Dänemark: Ist das Land der Wikinger eine Reise wert?

Dänemark: Ist das Land der Wikinger eine Reise wert?

Das nördliche Grenzland der Bundesrepublik steht bei vielen Deutschen nicht unbedingt ganz oben auf der Reiseliste. Leider, denn das sagenumwobene Land der Wikinger hat allerhand Sehenswürdigkeiten zu bieten, sowohl städtischer als auch landschaftlicher, historischer und kultureller Natur. Hier dürften also für jeden Geschmack die passenden Möglichkeiten dabei sein, den Urlaub ganz gemäß der eigenen Wünsche zu gestalten und den Ausflug nach Dänemark dadurch in eine echte Traumreise zu verwandeln.

Was gibt es im Land der Wikinger zu sehen?

Wenn du in das Land der Wikinger aufbrechen möchtest, solltest du am besten eine Rundreise planen. Denn in Dänemark gibt es auch abseits von Kopenhagen zahlreiche Sehenswürdigkeiten und gewiss möchtest du zudem die wunderschönen Strände genießen. Großstädte, Dörfer, Meer, Ruinen, Schlösser – eine Reise in Dänemark bietet eine Menge Abwechslung und damit zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten ganz nach deinem Geschmack. Doch was solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen?

  • Kopenhagen: Keine Frage, die Hauptstadt ist das Reiseziel Nummer eins, wenn es nach Dänemark geht – denn sie wurde schon mehrfach zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt. Am besten suchst du dir eine zentrale Bleibe mitten in der Stadt und erkundest von dort aus sämtliche Sehenswürdigkeiten wie das Denkmal der Kleinen Meerjungfrau, das Schloss Rosenborg oder den zweitältesten Vergnügungspark der Welt namens Tivoli.
  • Nordjütland: Das Besondere an Dänemark ist unter anderem seine Lage inmitten der zwei Meere. Die Sandbank Grenen in Nordjütland bietet dir die einmalige Gelegenheit, mit einem Fuß in der Nord- und mit dem anderen in der Ostsee zu stehen. Das solltest du dir ebenso wenig entgehen lassen wie die schroffen Steilküsten und die Sandbänke, wo sich Meeresbewohner verschiedenster Art in der Sonne tummeln.
  • Westjütland: Wenn du einmal in deinem Leben Bernstein sammeln möchtest, kommst du an Westjütland nicht vorbei. An den langen Nordseestränden kannst du nicht nur die Seele baumeln lassen, sondern wilde Fjorde sowie beeindruckende Wikingerstädte besichtigen.
  • Ostjütland: Auf der Suche nach Überbleibseln aus der Wikingerzeit bist du zudem in Ostjütland geradezu im Paradies. Die Stadt Aarhaus wurde sogar im Jahr 2017 zur Kulturhauptstadt Europas gekürt und Ostjütland bietet zudem Entspannung in windgeschützten Ostseebuchten sowie Abenteuer in zwei großen Freizeitparks.

Also: In Dänemark gibt es viel zu sehen und zu erleben. Zeit, ein wenig mehr darüber zu erfahren!

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Hand aufs Herz: Wie viel weißt du über Dänemark? Die meisten Menschen haben sich noch nie tiefergehend mit dem kleinen Land beschäftigt, dessen Grenze nur rund 67 Kilometer erfasst und damit den nördlichsten Teil Deutschlands begrenzt. Offiziell gehört Dänemark zusammen mit Schweden, Norwegen sowie Finnland zu Skandinavien. Seine Amtssprache ist Dänisch und die Hauptstadt namens Kopenhagen dürfte dir zumindest ein Begriff sein. Die Währung ist die sogenannte Dänische Krone. Bei der Staatsform wird es jedoch interessant: Dänemark ist eine parlamentarische Erbmonarchie mit dem Regierungssystem einer parlamentarischen Demokratie.

Ein Land in der royalen Tradition

Erst nach dem Jahr 1848 hat sich Dänemark zu einer konstitutionellen Monarchie entwickelt. Das dänische Königshaus lässt sich aber deutlich weiter zurückverfolgen: Es gilt als älteste Monarchie der Welt und entstand bereits vor über 1.000 Jahren, als die ersten dänischen Wikingerkönige gekrönt wurden. Dementsprechend beeindruckend sind die Paläste, Schlösser sowie Herrenhäuser im Land, zu welchen beispielsweise das Schloss Gråsten, das Marselisborg Schloss oder das Schloss Amalienborg zählen. Letzteres ist bis heute die königliche Residenz und damit der Wohnsitz der aktuellen Königin Dronning Margrethe II. Weitere Überbleibsel aus der Monarchie in Wikingerzeiten, die Runensteine von Jelling, sind mittlerweile Teil des UNESCO Weltkulturerbes und erzählen die Legende des ersten Königs eines vereinigten Dänemark Harald Blauzahn, welcher ein direkter Vorfahre der heutigen königlichen Linie ist.

Auch, wenn die jüngste Verfassungsreform im Jahr 1953 das parlamentarische Prinzip im Grundgesetz verankerte und der König beziehungsweise die Königin dadurch mittlerweile nur noch repräsentative Funktionen wahrnehmen, macht die Geschichte eines deutlich: Dänemark ist alles andere als langweilig oder unbedeutend.

Wikinger: Die Heimat der Legende

Wenn du dich stattdessen für Wikinger begeistern kannst, bist du in Dänemark genau richtig. Kaum ein Volk ist so sagenumwoben und bis heute zieht die Geschichte Jahr für Jahr zahlreiche Touristen auf den Spuren der Wikinger nach Dänemark. Demnach soll eine erste Besiedlung durch die späteren Wikinger im 6. Jahrhundert stattgefunden haben. Aus den Schonen kommend, vertrieben sie in Jütland sowie auf den westlichen Ostseeinseln andere germanische Stämme und ab dem 10. Jahrhundert bildeten sich erste kleine Königreiche unter Gorm dem Alten. Dessen Sohn – Harald Blauzahn – startete schließlich die Eroberungszüge quer durch das heutige Europa bis hin zu den britischen Inseln sowie Norwegen. Aus diesem Grund, wurden neben den Dänen bis zum 11. Jahrhundert auch die Schweden, Norweger sowie Isländer als Wikinger betitelt. Doch deren Reich war noch deutlich größer: Kolonien waren zudem in den südlichen Küstenregionen der Ostsee, im Norden Estlands, in Finnland sowie auf den Färöer Inseln, in Grönland und Dänisch-Westindien zu finden.

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Bis heute gehören 2,2 Millionen Quadratkilometer von Grönland sowie 56.584 dortige Einwohner und 1.396 Quadratkilometer von Färörer mit zugehörigen 48.354 Einwohnern offiziell zu Dänemark. Das Land ist also keinesfalls so klein, wie du vielleicht auf den ersten Blick dachtest. Denn das Kernland selbst weist tatsächlich gerade einmal 42.921 Quadratkilometer auf und zählt knapp sechs Millionen Einwohner. Dass sich die Faszination um die Wikinger bis heute hält, liegt vor allem an den zahlreichen Legenden, denn sie waren weltweit berühmt-berüchtigt für ihre Kriege sowie Plündereien.

Alles in allem lautet das Fazit also: Ja, Dänemark ist definitiv eine Reise wert und du solltest ausreichend Zeit mitbringen, denn zu sehen gibt es im Land der Wikinger eine Menge!

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