Reisebericht und Tipps für Phu Quoc – Die größte Insel Vietnams im Wandel

Reisebericht und Tipps für Phu Quoc – Die größte Insel Vietnams im Wandel

Vom Ho Chi Minh Airport flog ich mit dem Flugzeug auf die Insel Phu Quoc. Bei JetStar Pacific findest du sehr günstige Flug Angebote. So habe ich für Hin & Rückflug zusammen 70€ mit Gepäck bezahlt.

Angekommen staunte ich nicht schlecht, wo war ich hier gelandet auf einem Geisterflughafen. Weit und breit war kein Flugzeug zu sehen. Die Maschine machte neben dem Hauptgebäude halt und mit dem Bus fuhren wir zum Eingang des Nebengebäudes. Der Flughafen befindet sich noch im Bau und ist erst zu 80% fertig gestellt.

Diese Insel befindet sich gerade im Wandel, noch vor 10 Jahren stand hier kein einziges Hotel und nun sind es schon über 130 Hotels. Tendenz steigend. Englisch ist auf der Insel noch ein echtes Fremdwort, aber mit Händen und Füßen versteht man sich irgendwann oder man holt kurzer Hand den Google Übersetzer raus. Bis jetzt herrscht auf der Insel noch kein Massentourismus, aber dieses wird sich in 5-10 Jahren geändert haben. Denn im Moment wird sehr viel gebaut. Große Resorts wie das Marriott, Park Hyatt und Novotel werden gerade an der Westküste im Süden aus dem Nichts schnell hochgezogen.

 

Mit dem Taxi fuhr ich zum Hotel nach Duong Duong. Das Taxi hat für eine 15 minütige Fahrt ca. 4€ gekostet. Mein Hotel lag auf eine kleine Anhöhe. Eine nette kleine Bungalow Anlage mit Außendusche, Pool und Frühstück. Jeden Tag Zimmerreinigung und frische Handtücher. Man konnte hier wirklich gar nichts beanstanden und alle waren sehr hilfsbereit. Das Doppelzimmer liegt bei ca. 34€ die Nacht mit Frühstück.

Rollerverleih auf Phu Quoc

Ich bin am nächsten Tag die Straße vor dem Hotel heruntergelaufen um einen Roller zu mieten. Jeder wollte hier für einen Roller 8-10 Dollar haben. Klar, wir sind auf eine Insel, hier ist es immer etwas teurer, aber es waren alte Roller, die schon weit über 100000km auf der Uhr hatten. Tacho defekt, Tankanzeige defekt und so ganz rund liefen sie auch nicht mehr. Das empfand ich schon leicht als Abzocke.

Zurück ins Hotel, fragte ich nach einer Rollervermietung. Die nette Dame sagte zu mir „Kein Problem“, zuckte Ihr Handy telefonierte und sagte „5 Minutes“. In 5 Minuten kam ein junger Vietnamese, der mir den nagelneuen Roller erklärte. Einfach nur Wow, warum habe ich hier nicht gleich nachgefragt. Dieser kostete am Tag 150.000 Dong, das sind ca. 5,50€.

Wunderschöne Strände findest du auf Phu Quoc

Am nächsten Tag machte ich mich auf zu den wunderschönen palmgesäumten Stränden der Insel mit dem Roller los Richtung Norden.

Ong Lang Beach

Von der Hauptstraße fährst du eine kleine Seitenstraße rein, wo sich ein paar kleine Hotels und Restaurants befinden. Das letzte Stück zum Strand ca. 200m geht es dann mit dem Roller über Stock und Stein. Ein paar kleine Strandrestaurants befinden sich hier, die Liegen für die Gäste anbieten. Du musst für 10 $ pro Person was verzehren und kannst den ganzen Tag die Liege benutzen. Es ist ein sehr schöner Strand mit klarem sauberen Wasser. Doch von vielen Menschen kann man hier wirklich nicht reden, vielleicht war es so ca. 20 Leute und wenn du ein bisschen weiter in Richtung Norden den Strand entlang läufst, findest du keine Menschenseele mehr und hast den ganzen Strand für dich alleine.

Strand Chez Carole Resort

Als nächstes fuhr ich zum Chez Carole Resort. Dieser Strandabschnitt gehört direkt zum Hotel. Dort befinden sich einige Liegen und ein schöner Palmenstrand. Der Strand ist super sauber und das Wasser sehr klar. Im Wasser befinden sich Hängematten und eine Schaukel. Das ist wirklich ein cooler Fotospot.

Das Hotel ist wirklich eine Augenweide mit tollen Bungalows, Infinity Pool am Strand. Doch leider sonst weit und breit nichts. Du bist da wirklich auf einen Roller angewiesen. Wer wirklich nur Faulenzen möchte und ab und zu ein paar Touren machen möchte, dem kann ich das Hotel nur empfehlen.

Peppercorn Beach

Westlich im Norden angekommen, gibt es kleine Paradiesische Buchten. Umringt von Palmen und glasklaren Wasser. Ihr müsst dort einmal durch das Pepercorn Beach Resort gehen um an diesem Strand zu kommen. Ich war direkt in einer Bucht davor, wo auch ein Restaurant ist und es war Traumhaft. Klein aber wirklich toll.

Starfish Beach

Weiter Richtung Osten machte ich mich auf zu einem Geheimtipp, dem Starfish Beach.

Abgebogen von der Hauptstraße fuhr ich ca. 1km die Straße weiter bis die Strecke dann nur noch Sandig war. So ging es noch weitere 6 km mitten durch den Dschungel zum Starfish Beach. Eine ältere Dame zeigte an einer Gabelung mit einem Schild den Richtigen Weg. Mein Gott war Sie „Süß“. Bestimmt auch schon um die 80. Auf dem Rückweg habe ich Ihr ein paar Dongs zugesteckt.

Am Strand angekommen waren nur etwa 10 Besucher dort. Schnell die Flip Flops aus und ab ins klare Wasser und da lagen Sie wirklich die Seesterne und sonnten sich im flachen Wasser. Den Steg entlang befand sich auf Stelzen ein Restaurant. Gegessen habe ich dort nicht. Da ich allgemein mit Strandrestaurants eine nicht so gute Erfahrung gemacht habe.

Fazit: Für mich der schönste Strand auf der Insel, alles noch sehr Natur belassen und man kann die Einheimischen zu gucken, wie Sie Ihr Boot weiter bauen oder einfach die Seele baumeln lassen. Durch den nicht ausgebauten Weg zum Strand, verirren sich hier her nur ein paar wenig Besucher.

Bai Sao Beach

Der bekannteste, dreckigste, aber mit dem schönsten Türkisfarbenen-Wasser-Strand. So kann man in Kurzfassung den Strand nennen. Im Süd-Osten der Insel liegt der Bai Sao Beach. Dieser Strand säumt sich mit Palmen und vielen Restaurants und gleichzeitig natürlich viel Dreck.

Vor jedem Restaurant stehen liegen, die man wieder nach dem Prinzip benutzen kann, wenn man was verzehrt für 10$. Das was im Norden die Idylle pur war und wo man gedacht hat, wo sind denn die ganzen Touristen, die findet man tatsächlich alle am Bai Sao Beach wieder. Einmal den Strand auf und ab gegangen und ich wollte nur noch weg, wie ich doch meine ruhigen Strände im Norden vermisst habe. Das einzige was hier wirklich toll war, war das glasklare Wasser. Hier war es noch klarer und der Sand noch weicher als im Norden auf der Insel.

Long Beach

Direkt in Duong Duong befindet sich der fast 20km lange und wohl beliebteste Long Beach. Am Strand befinden sich viele Resorts mit Meerblick und kleine Sunset Bars, wo man abends gemütlich bei einem Cocktail den Tag ausklingen lassen kann. Hier ist natürlich auch ein bisschen mehr los. Im Abstand von 100m kann man sich am Strand massieren lassen und dabei das Wellenrauschen hören. Herrlich! Probiere es mal aus, es gibt nichts Schöneres. Für 1 Std. Rückenmassage habe ich 7€ bezahlt.

 

Ein Blick von oben über die Insel

Chuon Chuon Skybar

Auf einem größeren Hügel gelegen liegt die sehr schöne und charmante Skybar. Der Aufstieg zu Fuß ist ein bisschen zu anstrengend, hier würde ich dir einen Roller oder Taxi empfehlen. Angekommen suchst du dir am Tresen ein Getränk aus, auch Essen kannst du hier. Nachdem alles bezahlt worden ist, bekommst du eine Nummer und kannst nun nach draußen auf die Sky Terrasse Platz nehmen und dir den wundervollen Blick über Duong Duong und dem Meer anzugucken. Getränke und Essen werden direkt zu deinem Tisch geliefert.

Ich würde dir empfehlen dort zum Sunset zwischen 17-18 Uhr hinzufahren. Ich hatte einen leckeren erfrischenden Cocktail mit Lemongrass. Die Chefin Nhi sowie der ganze Service war grandios.

Du findest die Skybar auf Instagram unter @chuonchuon_phuquoc oder auf Facebook Chuon Chuon bistro & skybar.

 

Essen & Trinken auf Phu Quoc

Duong Duong Night Market

In Duong Duong befindet sich der Night Market. Wenn du Fisch- und Seafood gerne isst, bist du hier genau richtig. Hier findest du viele Restaurants, die fangfrische Meerestiere anbieten. Der Night Market hat jeden Tag von 16:30-22:00 Uhr geöffnet.

Unter anderem findest du hier auch noch Souvenirläden und viele kleine Streetfood Stände. Tipp: Kokosnuss ein in einer Kokosnuss. Super lecker.

 

Restaurant Leng Keng Quan

Mein Lieblingsrestaurant findest du in Duong Duong gegenüber vom Saigon Phu Quoc Resort&Spa. Die Speisekarte ist sehr Groß und für jeden was dabei. Selbst Vegetarisch kann man hier gut und preiswert essen.

Ich trinke abends gerne mal ein Bier und die Bierpreise in Vietnam sind die günstigsten, die ich bis jetzt in Asien gesehen habe. Du bezahlst für ein Bier zwischen 15.000-20.000 Dong, 50-70 Cent umgerechnet.

 

Warum du jetzt noch nach Phu Quoc reisen solltest?

Es wird schon an vielen Ecken der Insel gebaut und an vielen Stellen der Insel ist die Wandlung schon zu spüren. In den nächsten 5-10 Jahren sollen hier über 2 Millionen Besucher auf die Insel kommen. Dazu wurde ein neuer Flughafen auf der Insel gebaut, der sich zurzeit noch in Fertigstellung befindet. Der alte Flughafen mit seiner Landebahn befindet sich am Ende von Duong Duong und du kannst direkt mit dem Roller über die Start/Landebahn heizen.

Der Wandel ist nicht mehr aufzuhalten, im Süden wird die größte Seilbahn gebaut, die täglich mehrere 1000 Besucher auf die vorgelagerte Insel Hon Thom befördern soll. Im Norden findest du schon die Geisterstadt Vinpearl. Eine riesengroße Hotelanlage mit Freizeit-Wasserpark und Safari. Neben dem Freizeitpark wird gerade noch eine große Shoppingmall gebaut. Noch bleiben die Besuchermassen aber aus.

Deswegen Reise jetzt! Viele sagen, die Insel ist jetzt noch wie Ko Samui vor 30 Jahren, doch Phu Quoc wird bald das neue Ko Samui Vietnams. Noch hat die Insel ihren Charme, mit vielen wenig besuchten Stränden im Norden, Pfefferplantagen und den kleinen Fischerbooten in den Häfen.



Hey, ich hoffe dir hat dieser Reisebericht gefallen. Ich bin Elina (28) oder auch „Travelina“ genannt. Ich liebe es zu Reisen und bin ständig unterwegs. Ich halte es nie lange in einer Großstadt aus, mich zieht es immer wieder ans Meer. Dort brauche ich nicht viel, Flip Flops, Sonnenbrille und ein kühles Bier. Getreu dem Motto „To Travel is to live“ Meine Reisen & Abenteuer könnt Ihr auf meinen Instagram Profil verfolgen: https://www.instagram.com/travelina/

Ich freu mich auf euch
Eure Travelina

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  2 Kommentare

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  1. Horst Benkenstein sagt:

    Moin Elina,
    toller, interessanter Bericht. Weiter so und noch viele erfolgreiche Ausflüge.
    Hol di fuchtig.
    Horst

    1. Travelina sagt:

      Hi Horst, dankeschön 🙂

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