Reisebericht Rügen – 5 unvergessliche Tage auf der Insel der Vielfalt

Reisebericht Rügen – 5 unvergessliche Tage auf der Insel der Vielfalt

Willkommen zu unserem Reisebericht über die Insel Rügen! Im wunderschönen Monat Juli begaben wir uns auf eine unvergessliche Reise zur größten Insel Deutschlands, Rügen. Die Insel liegt in der Ostsee vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns und erstrahlt im Sommer in voller Pracht. Mit ihrer atemberaubenden Küstenlandschaft, feinen Sandstränden, malerischen Buchten und prächtigen Kreidefelsen zieht sie Besucher aus aller Welt in ihren Bann. Rügen ist eine Oase der Natur, gespickt mit charmanten Seebädern, historischen Orten und einer reichen Kultur. Ihre vielfältigen Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten machen sie zu einem perfekten Reiseziel für Naturliebhaber, Erholungssuchende und Geschichtsinteressierte.

Ein Reisebericht unserer Leserin Claudia

Die Anreise

Unsere fünftägige Reise begann mit der gemütlichen Anreise per Auto und Fähre. Von Stralsund aus setzten wir mit der Fähre auf die Insel über, und schon bald tauchten die charakteristischen Konturen Rügens am Horizont auf. Die Fährüberfahrt bot bereits erste faszinierende Ausblicke auf das Meer und die Küste und bietet die Möglichkeit, bei der An- bzw. Abreise staubelastete Verkehrsknotenpunkte auf romantische Art zu umschiffen.

Wer kein Auto hat, kann auch mit der Bahn bequem nach Rügen reisen. Die Insel ist gut an das deutsche Bahnnetz angebunden und verfügt über mehrere Bahnhöfe, die von verschiedenen deutschen Städten aus erreichbar sind.

 

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Der Hauptbahnhof der Insel Rügen befindet sich in der Stadt Bergen. Von hier aus gibt es regelmäßige Zugverbindungen nach Stralsund auf dem Festland, von wo aus man weiter nach Rügen gelangen kann. Die Züge verkehren häufig im Stundentakt, sodass die Anreise mit der Bahn eine praktische Option ist.

Die Deutsche Bahn bietet sowohl Regionalverbindungen als auch Fernverbindungen nach Stralsund an, von wo aus man auf die Insel Rügen gelangt. Reisende können zum Beispiel von Berlin, Hamburg, Rostock oder anderen Städten aus eine Zugverbindung nach Stralsund wählen und von dort aus weiter mit der Regionalbahn nach Bergen oder anderen Orten auf Rügen fahren.

Unsere Unterkunft

Wir übernachteten in einem gemütlichen Airbnb in Prora, an der nordöstlichen Küste Rügens. Das ehemalige KdF-Seebad beeindruckte uns mit seinem langen Strand, der zu ausgedehnten Spaziergängen einlud. Von unserem Apartment aus hatten wir einen herrlichen Blick auf die Ostsee und konnten die wohltuende Meeresbrise genießen.

 

 

Der Strand war nur wenige Schritte entfernt und lud bei schönem Wetter förmlich zum Schwimmen ein. Allerdings wurden wir während unserer Badeausflüge von recht vielen Quallen gestört. Es handelte sich dabei um Ohrenquallen, diese sind zwar nicht gefährlich, aber ihre Anwesenheit trübte den Badespaß etwas. Dennoch ließen wir uns nicht entmutigen und genossen die erfrischenden Momente im Meer, sobald die Quallen sich verzogen.

 

 

Prora, ein Ort mit Geschichte und beeindruckender Architektur, liegt an der nordöstlichen Küste von Rügen. In den 1930er Jahren wurde Prora als KdF-Seebad (Kraft durch Freude) geplant und sollte Teil eines riesigen Ferienkomplexes werden, der Platz für 20.000 Urlauber bieten sollte. Das Projekt wurde von der Nationalsozialistischen Regierung unter Hitler initiiert, um erschwinglichen Urlaub für die deutsche Bevölkerung zu ermöglichen und gleichzeitig die Ideale des Regimes zu propagieren.

Die Architektur von Prora ist beeindruckend und einzigartig. Der gesamte Komplex erstreckt sich über eine Länge von etwa 4,5 Kilometern und besteht aus acht baugleichen Wohnblöcken, die durch einen gemeinsamen Kolonnadenbau verbunden sind. Die Gebäude sind im sogenannten „KdF-Stil“ erbaut, der von der Architektur des Nationalsozialismus geprägt ist. Die streng geometrischen Formen, die klaren Linien und die Betonung der Horizontalität spiegeln die Ideale der damaligen Zeit wider.

Obwohl das KdF-Seebad nie fertiggestellt wurde, da der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs die Pläne vereitelte, sind die Gebäude von Prora bis heute erhalten geblieben. Nach dem Krieg dienten die Gebäude zeitweise als Militärstützpunkt und Flüchtlingsunterkunft. Später wurden sie zu Wohnungen und Ferienwohnungen umgebaut.

 

 

Heutzutage ist Prora vor allem für seine historische Bedeutung und seine imposante Architektur bekannt. Ein Teil der Gebäude wurde renoviert und zu modernen Ferienwohnungen und Hotels umgewandelt, während andere immer noch leer stehen oder für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.

Besucher haben die Möglichkeit, das Gelände zu erkunden und mehr über die Geschichte von Prora zu erfahren. Es gibt auch ein Museum, das über die Geschichte des KdF-Seebads und die Zeit des Nationalsozialismus informiert.

 

 

Unternehmungen auf der Insel

An Tag 2 unseres Reiseberichts Rügen begeben wir uns in den Nationalpark Jasmund, in dem sich die berühmten Kreidefelsen befinden. Eine Wanderung entlang des Königsstiegs bot unvergessliche Ausblicke auf die imposanten weißen Felsen und das azurblaue Meer. Ein kleiner Geheimtipp sind die Kutterfahrten entlang der Küste. Wir hatten das Glück, die Kreidefelsen noch einmal vom Meer aus bewundern zu können. Die majestätischen weißen Felsen erstrahlten in der Sonne und offenbarten eine ganz neue Perspektive auf ihre imposante Schönheit. Das sanfte Schaukeln des Kutters und das Rauschen der Wellen machten die Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis.

 

 

 

Am Tag darauf erkundeten wir das Seebad Binz mit seiner wunderschönen Bäderarchitektur, dem feinen Sandstrand und der Seebrücke. Hier konnten wir in den zahlreichen Cafés und Restaurants herrlich entspannen und den Sonnenuntergang genießen. Ein weiteres Highlight war unser Besuch am Kap Arkona mit seinen zwei Leuchttürmen und der slawischen Jaromarsburg. Die steilen Klippen und die Aussicht von hier oben waren einfach atemberaubend.

Abseits des Mainstreams erkundeten wir auch den Baumwipfelpfad in Prora, der uns die Schönheit des Waldes aus einer neuen Perspektive zeigte. Das Meeresmuseum in Stralsund begeisterte uns mit einer beeindruckenden Sammlung von Exponaten, darunter auch einem gigantischen Schwimm-U-Boot. Leider ist das Museum wegen Umbauarbeiten aktuell geschlossen, es wird erst 2024 wieder eröffnet.

Ein Tipp, der in keinem Reisebericht über Rügen fehlen darf, ist ein Ausflug in die charmante Naturhafenstadt Vitt. Das kleine Fischerdorf besticht durch seine urige Atmosphäre, die reetgedeckten Häuser und den Blick auf den idyllischen Hafen. Hier konnten wir frischen Fisch direkt von den Fischern kaufen und die Ruhe und Abgeschiedenheit der Umgebung genießen.

Ulrich Müther Bauwerke

Ein weiterer besonderer Tipp für Architekturinteressierte auf Rügen ist die Werke des Architekten Ulrich Müther zu erkunden. Ulrich Müther war ein deutscher Architekt und Bauingenieur, der in den 1960er und 1970er Jahren auf Rügen tätig war. Seine Bauwerke zeichnen sich durch eine außergewöhnliche und innovative Betonarchitektur aus.

Ulrich Müther war ein Pionier in der Entwicklung von Betonschalungen und Gleitschalungstechniken, die es ihm ermöglichten, filigrane und organische Formen aus Beton zu schaffen. Seine Werke verkörpern die Ästhetik der organischen Architektur und sind bekannt für ihre harmonische Integration in die Natur.

 

 

Ein berühmtes Beispiel für die Architektur von Ulrich Müther auf Rügen ist der „Hochzeitspavillon“ in Binz. Das beeindruckende, in Beton geschwungene Bauwerk wurde 1970 fertiggestellt und dient bis heute als beliebter Ort für Hochzeitszeremonien und Veranstaltungen. Der Pavillon liegt direkt an der Strandpromenade und bietet einen herrlichen Blick auf die Ostsee.

Was die Architektur von Ulrich Müther so besonders macht, ist die Kombination aus innovativen Bauweisen, organischen Formen und einer harmonischen Verbindung zur Natur. Seine Bauwerke sind einzigartige Kunstwerke, die sowohl ästhetisch ansprechend als auch funktional sind. Die Betonschalungen erlaubten es ihm, nahtlos fließende Formen zu schaffen, die an die Wellen der Ostsee und die Natur von Rügen erinnern.

Schlösser und Herrenhäuser

Die Insel Rügen ist nicht nur für ihre beeindruckende Natur bekannt, sondern auch für ihre historischen Schlösser und Herrenhäuser, die Zeugnisse vergangener Zeiten sind. Einige der Schlösser und Herrenhäuser sind für Besucher geöffnet und laden zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein.

Schloss Granitz: Das Schloss Granitz liegt inmitten des Granitzer Waldes und thront auf dem Tempelberg. Das imposante Schloss wurde im 19. Jahrhundert im Stil der norddeutschen Renaissance erbaut. Besucher können das Schloss besichtigen und die prunkvoll ausgestatteten Räume, darunter das Festsaalzimmer und die Bibliothek, bewundern. Ein Highlight ist der Aufstieg auf den Aussichtsturm, von dem aus man einen atemberaubenden Blick über die Insel Rügen und die Ostsee hat.

Schloss Spyker: Das Schloss Spyker liegt unweit von Glowe an der Nordküste Rügens. Die ursprüngliche Burganlage stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde später zu einem Schloss im Stil der Backsteingotik umgebaut. Heute beherbergt das Schloss ein Hotel und ein Restaurant. Die beeindruckende Architektur und die Lage am Großen Jasmunder Bodden machen einen Besuch zu einem lohnenswerten Erlebnis.

Gutshaus Stolpe: Das Gutshaus Stolpe ist ein charmantes Herrenhaus in der Nähe von Lauterbach im Südosten von Rügen. Das Herrenhaus stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist von einem idyllischen Park umgeben. Heute dient das Gutshaus als exklusives Hotel und Restaurant. Ein Besuch versetzt die Gäste in eine entspannte Atmosphäre vergangener Zeiten.

Schloss Ralswiek: Schloss Ralswiek liegt malerisch am Großen Jasmunder Bodden und ist vor allem bekannt für die Störtebeker-Festspiele, die hier alljährlich stattfinden. Das Schloss selbst wurde im 19. Jahrhundert im Tudorstil erbaut und ist ein beeindruckendes Beispiel für historische Architektur auf Rügen.

Restaurants

Und natürlich dürfen auch die Restaurant-Tipps nicht fehlen! Wir genossen köstlichen fangfrischen Fisch im „Restaurant Kutterfisch“ in Sassnitz, probierten handwerklich gebrautes Bier und rustikale norddeutsche Spezialitäten im „Störtebeker Brauquartier“ in Stralsund und ließen uns von regionalen und saisonalen Köstlichkeiten im „Gutshaus Kubbelkow“ im Süden Rügens verwöhnen.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass die fünf Tage auf Rügen wie im Flug vergingen, und wir unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause nahmen. Rügen bietet eine einzigartige Mischung aus beeindruckender Natur, faszinierender Geschichte, kulinarischen Genüssen und herzlicher Gastfreundschaft. Es ist eine Insel, die für jeden etwas zu bieten hat und definitiv eine Reise wert ist.

 

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