Bildquelle: Marie Becker & Dennis Reichow Hotels in Malaysia    

Tauchen in Südostasien – Teil 1: Malaysia

Ein Reisebericht von unserem Redakteur Dennis

Knapp ein Jahr ist es her, dass ich von meiner Australien- und Südostasienreise zurück bin, aber die Eindrücke sind noch immer so nah und besonders, dass man diese nicht sehr schnell vergisst. Daher möchte ich euch ein bisschen an meinen Eindrucken, speziell von der Welt unter Wasser, teilhaben lassen. Egal ob ihr einen Tauchschein besitzt, oder nicht, ein bisschen Träumen ist immer gut.

Insgesamt war ich knapp 10 Monate unterwegs und davon etwa 7 in Australien. Nicht, dass die Zeit dort nicht wunderschön war, aber letztendlich ist die Zeit in Asien doch auf eine andere Art und Weise hängen geblieben. Die komplett andere Kultur, das Leben dort und die paradiesische Natur sind Eindrücke, die man nicht so schnell los wird und die, wenn man gerade an seinem Schreibtisch in Bremen sitzt und mal wieder das norddeutsche Wetter gegen das Fenster wütet, sehr schnell Fernweh auslösen können. Ich möchte ich ein bisschen von den Tauchplätzen erzählen, an denen ich war und was man an diesen Ecken noch so alles erleben kann. Heute gibt es den ersten Teil über Malaysia. Weitere folgen!

Da ist man 7 Monate in Australien und lebt quasi direkt vor dem größten Korallenriff der Erde und trotzdem macht man seinen Tauchschein in Malaysia. Ihr fragt euch wie das sein kann? Na ja, im Prinzip ist das eine ziemlich einfache Rechnung: das Great Barrier Reef ist zwar das größte Riff, aber ob es das Schönste ist liegt ja immer noch im Auge des Betrachters. Mit Sicherheit wäre es ein Highlight gewesen, aber wenn man bedenkt, dass man dort das zwei- bis dreifache für die Kurse bezahlt und man weiß, dass man in wenigen Wochen in Südostasien ist, wo die Unterwasserwelt mindestens genauso beeindruckend ist, kommt man schnell zu dem Schluss, dass man das Unternehmen „Tauchen lernen“ ein paar Tausend Kilometer Richtung Norden verlegt.

Ich war zusammen mit meiner Freundin unterwegs: Also nicht wundern, wenn ich im Plural schreibe…

Tauchen in Südostasien

Unsere ersten Erfahrungen mit der Unterwasserwelt begannen auf der Insel Tioman an der Ostküste Malaysias. In einer kleinen Bucht (Hier geht’s zum Reisebericht) machte ich meine ersten Erfahrungen mit Schnorchel und Taucherbrille und kam aus der Faszination nicht mehr heraus. Obwohl ich nur, noch eher unbeholfen, an der Wasseroberfläche herumruderte war die Vielzahl an Fischen, Korallen und Schildkröten kaum zu übertreffen. Ich weiß nicht, ob ihr es nachvollziehen könnt, aber ich war tatsächlich der Jenige, der in der 4. Klasse im Schwimmunterricht jedes zweite Mal „erkältet“ war, da das Wasser nicht wirklich meine Heimat war. Sonst zwar sportlich, war ich im kühlen nass, aber unterwegs wie eine Katze in der Badewanne. Also wer hier behauptet, dass Tauchen nicht für einen ist: Manchmal muss man über seinen eigenen Schatten springen, um das Glück zu finden 😉 Zumindest waren diese paar Erfahrungen mit den Flossen im kristallklaren Wasser letztendlich ausschlaggebend dafür, dass wir uns nun tatsächlich entschlossen einen Tauchschein zu machen.

Dafür mussten wir auf die andere Seite der Insel in den Ort bzw. in die Bucht Air Batang. Dort buchten wir uns im B&J Diving Centre ein. Eine einfache Unterkunft gabs gratis, so weit ich mich erinnere, zum Tauchschein dazu. Die Tauchschule findet ihr auch bei Tripadvisor! Unser englischer Lehrer war mehr als nett und insgesamt war die Tauchschule ein sehr angenehmer Ort, der vor Allem viel Vertrauen erweckte und das ist bei so einem Vorhaben ja sehr wichtig. Wir absolvierten den Kurs komplett in Englisch, aber es ist auch möglich in der jeweiligen Landessprache zu lernen. Der PADI-Kurs ist ein genormtes Zertifikat, mit dem man auf der ganzen Welt Tauchen kann. Der erste „Open Water“ Kurs für Anfänger besteht aus einem Theorieteil und Praxisübungen, zunächst im Pool und später natürlich im Meer. Nach dem Bestehen ist es einem erlaubt Tauchgänge bis 18 Meter mitzumachen. Wir haben für das gesamte Paket (Tauchkurs über 3 Tage und Unterkunft) in etwa 250 Euro bezahlt. Ein mehr als fairer Preis. Relativ spät fanden wir heraus, dass der Besitzer unserer Tauschule zwar Malaye, aber in Deutschland aufgewachsen ist und sich sehr freut, wenn er Reisende aus seiner zweiten Heimat begrüßen kann.

Tauchen in Südostasien - Die Tauchschule

Die Tauchschule: An dem Tisch machten wir übrigens die Prüfung…

Bereits beim ersten Mal „Abtauchen“ sahen wir Dinge, von denen ich nie geträumt gewagt hätte, sie Live zu sehen. Obwohl ich etwas dämlich wie ein Stein herabsank- auf 12 Meter ohne Druckausgleich (meine Ohren dankten’s mir)- wusste ich bereits nach wenigen Sekunden, dass das Geld gut angelegt war. Ich fiel quasi direkt auf einen Rochen herab, der sich im Sand verbuddelt hatte und dann auch das Weite suchte als er meine Anwesenheit spürte. Die Riffe vor Tioman gehören mit Sicherheit nicht zu den Beeindruckensten, aber sie sind der perfekte Ort um zu lernen. Das Wasser ist warm (gut, das ist überall in Südostasien so), aber es ist übersichtlich und es gibt so gut wie keine Strömung. Von Clownsfischen, über Drückerfische bishin zu Schildkröten haben wir so einiges gesehen.

Natürlich ist es auch immer möglich Unterwasserkameras zu leihen, aber dies probierten wir erst an unseren späteren Zielen aus. Unterwasserbilder gibt es in den nächsten Teilen.

Auch die Insel ist einfach nur angenehm. Ein kleines Paradies für Leute, die es gerne ruhig mögen. Es gibt keine riesigen Party, aber jede Menge kleine Bars und Restaurants in denen man gemütlich zusammensitzen kann!

Insgesamt kann ich die Insel sowohl als Urlaubsziel als auch speziell für Taucher mehr als empfehlen.

Tauchen in Südostasien - Die Bucht Air Batang

Die Bucht Air Batang, an der wir Tauchen lernten

Tauchen in Südostasien - Der Sonnenuntergang auf Tioman

Der Sonnenuntergang auf Tioman

Im nächsten Teil reisen wir zusammen nach Indonesien, wo wir unseren Advanced-Tauchschein machten und das Paradies auf Erden fanden 🙂

Zum Teil 2: Indonesien
Zum Teil 3: Koh Tao (Thailand)

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