Reisebericht Norderney – Eine Nordseeinsel mit Charme

Reisebericht Norderney – Eine Nordseeinsel mit Charme

Norderney hat für mich ein besonderes Flair der Nordseeinseln, man kann wegen der guten Fährzeiten einen Tagesausflug machen oder einfach ein ganzes Wochenende dort verbringen. Die 25 Quadratkilometer große Insel ist die Heimat von 6000 Menschen.

85% der Insel sind naturbelassen und gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Das Wetter ist auf der Insel unwichtig; bei jedem Wetter hat sie etwas zu bieten. Ich verbrachte Zeit im Juli bei 16 Grad auf der Insel und dann nochmal zwei Wochen später bei 25 Grad.

Beide Male waren einfach nur traumhaft. Die frische salzige Luft, das Meer und der Wind, der einem um die Ohren bläst. Wie sagt man so schön im Norden, „es gibt kein schlechtes Wetter nur die falsche Kleidung!“

Anreise

Die Anreise nach Norderney gestaltet sich einfach. Per Bahn fährt man durch bis Norddeich Mole und geht dann einfach noch ein paar Meter zum Fähranleger. Tipp: Die Tickets Bahn + Fähre kann man bei der Bahn direkt gleich mit buchen. Es gibt natürlich auch direkt vor Ort Tickets.

Mit dem Auto fährt man die Autobahn bis nach Emden hoch und dann sind es etwa noch ca. 45 Minuten über Land. Vor dem Fähranleger gibt es viele Parkplätze. Hier kann man sein Auto für 5 € am Tag abstellen.

Da Norderney auch einen Flugplatz beherbergt, gibt es auch die Möglichkeit mit einem Flugzeug anzureisen.

Die Fähren fahren in den Sommermonaten stündlich, wenn ein hohes Passagieraufkommen besteht, werden auch noch zusätzlich Fahrten angeboten.

An Bord bekommt man zu erschwinglichen Preisen etwas zu essen und zu trinken. Die Fährfahrt dauert je nach Gezeiten 45-60 Minuten.

Nach ca. 35 Minuten Fahrt sieht man am Horizont langsam die Strandpromenade und die Hochhäuser. Wer Juist oder Spiekeroog kennt, weiß, dass hier ist ein bisschen mehr Trubel los ist. Am Anleger angekommen, bekommt man die NorderneyCard; darauf ist das Ankunftsdatum gespeichert. Diese bitte nicht verlieren, es ist die Kurbeitragskarte. Für Erwachsene sind es am Tag 3,70 € und Jugendliche (14-17 Jahre) bezahlen 1,70 €. Kinder bis 13 Jahren müssen keine Kurtaxe bezahlen.

 

 

Auf der Insel gibt es verschiedene Möglichkeiten sich fortzubewegen. zu Fuß, per Fahrrad, Taxi oder Bus. Wer ein Hotel in der Stadt hat, der kann gemütlich vom Hafen in ca. 15 Minuten dorthin laufen.

Das Hauptfortbewegungsmittel auf Norderney ist das Fahrrad. Mit dem Fahrrad kann man am besten die Insel erkunden. Ob normaler Drahtesel oder E-Bike, diese kann man sich bequem an jeder Ecke auf der Insel mieten. Tageweise oder auch wochenweise. Ein normales Fahrrad kostet ca. 10 € am Tag ein E-Bike ca. 25 € am Tag.

Mein perfekter Tag auf der Insel

Für mich gibt es nichts Besseres als mit dem Fahrrad die Insel zu erkunden. Die Küste entlang durch die atemberaubende Dünenlandschaft. Die Wege sind alle ausgeschildert – so kann man sich auch nicht verfahren.

Aussichtsplattform

 

Den ersten Stop habe ich auf der Aussichtsplattform „Weiße Düne“ eingelegt. Die Insel hat insgesamt drei solcher Aussichtspunkte. Er liegt in mitten der Dünenlandschaft. Hier hat man einen weiten Blick über die Dünenlandschaft, die Insel und das Wattenmeer. Am Horizont konnte ich sogar die Umrisse des Leuchtturms entdecken.

Auf der Plattform steht ein großes Polaroid, eine Art Bilderrahmen zum Foto schießen.

Zwischen dem Weststrand und der weißen Düne befindet sich ein kilometerlanger Strand.

Dieser ist nicht von Rettungsschwimmern bewacht. Hier geht es auch in der Hochsaison sehr ruhig zu und man ist fast alleine an diesem Strandabschnitt.

 

Weiße Düne
Die Weiße Düne ist nicht nur ein Strandabschnitt, sondern bietet hier auch noch ein gleichnamiges Café und Restaurant. Im Sommer lädt es mit seiner schönen Sonnenterasse zum Verweilen ein. Highlights und Klassiker sind Jörg’s Currywurst und der Beachburger 2.0.

An diesem tollen Strandabschnitt stehen die nostalgischen „Umkleide Badekarren“. Ein richtig tolles Fotomotiv. Hier kann man sogar in Schlafstrandkörben übernachten oder sich am Strand massieren lassen.

 

 

Norderneyer Leuchtturm
Der Leuchtturm ist das Wahrzeichen der Insel. Vom Hafen aus sind es etwa 6 km bis zum Leuchtturm. Mit 60 Metern Höhe ist es das höchste Bauwerk auf der Insel.
Von April bis Oktober kann man täglich von 14-16 Uhr den Leuchtturm erklimmen und die 250 Stufen bis zur Aussichtsplattform hochgehen.
Der Eintrittspreis liegt bei einem Erwachsenen bei 3,00 € und Kinder (6-17 Jahre) bezahlen 1,00 €.

Flugplatz Norderney
Faszination Wattenmeer… wer dieses Naturerlebnis einmal von oben anschauen möchte, der kann am Flugplatz Rundflüge über das Wattenmeer buchen. Es werden auch Flüge zu den benachbarten Inseln, wie z.B. Borkum und Juist angeboten.

 

Foto: Thomas Büge

 

Wenn man ein außergewöhnliches Abenteuer auf der Insel erleben möchte, kann man sich in der Zeit vom 16. bis 30. Juli 2020 (auch: 11. bis 13. Mai, 22. bis 24. Juni, 24. bis 26. August und 14. bis 16. September 2020) zu einem Tandemsprung auf der Insel anmelden.

Die Sicht über Norderney ist einfach einmalig.

Schiffswrack am Ostende
Weiter mit Rad in Richtung Osten kann man am Parkplatz Ostheller sein Rad stehen lassen und eine Wanderung zum Schiffswrack, das am Ostende von Norderney auf Grund gelaufen ist, unternehmen. Pro Strecke sollte man 1,5 Stunden einplanen.

Der Weg ist abwechslungsreich, durch grüne Wiesen und sandigen Dünen.

Thalasso & Spa
Entschleunigen und entspannen ist zu jeder Jahreszeit möglich. Hier gibt es das größte Thalassozentrum Deutschlands. Das Bade:Haus Norderney mit einer Fläche von 8.000 qm verteilt auf drei Ebenen:

  • Feuer: Auf dieser Ebene findet man verschiedene Saunen und Ruheflächen mit Kamin und Wärmeliegen.
    Eine Sauna mit 100 °C, die klassische Sauna mit 90°C, eine Bio-Sauna mit 55°C und eine Dampfsauna. Das Highlight ist die 80°C Kelo-Außensauna auf dem Dach. Von hier aus hat man einen Blick über Norderney und der Nordsee.
  • Wasser: Auf der Wasserebene stehen verschiedene Bäder bereit. Ein Feuer Bad von 42°C,
    das Kaltbad als Gegenstück mit kühlen 14°C, das Salzbad mit 36°C und einem Außen Bad 34°C mit Massagedüsen, Liegebereich und Wasserliegen.
  • Familien-Thalassobad: Ein Spaßbad für Klein und Groß. Hier findet man eine Bernsteinhöhle, ei Matschspielplatz, ein Wellenbad und eine Riesenrutsche.

Essen und Trinken

 

 

Marienhöhe
Das Café Marienhöhe ist ein Tradtionslokal mit Flair. Es wurde im 19. Jahrhundert für Königin Marien von Hannover auf einer Düne errichtet. 2016 wurde das Lokal aufwändig renoviert.
Man genießt von dort aus einen fantastischen Blick auf die Nordsee. Bei gutem Wetter kann man auf der Sonnenterasse Platz nehmen und das Rauschen der Wellen hören oder sich einen der wunderschönen Sonnenuntergänge ansehen.

Milchbar
Die Milchbar ist das Szenelokal der Insel und „the place to be“. Der historische Strandpavillion mit dem Glasanbau und Sonnenterasse bietet einen wunderbaren Blick auf die Nordsee.
Besonders ist die Bar beim Sonnenuntergang beliebt. Im Sommer finden Termine mit Blank & Jones statt, chillige Clubsounds zum Sonnenuntergang.

Gosch
Goschen auf Norderney, für den kleinen Hunger zwischendurch, zum Mittag oder zum Abendessen. Gosch bietet leckere Fischbrötchen und eine Menge leckerer Fischgerichte.
Das Konzept ist einfach, man wählt direkt an der Theke sein Gericht und Getränk aus und bezahlt auch diese dort.

Brauhaus
Im Norderneyer Brauhaus wird frisches Bier gebraut. Die Stammsorten sind Norderneyer Pils und Norderneyer Weizen. Das alte Brauhaus bietet einen rustikalen gemütlichen Gastraum mit einem tollen Ambiente durch die roten Backsteinwände und massiven Holztischen. In der Sommersaison kann man das Bier auch am Weststrand genießen oder einen Besuch in der Brauhalle abstatten.

 

 

Strände auf Norderney

Die Strände auf Norderney sind lang und eignen sich super zur Erholung im Strandkorb oder zu langen Spaziergängen.

Weststrand
Der Weststrand befindet sich im westlichen Teil der Insel. Dieser Strandabschnitt ist besonders bei Familien beliebt. Hier steht ein großer Spielplatz zum Toben und Spaß haben zur kostenlosen Verfügung.
Das Besondere an diesem Strandabschnitt ist, dass sich Paare in einem historischen Strandbadewagen das JA-Wort geben können; die Gäste finden Platz in Strandkörben.

Nordstrand
Der Nordstrand ist der Strandabschnitt mit der höchsten Anzahl an Strandkörben, die man mieten kann, um einen entspannten Tag am Strand zu verbringen. Dieser Teil ist auch bei Surfern sehr beliebt.

 

 

Unter anderem findet man hier auch zahlreiche Lokale, wie die Fischbratküche, Cornelius und das Surfcáfe.

Vom Nordbadestrand könnte man noch kilometerweit spazieren gehen bis man den Abschnitt „Weiße Düne“ und danach den FKK-Strand „Oase“ erreichen kann.

Ostbad
Das Ostbad, auch „Oase“ genannt, ist der einzige FKK-Strand auf Norderney. An diesem Strandabschnitt findet man die Strandsauna. Sie bietet ein einzigartiges Erlebnis mit Panoramablick aufs Meer und anschließendem Bad in der Nordsee. Eine vorherige Reservierung in der Hauptsaison und an den Wochenenden ist ratsam.

Hotel
Das Hotel „Künstlerhaus“ liegt im Herzen von Norderney direkt in der Fußgängerzone und verfügt über 36 Zimmer auf 4 Etagen verteilt. In den oberen Stockwerken hat man einen wunderbaren Blick auf die Nordsee.

Zu Fuß sind es 15-20 Minuten zum Hafen und 5 Minuten bis zum Weststrand. Zu Fuß oder per Fahrrad kann man von hier aus alles erreichen.

 

 

Die Zimmer sind sauber und hell eingerichtet und mit Flachbildfernseher, iPod-Dockingstation, Telefon, Kühlschrank, Safe und Schreibtisch ausgestattet. Je nach Saison zahlt man für die Übernachtung 60-70 Euro pro Person und Nacht. Frühstück ist inklusive.

 

 

Das Frühstück ist sehr reichhaltig, es gibt verschiedene Sorten Brot und Brötchen, Käse, Wurst, Lachs und verschiedene Marmeladen. Müsli, Joghurt und Obst darf auch nicht fehlen.

Das Highlight ist hier der frisch gepresste Orangensaft, den man sich direkt aus der Maschine pressen lassen kann. Bei schönem Wetter kann man auch draußen auf der Dachterrasse frühstücken.

 

 




Hey, ich hoffe dir hat dieser Reisebericht gefallen. Ich bin Elina (31) oder auch „Travelina“ genannt. Ich liebe es zu Reisen und bin ständig unterwegs. Ich halte es nie lange in einer Großstadt aus, mich zieht es immer wieder ans Meer. Dort brauche ich nicht viel, Flip Flops, Sonnenbrille und ein kühles Bier. Getreu dem Motto „To Travel is to live“ Meine Reisen & Abenteuer könnt Ihr auf meinen Instagram Profil verfolgen: https://www.instagram.com/travelina/

Ich freu mich auf euch Eure Travelina

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