Restaurant

 

Am nächsten Morgen fährt man gegen 7 Uhr wieder los und nach weiteren 6-7 Stunden erreicht man schlussendlich Luang Prabang. Wenn man diese Reise, wie ich, organisiert bucht, gibt es an jeder Station Leute, die auf dich achten und aufpassen, dass du alle Stationen reibungslos passierst. Es ist aber durchaus auch möglich, das Ganze auf eigene Faust zu machen! Dazu gibt es auch einige Erfahrungsberichte und Tipps, ich habe mich nur aufgrund der Tatsache, dass ich allein unterwegs (und eben auch ohne Internet und Strom) war, für die organisierte Tour entschieden.

 

Spielende Kinder am Rande des Mekongs

 

Es ist ratsam, sich für die zwei Tage, die man auf dem Boot verbringt, ein paar Snacks, Getränke und Spiele oder Bücher einzupacken. Es gibt zwar ein paar Sachen auf dem Boot zu kaufen, das Angebot ist aber begrenzt.

Unterkunft in Luang Prabang:

Ein wichtiger Punkt in meinem Reisebericht Luang Prabang ist die Wahl der Unterkunft. Empfehlen kann ich das Funny Riverside Hostel. Es ist direkt am Wasser gelegen, es herrscht eine ruhige, aber soziale Atmosphäre und der Aufenthalt beinhaltet kostenloses Frühstück, so dass man morgens mit Blick auf den Mekong sein Frühstück genießen kann. Die Zimmer sind sauber, die Zimmer preiswert und die Lage ist wirklich unschlagbar!

Aktivitäten in Luang Prabang:

Eine der Hauptattraktionen in Luang Prabang ist wohl der Kuang Si Wasserfall. Etwa 25 Minuten mit dem Roller fährt man dorthin und zugegebenermaßen, nachdem ich schon viele Wasserfälle gesehen habe, ist es wirklich ein sehr beeindruckender Wasserfall. Es gibt verschiedene Ebenen, in denen man auch schwimmen kann. Ich empfehle hier aber unbedingt, die Anlage so früh wie möglich zu besuchen, denn schon ab Vormittag wird es leider extrem voll! Der Wasserfall ist definitiv kein Geheimtipp mehr. Ein Besuch lohnt sich meiner Meinung nach aber trotzdem 🙂

 

der wunderschöne Kuang Si Wasserfall

 

In Luang Prabang selbst gibt es beispielsweise den Phousi Hill, ein beliebter Ort, um sich den Sonnenuntergang anzuschauen. Wer sich für die Kultur, die dazugehörigen Traditionen und die Geschichte Laos interessiert, sollte das Traditional Arts and Ethnology Museum besuchen. Es werden regelmäßig freie Touren, Aktivitäten für Kinder und sogar Workshops angeboten.

Um beim Thema Workshops zu bleiben, habe ich hier einen speziellen Tipp für alle Schmuckliebhaber:innen. Im Garden of Eden kann man seinen eigenen Schmuck herstellen, von Ringen und Armbändern bis zu Ketten und Ohrringen. Man kann zwischen kurzen und längeren, detaillierteren Workshops wählen. Am Ende hat man definitiv ein ganz besonderes Reisesouvenir! Außerdem hat man dabei einen großartigen Ausblick auf den Nam Khan Fluss.

 

 

Nam Khan Fluss, welcher mitten durch Luang Prabang fließt und in den Mekong mündet

 

Generell ist Laos sehr für seinen Schmuck bekannt und wenn man durch die Altstadt Luang Prabangs schlendert, gibt es zahlreiche kleine Boutiquen mit handgemachtem Schmuck. Die Altstadt ist meiner Meinung nach das, was Luang Prabang ausmacht. Man geht nur ein paar Treppen hoch und hat plötzlich das Gefühl, in einem anderen Land zu sein. Zahlreiche alte Gebäude, geprägt aus der französischen Kolonialzeit.

 

Ein typisches Häuschen in der Altstadt von Luang Prabang

 

 

Auch in Laos gibt es Nachtmärkte und der Nachtmarkt in Luang Prabang ist riesig! Für Vegetarier:innen kann es sich auf diesem Nachtmarkt etwas schwierig gestalten, ansonsten ist aber viel geboten.

Fazit:

Wie bereits oben erwähnt, ist die Fahrt nach Laos mit dem Slowboat eine spezielle Erfahrung, die sich meiner Meinung nach aber definitiv lohnt! Die lange Anfahrt lohnt sich, denn in Luang Prabang wird man mit einer Menge schönen Ausblicken und Abenteuern belohnt. Luang Prabang war für mich der perfekte Ort, um etwas zu entspannen, gemütlich durch kleine, süße Gassen zu schlendern und den perfekten Mix aus Stadt und Natur zu genießen.

 

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