Tourismusbranche – Aktuelle News, Zahlen & Fakten (Stand Juli 2015)

Die Deutschen sind Weltmeister im Reisen. Kaum schließt die weltgrößte Touristikmesse ITB ihre Pforten steht auch fest, welche Zielgebiete in diesem Jahr im Trend liegen. Neben dem Dauerbrenner Spanien liegt vor allem der Urlaub in den Niederlanden im Trend. Neben kurzen Wegen und schönem Wetter liegt das vor allen Dingen an politischen und wirtschaftlichen Aspekten. Während in Tunesien und Ägypten ständig Unruhen herrschen, nach der Griechenland-Pleite sich niemand so recht ins Land traut und auch die Türkei über sinkende Besucherzahlen klagt, ist dabei ein ganz großer Gewinner abzuzeichnen, Deutschland selbst.

Nordsee, Ostsee, Städte-Urlaub in Berlin oder doch Wandern im Schwarzwald? Auch hierzulande gibt es schöne Ecken, der Service stimmt und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist für viele Reisende absolut in Ordnung. Deshalb ist dieses Jahr ganz klar ein überraschender Trend ausgebrochen, nämlich Kurzreisestrecken zu wählen und gar nicht mehr unbedingt zu exotischen Orten aufzubrechen, um die Welt zu entdecken. Trotzdem müssen sich die Reisegesellschaften um sinkende Absatzzahlen keine Sorgen machen.

So verzeichnet der größte Touristikonzern TUI im ersten Halbjahr zwischen dem 1. Oktober 2014 und dem 31. März 2015 einen Umsatz von 6.940,1 Millionen Euro. Diese Zahlen setzen sich zusammen aus den unterschiedlichen Angebotssektoren des Unternehmens. Zur TUI Flotte gehören nämlich nicht nur 140 Flugzeuge und 13 Kreuzfahrtschiffe, auch mehr als 300 Hotels mit über 210.000 Betten zählen zum Angebotsspektrum. Schließlich wollen die 30 Millionen Kunden auf 31 Quellmärkten in 180 Ländern weltweit auch gut versorgt werden. Dafür garantieren 77.000 Mitarbeiter in 130 Ländern rund um den Erdball. Ganz nebenbei hat TUI einen weiteren lukrativen Deal mit Grecotel abgeschlossen und Anteile abgestoßen. Für 40 bis 50 Millionen Euro.

Neue Marketingkonzepte sollen Umsätze weiter ankurbeln

Der TUI-Kunde von Morgen wird nicht länger in Reisebüros bedient, für ihn stehen so genannte TUI Stores bereit. Bis zu 120 dieser Konzept-Stores soll es deutschlandweit geben, bisher haben die ersten 13 eröffnet. Die Stores sind Teil einer neuen Marketingkampagne. Demnach versucht das Unternehmen noch stärker als einheitliche Marke aufzutreten, sich multimedial aufzustellen und hauseigene Angebote noch umfangreicher zu promoten. Bislang liegt der Umsatz zu 70 Prozent bei eigenen Produkten, zu 30 Prozent beim Verkauf anderer Produkte. Das soll sich nun steigern und damit mehr Geld mit den eigenen Angeboten erwirtschaftet werden.

Gewinne wohl kalkuliert

Ein strikter Plan, der die Konkurrenz wie Thomas Cook (Jahresumsatz 2014: 3,440 Milliarden Euro), FTI (Jahresumsatz 2014: 2.100 Milliarden Euro) oder Der Tour (Jahresumsatz 2014: 4,9 Milliarden Euro) allerdings nicht verunsichert. Letztere durfte sich im vergangenen Jahr über 6.765.476 Millionen Gäste freuen. Der Tour gehört als Ketten- und Franchiseunternehmen zu DER Touristik. Die unterhält 2.034 Reisebüros, führt 1.102 Kooperationen des DER Touristik Partner-Service, außerdem den DER Business Travel mit 801 Kooperation und schließlich den DER Touristikbereich mit 131 Kooperationen. Ein komplexes, aber durchaus hervorragend funktionierendes System, verteilt auf 42 hauseigene Hotels mit 12149 Zimmern und rund 7050 Mitarbeitern die sich um das Wohl der Gäste kümmert. Da bleiben für den Urlauber 2015 keine Wünsche offen, egal wohin die Reise geht.

Quellen:
Statista (Premium Account)
Pressesprecher TUI, DER Tour, FTI und Thomas Cook

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