Reisebericht Zypern – per Blind Booking auf die schöne Insel im östlichen Mittelmeer

Reisebericht Zypern – per Blind Booking auf die schöne Insel im östlichen Mittelmeer

Vielen Dank für diesen Beitrag an unsere Gastautorin Finja

Eine Destination, die nicht zu den „typischen“ Reisezielen zählt – und doch wunderschön ist.

Ich wäre wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, nach Zypern zu fliegen, einfach weil ich, wie wohl viele andere auch, nicht unbedingt drüber gestolpert bin, wenn ich meine bisherigen Urlaubsplanungen gemacht habe. Mein Freund und ich hatten damals den Deal, dass wir jeweils einen Urlaub planen, dessen Ziel wir dem Anderen so lange wie nur irgend möglich verheimlichen. Privates Blind Booking könnte man es nennen 😉

Wir fuhren also nach Weeze / Düsseldorf, checkten ein und ich wusste noch immer nicht, wo wir landen würden. Während der Suche nach dem Gate habe ich Blickkontakt mit den Monitoren vermieden und im Flugzeug habe ich mir bei entsprechenden Durchsagen die Ohren zugehalten. Erst nach der Landung, beim Warten auf das Gepäck habe ich mich bewusst umgesehen (es war zu dunkel, um aus dem Flugzeug bereits was zu sehen) und die „merkwürdige Schrift“ gesehen. Auf Zypern bin ich trotzdem nicht gleich gekommen… Russland? Griechenland? Irgendwas, worauf ich nie komme? Ahhhhh, Zypern! Wahnsinn. Erstes Mal auf Zypern und dann auch direkt mit einer Überraschung.

 

 

Flug – Eckdaten

Wir sind mit Ryanair von Weeze direkt nach Paphos geflogen, das war, wie so oft einfach das günstigste Angebot. Auch der Weg nach Weeze (wir wohnen nahe Bremen) war addiert mit dem Flug noch günstiger. Der Flug hat uns (bzw. meinem Freund) damals ca. 170 Euro gekostet (für uns beide Hin und Rück und inklusive Gepäck) Unsere Reisezeit war März, im Sommer wird es wohl auch mit Ryanair teurer sein. Geflogen sind wir am Nachmittag, waren dann abends da.

Mietwagen – Straßenverkehr

Um flexibel Ausflüge unternehmen zu können, haben wir uns einen Mietwagen genommen. Aber Achtung: Linksverkehr!!! Wer das noch nie gemacht hat, oder sehr unsicher in Bezug auf das Fahren im Allgemeinen (oder auch mit fremden Autos ist), sollte es sich noch einmal überlegen und eventuell doch einen Shuttle buchen oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Mein Freund ist aber weniger ängstlich und tatsächlich war es seine Linksverkehr- Premiere, er hat es gut gemeistert. Nur einmal ist er falsch von einer Auffahrt auf die Straße gefahren. „HALT, du musst links rum!“ hat auf jeden Fall dafür gereicht, dass es während des Urlaubs nicht noch einmal passiert ist.

Der Mietwagen hat uns für eine Woche ca. 200 Euro gekostet. Die Abwicklung mit dem Mietwagen war unkompliziert.

Unterkunft / Hotel

Unsere Unterkunft war in Paphos. Das Hotel hieß Capital Coast Resort. Ein Hotel, welches man nur empfehlen kann. Natürlich haben wir da keinen Vergleich, aber das Preis- Leistungs- Verhältnis passte einfach. Wir hatten das günstigste Zimmer gebucht, ohne Balkon. Es war aber definitiv keine Absteige, sondern ein schönes, gemütliches Zimmer. Zum Rauchen mussten wir zwar raus, die angrenzende riesige Dachterrasse hat uns aber einiges an Weg erspart. So haben wir diese auch als Balkon genutzt und es uns dort gemütlich gemacht. Investiert man ein bisschen mehr Geld, gibt es selbstverständlich auch Zimmer mit Balkon und welche mit Meerblick (wobei wir den auch hatten, zumindest seitlich und wenn wir am Fenster gestanden haben 😉

 

 

Das Zimmer hatte eine Kochnische, was uns ermöglicht hat, regelmäßig kochen zu können und Getränke kaltzustellen – Super Sache!

Das Hotel liegt am Wasser und hat einen tollen Pool (der Gebäudekomplex ist quasi als Hufeisen um den Pool herum gebaut, und an der Öffnung schlagen die Wellen ans Ufer). Sonnenliegen stehen im flachen Wasser, es war für uns sehr gemütlich und einladend, auch wenn wir aufgrund der Jahreszeit den Innenpool bevorzugten. Dieser war beheizt und auch eine Sauna gab es im Hotel. Dass diese für geübte Saunagänger nicht gerade heiß war, naja 😉 Das Frühstück war super, alles was man sich wünscht, war da, kalte sowie warme Speisen. Gefühlt etwas „runtergefahren“ aufgrund der Nebensaison, aber super lecker. Das Personal in Restaurant und Rezeption war stets hilfsbereit und sehr freundlich.

Superschöne Unterkünfte auf Zypern findet ihr auch bei airbnb.com oder wimdu.

Aktivtäten / Attraktionen

Im Meer waren wir leider nicht, eine Wettergarantie in den Wintermonaten hat man ja leider selten in Europa. Dennoch hatten wir strahlend blauen Himmel und geschwitzt haben wir auch (nur nicht genug für die kalten Wellen, brr ;)) Stattdessen hatten wir aufgrund des Mietwagens und der daraus resultierenden Flexibilität die Möglichkeit, viel zu machen. Aber wenn man gut zu Fuß ist, kommt man in die Innenstadt und die Promenade auch ohne Auto. Busse fuhren auch nahe dem Hotel (für Fans der Öffentlichen).

 



 

An einem Tag wollten wir „kurz mal eben“ ins Troodos- Gebirge fahren. Ganz kurz entpuppte sich als sehr lang, denn die Straßen und Wege führen kreuz und quer und schnell hatten wir die Orientierung verloren. Es ist aber sehr ursprünglich dort und definitiv einen Besuch wert. Wir haben einen schönen Wein in einer Gaststube getrunken und die wundervolle, größtenteils unberührte Natur und Landschaft genossen. Sogar Schafe und Ziegen wurden vor unseren Augen über die Straße getrieben, aber nicht etwa 10 oder 20, sondern Hunderte. Wir standen ne ganze Weile, bis die Tierchen ihren Standort gewechselt hatten.

 

 

An einem anderen Tag sind wir nach Nikosia gefahren, das ist die Hauptstadt von Zypern. Das Besondere hier dran ist, dass sie halb griechisch und halb türkisch ist und das wohl auch noch in den nächsten zig Jahren, denn eine tolle Lösung wurde gefunden: Die Stadt ist ziemlich genau in der Mitte geteilt worden. Eine Hälfte ist so wie die Seite der Insel, die wir kennen gelernt haben, eben „griechisch“. Möchte man „die Seite wechseln“ muss man seinen Ausweis parat halten, ganz wichtig!!! Man kommt nicht einfach so rüber auf die türkische Seite. Fast wie bei der Einreise am Flughafen läuft alles korrekt inklusive Kontrolle und Stempel im Pass ab. Und schwupps, auf der anderen Hälfte angekommen, hat man direkt das Gefühl, mit einer Zaubermaschine in die Türkei gebeamt worden zu sein. Plötzlich gibt es Märkte mit verführerisch günstigen Markensachen, türkische Spezialitäten in Speis und Trank und allerhand Marktgeschrei. Wir haben die Zeit genutzt, zu shoppen und uns umzusehen. Schon spannend, wie in einer belebten Stadt ein kleiner Cut zwei so unterschiedliche Welten auf engstem Raum hervorbringen kann. Auf jeden Fall ein Besuch wert, das muss man sich mal angeguckt haben!

Außerdem waren wir beim Aphrodite- Felsen. Der war so spektakulär wie ein Felsen eben ist 😉

 



 

In Paphos waren wir auch einige Male, wie gesagt auch mal per pedes. Die Promenade ist traumhaft. Die Stadt ist generell sehr sauber und ordentlich gewesen. Anschauen kann man sich gut die Königsgräber, für die, die es interessant ist. Für die „Urlaubsgenießer“ ermöglicht die Promenade sehr gute Drinks in verschiedenen netten Restaurants und Bars. Restaurants sind einige zu finden, die auch sehr gut sind. Das Essen war immer lecker und das Ambiente stimmte eigentlich auch jedes Mal. Die Einheimischen waren immer sehr freundschaftlich und zuvorkommend, sodas wir nicht das Gefühl hatten, „nur Touristen“ zu sein. In einem Restaurant setzte sich der Chef später zu uns, gab uns einen Ouzo aus und plauderte ganz unverfänglich.

 

 

 

Einkaufsmöglichkeiten

Wer einkaufen gehen möchte, der kann dies sehr gut in Paphos machen. Es gibt, wie überall, kleine Lädchen und Souvenirshops, aber auch eine große Shoppingmall mit vielen Läden, welche ich nirgends anders bis jetzt gesehen habe. Wenn also einmal wirklich schlechtes Wetter ist, oder in den Abendstunden, nutzt die Möglichkeit, dort einmal hinzugehen. Wir hätten viele viele Singe kaufen können, wenn wir denn nicht ein Platzlimit gehabt hätten 😉

Auch Supermärkte wie beispielsweise Lidl sind gut zu finden und preislich im gleichen Rahmen wie hier in Deutschland. Eine Unterbringung mit Selbstverpflegung ist also definitiv möglich.

Alles in allem war der Urlaub ein voller Erfolg. Wir waren begeistert und bestimmt nicht das letzte Mal auf der schönen Insel.

 

 

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